Facebook-Links: Die größte unbedeutende Quelle

Ich hatte irgendwann angekündigt, nicht mehr wirklich auf Facebook aktiv zu sein. Auch Facebook-Links interessierten mich nun nicht sonderlich. Ich komme jetzt mal mit ein bisschen Zahlenspielerei um die Ecke, um Ihnen mal zu zeigen, wie unbedeutend diese Facebook-Links eigentlich sind, aber wieso ich nicht darauf verzichten will.

Was meine ich denn mit Facebook-Links?

Benutzer der unsäglichen Facebook-App werden es nicht mitbekommen, da sie vermutlich den integrierten Browser verwenden. Aber wer den Netzwerk-Riesen mit einem handelsüblichen Browser benutzt, so wie man Dinge im Internet eben benutzt, wird vielleicht schon mitbekommen haben, was Facebook-Links sind.

Wenn Sie irgendeinen Link, den jemand bei Facebook geteilt hat, anklicken, dann sehen Sie im Browser in der Adresszeile nicht nur:

https://www.domain.com/das-ist-der-link

Sie sehen dann nämlich noch mehr. Und das kann alles mögliche stören. Wenn Sie also bei Facebook einen geteilten Link öffnen und einen normalen Browser verwenden, sehen Sie:

https://www.domain.com/das-ist-der-link?fbclid=iRgendw3lcheSteuerZ31cheNundAlle5moeglich3_12345

Facebook hängt Steuerzeichen an die Adresse von verlinkten Dokumenten an. Das macht der Riese, um die Klicks der Nutzer auszuwerten. Also nur, um es klarzustellen: Facebook wertet über diese Facebook-Links aus, welche Links Sie in dem freundlichen Netzwerk von nebenan aufgerufen haben. Ist das nicht nett?

Datenschutz? Mir doch egal!

Wir wissen alle, dass es Facebook herzlich egal ist, was Datenschutz bedeutet. Na klar, es mag so sein, dass das Netzwerk ohne Schüffelei und Algorithmen und Ausspionieren gar nicht funktionieren würde. Aber dass sie nun auch hergehen und Webseiten-Betreibern die Arbeit erschweren, ist eine neue Qualität.

Man könnte meinen, wenn normale Links zu Facebook-Links werden, dass sich der Riese dann sagt: „Datenschutz? Mir doch egal!“. Deshalb hatte ich mich auch von dem Netzwerk zurückgezogen. Mein Account war aktiv, aber sonst? Mittlerweile mache ich wieder mehr dort, weil man den Riesen ja doch nicht gänzlich ignorieren kann. Aber das Netzwerk steht bei mir unter Beobachtung.

Facebook-Links zählen eh nicht

1120. So viele Besuche hatte ich von Facebook. Klingt gut, oder? Das Problem ist: Das ist die Zahl seit der Einführung von MATOMO zwischen Weihnachten und Silvester 2018. Also seit über einem halben Jahr. Aber damit sind die Facebook-Links sogar noch die, die am meisten Besucher bringen, weshalb ich das Netzwerk wieder einbeziehe. Schauen Sie mal zu folgende Tabelle:

BezeichnungBesucheAktionenMaximale Aktionen pro BesuchAufenthaltsdauerAbsprüngeEindeutige Besucher (Tagessumme)
Facebook11201320303754810191103
Twitter80411213849208644783
Pinterest238354677279207237
Google+5889656744156
LinkedIn2036730261420
Andere21391020311421

Mit diesen Werten lässt sich feststellen, dass 50% aller Zugriffe über soziale Netzwerke mit Facebook-Links zustande kommen. Allerdings sind 2261 Zugriffe insgesamt aus sozialen Netzwerken ein Desaster. Denn insgesamt hatte ich 101.512 Zugriffe. So erzählt es zumindest MATOMO. Die sozialen Netzwerke spielt also keine Rolle. Und Facebook-Links auch nicht.

The Return of the RSS Feed

Ich stelle es ja seit längerem fest: Mein RSS Feed ist durchaus wichtig. Der bringt mir mehr Zugriffe als alle Facebook-Links zusammen. Ich rate jedem Webseiten-Betreiber: Lasst euch nicht hinter die Fichte führen, Facebook kann gar nicht so wichtig sein, dass man sein komplettes Tun daran ausrichtet. Aber das interessiert eh niemanden.

Es geht immernoch nur darum, möglichst genau eine Facebook Fanpage zu haben, auf der automatisiert die veröffentlichten Blogartikel einlaufen. Diese Fanpage wird dann beworben, was das Zeug hält. Ich habe den Quatsch selbst gemacht. Ausgezahlt hatte es sich nie. Und die Facebook-Links sind für mich einfach nur störend und ärgerlich.

Darum freue ich mich, dass mein RSS Feed nach wie vor gar nicht so schlecht angenommen wird. Wenn jetzt noch mein Newsletter, den ich seit ein paar Wochen wieder laufen habe, mehr angenommen werden würde, würde mich das noch viel mehr freuen. Aber diese Facebook-Links sind mir am Ende egal. Und ich würde gern komplett darauf verzichten.

4 Kommentare

  1. Diese Linkverlängerung von Facebook ist mir auch schon aufgefallen. Besonders ärgert mich das, wenn ich Links für die Coolen Blogbeiträge sammle und dort was Interessantes finde. Ich möchte FB nämlich nicht noch mehr Material zuliefern und suche dann immer den „richtigen“ Link des jeweiligen Artikels.
    Inzwischen erhalte ich die meisten Besucher über Pinterest. Ich sollte mich einmal wieder über das Thema Newsletter Gedanken machen. Allerdings abonniere ich lieber den Feed, als dass ich einen solchen Service nutze.
    LG Sabienes

    1. Hallöchen, ja, über meinen Newsletter bin ich mir noch nicht so richtig einig. Denn das Problem ist, dass ich gar nicht so die Zeit habe, das Alles zu pflegen. Andererseits ist es aber auch so, dass ich Leser habe, die mit sowas wie RSS nicht zurecht kommen und denen soziale Netzwerke suspekt sind. Die wollen ja auch verfolgen, was ich so schreibe.
      Genau das Mehr an Material ist es, was mich so an dieser künstlichen Linkverlängerung ärgert. Wenn man nicht aufpasst, hat man schnell die Verärgerung von Nutzern, die nix mit Schnüffelbook zu tun haben wollen.
      Wie geht das nur mit Pinterest, dass man darüber so viele Besucher bekommt? Bei mir spielt die Plattform noch so gut wie keine Rolle. 0,23% meiner Zugriffe kommen darüber. Ich habe das noch nicht herausgefunden, wie man das macht. Vielleicht muss ich auch nur geduldig sein.

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