Was soll ich noch mit meiner Facebook-Seite?

Ich bin mir nicht sicher, woher das kommt. Aber derzeit kommen viele Webseiten und Blogs daher und erzählen irgendwas von Reichweiten einer Facebook-Seite. Wer weiß, vielleicht schiebt irgendwer Panik oder Facebook hat irgendwas gedreht. Letzteres scheint mir wahrscheinlich. Warum ich das so sehe, zeige ich Ihnen hier. Denn es tut mir herzlich leid, aber ich weiß momentan nicht, wozu ich meine Facebook-Seite noch weiter betreiben soll. Ja, das kann sich wieder ändern, aber vom momentanen Standpunkt her stellt sich mir die Frage nach dem Sinn.

Eine kleine Bestandsaufnahme

Folgende Diagramme können Sie als Galerie öffnen:

Diese kleine Galerie zeigt Ihnen mal einfach, was bei mir auf der Facebook-Seite los ist. Die können sie übrigens hier finden, wenn Sie wollen. Es ging eigentlich gut voran mit „Likes“. Ich habe allerdings seit langer, langer Zeit die 130er Marke in Sachen „Gefällt mir“ als Hürde und schaue sie mir von unten an. Wenigstens bleibt die Zahl relativ konstant. Selbst bei meinem längeren Ausfall kam es nicht dazu, dass die Anzahl der Abonnenten kleiner wurde.

Schlimmer sieht es mit den wöchentlichen Seitenaufrufen aus. Hier kann man eigentlich ein Lineal ansetzen und einen Strich entlang der Spitzen ziehen. Man würde feststellen, dass diese Anzahl im Trend an der Spitze gesehen immer weiter zurückgeht und zwischenzeitlich sehr, sehr gering war. Aber was bitte ist denn da bei den Interaktionen und der wöchentlichen Reichweite los? Das sind so Dinge, die ich nicht einordnen kann. Und alle vier Werte stellen sich mit den Fäusten in den Hüften hin und fragen mich, was ich mit der Facebook-Seite noch anfangen soll.

Anderen geht auch die Reichweite verloren

Wenn man sich so umschaut, dann sieht man viele Seitenbetreiber darüber jammern, dass sie nicht mehr die Menge an Nutzern erreichen, die sie gewohnt waren. Es ist wohl nur noch ein ganz kleiner Anteil der Abonnenten. Wenn Sie oben in die Diagramme schauen, dann fällt Ihnen auf, dass da mal eine Weile lang überhaupt nichts passiert ist und meine Facebook-Seite quasi unsichtbar war. Ich habe kaum jemanden erreicht, und niemand hat mit der Facebook-Seite interagiert. Jetzt hängt bei mir kein Geschäft dran. Das ist bei anderen Betreibern anders, denn da können schon mal Kunden ausbleiben.

Facebook hatte vor längerer Zeit erklärt, dass der Rückgang damit zusammenhängt, dass zu viele Inhalte bei Facebook veröffentlicht werden würden. Außerdem filtert der Netzwerk-Riese die Inhalte, um den Nutzern das anzuzeigen, was sie vermutlich sehen wollen. Mit anderen Worten: Facebook erstickt an den Beiträgen. Um aus all dem Wust heraus zu ragen, soll man laut brüllen oder jemanden für’s Brüllen bezahlen, im Sinne des Unternehmens also Facebook im Idealfall. Ich soll also Geld dafür bezahlen, damit die Einträge auf meiner Facebook-Seite ihre Empfänger finden? Nix da.

Was kann man also gegen den Schwund tun?

Klar, man kann Facebook dafür bezahlen, besser sichtbar zu sein. Irgendwelche Beiträge oder gleich die ganze Seite bewerben. Ganz ehrlich: Ich hatte hier und da mal einen Werbegutschein von Facebook bekommen. Damit habe ich herum experimentiert. Aber egal, ob ich so etwas einsetze oder nicht, Reichweiten und Co. verhielten sich ziemlich unverändert. Meiner Meinung nach bringt so etwas nicht viel. Gut, man könnte sich „Likes“ kaufen, das ist ein beliebtes Mittel. Aber ehrlich gesagt, will ich niemanden bescheißen. Und genau das wäre es ja unterm Strich. Was kann man also tun?

Sollten vielleicht nur noch Beiträge bei Facebook landen, bei denen ich denke, sie hätten dort Publikum? Das empfehlen diverse Experten. Dazu müsste man wissen, was bei Facebook am besten läuft. Ich glaube, es sind Alltagsdinge. Und dann empfehlen Experten auch noch Videos. Denn denen gehöre die Zukunft. Ach, und man soll hauptsächlich unterhalten. Nun ja, das mache ich eher weniger. Und ehrlich: Man soll auf Links verzichten? Nee, man soll doch bei mir im Blog lesen und nicht bei Facebook.

Nichts für mich

Ich denke, der ganze Schmus mit den Facebook-Seiten passt nicht wirklich zu mir. Ich meine, das ist nach der Google-Suche und Direktbesuchen meine drittstärkste Besucherquelle. Aber mit nicht einmal 2% aller Besuche. Und dafür mache ich mir den Aufwand? Zumal ich nach Google Analytics den Verdacht habe, dass Artikel am besten bei Facebook aufgerufen werden, wenn ich sie in irgendeiner Gruppe, in der ich angemeldet bin, erwähnt und verlinkt habe. Aber mal ehrlich: Dafür muss ich mir doch bestimmt keine Facebook-Seite halten.

Ich denke, Facebook-Seiten sind nicht für Anbindung von persönlichen Blogs an Facebook geeignet. Ich meine, meine kleine Spielwiese bei Facebook habe ich eigentlich ganz gern. Aber es ist halt etwas zusätzliches, was betreut werden muss. Insofern denke ich offen darüber nach, dass so eine Facebook-Seite nichts für mich ist. Und wer weiß, vielleicht schalte ich sie ja auch irgendwann mal ab.

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