Content-Tröten: Geht es denn nicht leiser?

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Wie ich diese Content-Tröten hasse! Das kann ich überhaupt niemandem beschreiben. Die sind laut und schreien ihre Leser an. Das ist höchst unangenehm von denen. Und bei den Content-Tröten geht es eigentlich immer gleich im Titel los. Die benutzen sicher sowas wie Baukästen für Artikelüberschriften. Und es gibt leichte Larifari-Kost. Lasst mich doch damit bitte in Ruhe.

Was macht Blogs zu Content-Tröten?

Eine Tröte ist ein primitives Blasinstrument, das dafür verwendet wird, Effekte, Lärm oder Signale zu erzeugen. In den letzten Jahren ist eine neue Art dazu gekommen, nämlich die Vuvuzelas, die in Südafrika von den Fans beim Fußball eingesetzt werden. Wir kennen diese lärmenden Dinger in Europa seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014.

Das Alles sind Tröten auf die eine oder andere Art und Weise. Alles geht in die Richtung “Alle mal herhören, ich habe etwas wichtiges zu verkünden”. Und so kommt dann ein Blog aus Österreich auf einer kostenfreien Plattform auf die Idee, seinen Lesern im Titel zu verkünden: “Wir werden belogen! Dieser Blog behandelt wichtige Themen die in den Medien nicht gezeigt werden, obwohl unsere Gesundheit und unser Leben davon abhängen.”

Überhaupt, wenn man nach der Behauptung “wir wurden alle belogen” sucht, stößt man auf allerlei seltsame Einlassungen. Aber es geht noch besser. Wenn nämlich Besserwisser-SEO-Blogs um die Ecke kommen und der Welt partout erklären wollen, wie und wo der Hase lang läuft. Dann ist eigentlich alles zu spät. Wie sehr ich solche Content-Tröten hasse, kann ich euch gar nicht erschöpfend erzählen.

Ich wollte doch nur mehr erfahren

Da gibt es Blogs, die einem immer wieder erzählen, welchen Content Leser und Suchmaschinen “lieben” würden. Und dann hoffst du darauf, irgendwas spannendes zu lesen und merkst sofort, dass du einer Content-Tröte auf den Leim gegangen bist. Mit einer markigen Überschrift wird genau das genannte Thema angepriesen. Und dann bekommst du eine Liste.

Mehr nicht. Eine einfache Liste. Was zum Teufel soll ich damit?

Gut, es folgt noch mehr, wenn man denn Lust hat, unter die Liste und die “Infografik” zu schauen. Aber viel kommt da nicht. Womit soll man sich denn da inspirieren? Und so geht es mir mit vielen Dingen, die uns die Content-Tröten in die Ohren lärmen. Und zwar nicht nur in Form von aufgeblähten Blog-Artikeln, sondern auch mit allerlei anderen Medien-Formen.

Dann freue ich mich immer wieder über Blog-Artikel von Autoren, die wirklich etwas zu sagen haben. Denen der Inhalt an erster Stelle steht. Da Suchmaschinen immer auch etwas gegen Themen-fremde Links haben und ich den guten Ruf anderer Blogger nicht beschädigen will, kann ich leider den Jan Kappen nicht verlinken.

Aber solche Leute sind es, weshalb ich hoffe, dass die Blogger-Welt lange Bestand hat. Und ich hoffe, dass wir über kurz oder lang immer weniger Content-Tröten erleben werden. Freilich, das wird noch eine ganze Weile dauern. Aber vielleicht haben wir Glück, und all das löst sich irgendwann in Wohlgefallen auf.

Gehöre ich eigentlich auch dazu?

Ich will es mal nicht ausschließen, dass ich auch zu den Content-Tröten gehöre, die mit *TRÖÖÖÖT* und “Alle mal herhören!” irgendwelches halbgares Zeug von sich geben. Wer ist denn schon davor gefeit? Man sagt sich ja gern mal: Wenn es bei XYZ funktioniert, muss ich das jetzt auch mal so machen. Und deshalb kann ich das auch bei mir nicht ausschließen.

Man kann eigentlich nur so gut wie möglich versuchen, auf so etwas zu verzichten. Ich meine, solche Content-Tröten helfen doch niemandem weiter. Was meint ihr denn, wie enttäuscht ich von solchen Artikeln bin, in denen nichts ausgesagt wird. Wie gesagt, das kann bei mir ähnlich sein. Wer weiß das schon?

Naja, und allen, die sich bewusst als Content-Tröten verhalten, möchte ich eigentlich mal einen kurzen Clip von den Teletubbies um die Ohren hauen. Denn so muss das bei den Lesern ankommen:

Ein Kommentar

  1. Der Titel: Content-Tröte ist aber auch eine gute Content-Tröte gewesen. Zumindest für mich!
    Ich gebe dir in allen Punkten recht. Aber irgendwo müssen doch diese ganzen SEOs hin, die die Hochschulen gerade ausspucken. Und manche machen sich dann selbstständig als “Freelancer” und erklären uns einsamen Blogger die Content-Tröten-Welt. Samt Podcast, E-Book, Webinar usw.
    Das geht mir wahnsinnig auf den … Dingens.
    LG
    Sabienes

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