Was ist denn „Exchange 15“? – Da kommt etwas auf uns zu

Wie eine unheilvolle Prophezeihung kreiselt zurzeit ein mächtiges Schlagwort durch die Informatikwelt. Es heißt: Exchange 15. Was ist das und wie kommt es zu uns?

Passend zum Thema „Windows 8 / Windows Server 2012“ kursieren nun allmählich Diskussionsbeiträge zum Thema „Exchange 15“ oder eben auch „Exchange Server 2012“. Wobei letzteres wahrscheinlich ist, wenn man die Namensanalogie der Exchange-Reihe beobachtet: Exchange 2000 Server -> Exchange Server 2003 -> Exchange Server 2007 -> Exchange Server 2010.

Nur wollen wir uns mal nicht weiter mit Namensspekulationen aufhalten. Was liest man denn so über das Microsoft-Heiligtum der Firmenkorrespondenz?

Es ist wohl so, dass „Exchange 15“ (bleiben wir einfach mal dabei) auf „Cloud“ getrimmt ist. Das Format Exchange Online innerhalb von Office 365 wird gnadenlos nach vorn getrieben. Scheinbar handelt es um eine vollständige Integration und Vernetzung von „On premise“ (also der Exchange Server im Haus) und „Online“ (also Exchange Online).

Es werden wohl immer mehr Verwaltungsaufgaben den Benutzern übertragen. Das heißt jetzt nicht, dass ein Benutzer eines Postfachs nun auch den Exchange Server verwaltet. Aber er kann diverse Einstellungen selber tätigen, während sich der Administrator um die eigentlichen sicherheits- und effizienzorientierten Aspekte kümmern kann. Somit erfolgt zwangsläufig ein Umdenken.

Der Fokus ist wohl glasklar auf die Minimierung der Verwaltungskosten für den Exchange gelegt. Daher auch der Blickwinkel: Warum sollte sich der Exchange Administrator darum kümmern müssen, was mit dem eigenen Bereich eines jeden Benutzers passiert? Er muss künftig wohl nur die Grenzen abstecken, den Rest überlässt er in weiten Teilen dem Benutzer.

Damit einher geht auch die bessere Integrität von Office 365. Dem Benutzer soll es im Endeffekt offenstehen, mit welchen Mitteln er mit Exchange kommuniziert. Gerade, was auch Lync angeht, ist dieser Weg ein sehr sinnvoller. Auch soll es zu einer wesentlich besseren Integration von SharePoint kommen.

Ich kann mir vorstellen, dass dann womöglich nochmals der Wegfall der Öffentlichen Ordner vorangetrieben werden soll. Okay, sicher nicht sofort. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass möglicherweise dem Benutzer nur noch das berühmte „Look & Feel“ eines Öffentlichen Ordners geboten werden soll.

Da es in letzter Zeit immer wieder Probleme mit irgendwelchen Updates gab, will man sich hier mehr Zeit lassen. Da es zu einer wesentlich engeren Vernetzung mit den Online-Diensten kommen soll, soll wohl auch der Update-Prozess wesentlich verbessert werden.

Ich hatte kürzlich das große Glück, Microsoft zu besuchen. Dort hegt man viel gute Gedanken zu Exchange 15. Da die Leute, die ich besuchen durfte, wissen, wovon sie reden, ist davon auszugehen, dass die neue Version gar nicht so schlecht wird. Egal, wie sie am Ende heißen wird. So rund um den Jahreswechsel ist dann in etwa mit der neuen Version zu rechnen.

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