Neues von Outlook.com

Microsoft war in letzter Zeit alles andere als untätig, was den Email-Dienst Outlook.com betrifft. Es wurden gleich mehrere Neuerungen eingeführt. Und die möchte ich einmal kurz aufführen.

Ich denke, für viele Nutzer ist es wichtig, dass man grob weiß, was man alles mit dem inzwischen sehr beliebten Dienst anstellen kann. Sollte etwas fehlen, reiche ich das gern nach. Aber nun erst einmal zum Thema.

Neue Outlook.com App für Android

War die bisherige App für Outlook.com auf dem verbreitetsten mobilen Betriebssystem eher schnöde, hat man sich bei dem Weltkonzern inzwischen etwas einfallen lassen. Für alle Nutzer, die mit einem Computer mit Windows 8 arbeiten, wird es sehr erfreulich sein, dass die neue App so aussieht wie die Mail App von Windows 8. Nur eben etwas abgespeckter. Inzwischen handelt es sich um ein vollwertiges Mail-Programm mit direkter Synchronisation des Microsoft-Kontos.

Sehr schön ist, dass man nicht nur alle Mails und alle Kontakte und den ganzen Kalender synchronisieren kann. Man hat auch die Wahl, welche Ordner man eben nicht mitnehmen will. Des Weiteren bietet die App die Möglichkeit, zwischen Push- und Pull-Synchronisation zu wählen, also ob Outlook.com die Emails aufs Handy schiebt oder ob das Handy diese abholt.

Die App macht alles in allem einen sehr gefälligen Eindruck. Sie ist offiziell im Google Play Store verfügbar. Und wer möchte, kann sich den dazu gehörigen Blog-Artikel in englisch durchlesen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Bisher genügte es, wenn man sich bei den Microsoft-Diensten mit Email-Adresse und Passwort authentifizierte. Es sei denn, man wollte wichtige Änderungen am Benutzerkonto durchführen, dann benötigte man einen Code an eine zweite Email-Adresse. Jetzt hat sich Microsoft allerdings etwas einfallen lassen, was u.a. Google schon einige Zeit macht, nämlich eine Authenicator App.

Dazu wird ein Authentifizierungscode auf dem Smartphone eingeblendet, wenn man Microsoft-Dienste nutzen will. Gerade in der heutigen Zeit, in der einerseits viele Dienste im Internet miteinander verbunden werden können, man einen Computer mit einer Microsoft-Email-Adresse authentifizieren kann und Handy und Computer über Email-Adressen verheiratet werden können, ist es eminent wichtig, dass die Email-Adresse sicher ist. Und deshalb soll es diesen Code geben.

In den nächsten Tagen steht die Zwei-Faktor-Authentifizierung dann allen rund 700 Millionen Nutzern von Microsoft-Diensten zur Verfügung, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt. Mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung kann dann das Microsoft-Konto abgesichert werden, dass Sie benötigen, um Dienste wie Windows PC, Windows Phone, Xbox, Outlook.com, SkyDrive, Office Online oder Skype nutzen zu können.

Neue Outlook-Domains

Um alles schön abzurunden, beginnt Microsoft nun damit, Outlook.com zu regionalisieren. Das hat man mit den früheren Domains Hotmail, Live und Co. auch schon gemacht. So soll es für den deutschen Raum demnächst die Domain Outlook.de geben.

Mit der Regionalisierung werden insgesamt 32 neue Domains eingeführt. Ob es möglich ist, eine bereits vorhandene Outlook.com-Adresse als „com“ zu lassen, oder ob die Email-Adresse regionalisiert wird, konnte ich noch nicht feststellen. Ich vermute aber, dass hier in den nächsten Tagen weitere Informationen kommen werden.

Fazit

Microsoft baut Outlook.com mehr und mehr als integrales und mächtiges Werkzeug um, um den Benutzer durch die Welt der Microsoft-Dienste zu führen. Damit das funktioniert, ohne Störenfriede zu haben, muss Outlook.com abgesichert werden. Und genau das wird passieren.

Ich schätze diese Entwicklung positiv ein. Ohne ein sicheres Email-Konto ist die Nutzung von damit verknüpften Diensten nicht ratsam. Daher ist diese Entwicklung gut.

Der Blogger Caschy hat in einem kurzen Artikel mehrere eigene Artikel verlinkt, über die er verschiedene Aspekte dieser Entwicklung bespricht. Es kann nichts schaden, dort einmal vorbeizuschauen.

Bildquelle: Logo von Outlook.com – (C) Microsoft Corporation – Public Domain via Wikimedia Commons

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