Facebook Instant Articles – Euer Internet ist nur geborgt

Instant Articles ist der neueste Schrei, den sich Facebook ausgedacht hat. Nutzer werden sagen: Wie praktisch! Verlage sagen: Wie einfach! Niemand muss mehr zu irgendwas Facebook verlassen. Facebook wird allmächtig. Aber ist es so praktisch, wie es aussieht? Oder welche Gefahren könnte das Ganze mit sich bringen? Ich schreibe einfach mal auf, was mich beschäftigt.

Artikel zu Facebook zu verteilen, ist ja nun keine große Kunst. Das mache ich auch. Damit wird die Überschrift, ein Vorschaubild und ein Anrisstext zu Facebook geblasen. Facebook bietet nun aber auch bald die Möglichkeit, dass News direkt auf der Seite verfasst werden können und somit für den Aufruf von Artikeln besonders im mobilen Bereich das Netzwerk einfach gar nicht mehr verlassen werden muss.

Die Verfasser haben den Vorteil, dass sie die an den Werbeeinnahmen entweder beteiligt sind oder sie komplett einstreichen können. Und für Facebook hat das den Vorteil, dass Nutzer noch länger im Netzwerk “festgehalten” werden. Der Nachteil ist für die Verfasser, dass sie keine Kontrolle über die Inhalte haben. Und die Nutzer werden in ihrer Blase gefangen und können so noch besser analysiert werden. Das muss man wollen, nicht wahr?

Ich werde das jedenfalls nicht mitmachen. Denn Facebook ist nicht das Internet. Wer Facebook als sein Internet bezeichnet, dem sei der Sascha-Lobo-Spruch entgegen gebrüllt: “Euer Internet ist nur geborgt!” – Ob es Nutzer oder Anbieter betrifft – Wenn es Facebook eben nicht in den Kram passt, dann haben weder Nutzer noch Anbieter etwas von Instant Articles. Aber das müssen die Leute, die da so frohlocken, schon selbst wissen, denke ich mir da.

Nein, bei mir wird es weiterhin so ablaufen, dass ich hier auf meiner Spielwiese schreibe. Und die Artikel werden dann wie gehabt zu Facebook geblasen. Etwas anderes würde mir erheblich widerstreben. Ich meine, ich sortiere ja wenigstens nicht meine Inhalte nach dem, was irgendein Nutzer hier schon mal aufgerufen hatte. Aber genau so etwas macht der Welt liebstes Netzwerk. Man sollte da schon darüber nachdenken, wie gut einem das gefallen könnte.

 

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