Reboot: Den Blog neu erfinden – Sommerpause

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Eine kleine Sommerpause steht an. Und danach wird es so etwas wie einen Reboot hier im Blog geben. Ich muss es machen, da es nicht anders geht. Zu vieles habe ich in letzter Zeit hinterfragt. So kann es nicht weitergehen. Also mit dem Hinterfragen. Ich habe eine Erkenntnis gewonnen, die ich so nicht undurchdacht stehenlassen kann. Ich möchte Sie gern daran teilhaben lassen, bevor der Reboot kommt. Aber er kommt. Versprochen.

Was zum Teufel meine ich mit Reboot?

Unter einem Neustart – oder eben auf Englisch „Reboot“ – versteht man für gewöhnlich so etwas wie das erneute Hochfahren des Computers, nachdem dieser bereits eingeschaltet ist. Dieser kann bei verschiedenen Begebenheiten notwendig werden: Neue Software wurde installiert, das System ist blockiert oder abgestürzt, oder ein System hat ein Update erhalten, das außerhalb des Betriebes eingebunden werden soll. Derlei Möglichkeiten gibt es also viele.

Ich bin mit diesem Blog an einem Punkt angekommen, an dem dieser auch mal einen Reboot vertragen kann. Und ich muss mein Treiben im Blog überdenken. Denn hier ist in der ganzen Zeit einiges schief gegangen. Das muss ich dringend korrigieren. Und aus diesem Grund wird es diesen Reboot nun geben. Aber ich komme wieder mit dem Blog. Nur eben ein wenig anders.

Stelle ich jetzt alles infrage?

Ich bin in meinen Blog-Gewohnheiten ziemlich festgefahren. Es gabe einige Jahre hier auf dem Blog, in denen ich drei, vier, manchmal sogar fünf Artikel zusammen geklimpert habe. Es hat mich viel, viel Disziplin gekostet, das Ganze zu reduzieren. Irgendwann sagte ich mir, dass ich nicht mehr zu allem irgendwas halbgares beitragen muss. Aber ich ziehe das eben nicht konsequent genug durch. Und wie ist das mit der Tiefgründigkeit? Ich glaube, bei vielen Artikeln kratze ich nach wie vor nur an der Oberfläche.

Nein, ich stelle nicht alles infrage. Ich weiß ja, dass ich mit dieser Seite hier einiges erreicht habe. Und das nenne ich auch Erfolg. Manch anderer würde Erfolg anhand von Umsatz, Reichweite und sonst irgendwelchem Gedöns messen. Ich mache das, indem ich mir vor Augen führe, dass ich hier doch schon viele Fragen beantworten und Probleme lösen konnte. Außerdem ist es durchaus ein Erfolg, wenn man mit sich im Reinen ist.

Aber ich hadere eben mit so einigen Dingen. Hauptsächlich ist es die Themenvielfalt. In meiner Umfrage zum Blog, an der Sie noch bis Ende August teilnehmen können (danach wird der Link nicht mehr funktionieren), ergibt sich bisher das Bild, dass gemischte Themen (Kategorie „Allgemein“), Musik, Sport, Wirtschaft und Soziales, Mobil-Themen und meine persönlichen Themen weniger interessieren. Es sind die Themen Informatik, Bloggen und WordPress, Digitalisierung, Smart Cities und Nachhaltigkeit. Und das sind auch die Themen, die mich mehr beschäftigen.

Ziele: Was will ich?

Bisher bin ich immer ganz gut damit gefahren, alles zu wollen. Ich wollte erzählen, erklären, helfen, berichten, mich austauschen und alles mögliche. Aber wer alles will, bekommt meistens nur wenig. Und auch deshalb ist der Reboot gut und richtig, ja auch wichtig: Ich muss meine Ziele hinterfragen. Ich kann nicht alles machen. Will ich auch nicht. Und deshalb werde ich mich auf folgende Themen konzentrieren:

  • Die Gesellschaft von morgen: Wie können wir mit smarter Infrastruktur und Nachhaltigkeit eine lebenswerte Gesellschaft bauen und erhalten? Vor allem spielt meine Heimatstadt Leipzig eine herausragende Rolle.
  • Sichere Digitalisierung: Wie wollen wir mit der digitalen Welt sicher umgehen?
  • WordPress und Bloggen: Meine Erkenntnisse zum Bloggen und zu WordPress, vielleicht Hinweise, Anleitungen, Lösungsvorschläge.

Das wiederum bedingt, dass ich mich mit anderen Dingen weniger bis gar nicht beschäftigen werde. Und das bedingt dann auch noch mehr: Stammleser, die wegen meiner politischen Themen oder wegen Fußball oder Musik hier gelandet sind, werden sich vor den Kopf gestoßen fühlen. Und es bedingt eine neue Struktur hier auf dem Blog. Das ist eine enorme Kraftanstrengung. Und vielleicht werde ich auch kurz davor sein, den Blog an die Wand zu fahren. Aber es wird kommen.

Warum mache ich das Alles?

Jetzt könnte man auf die Idee kommen zu sagen, dass der Uhle ja vielleicht gar keinen Bock mehr auf seinen Blog hat. Aber das ist keineswegs der Fall. Ich habe sogar riesigen Bock drauf. Aber ich muss hier mal mehr Struktur hinein bringen. Bei manchen Inhalten glaube ich sogar, dass man gar nicht mitbekommen wird, dass die der Neuausrichtung zum Opfer gefallen sind. Denn es ist nun mal so, dass alles irgendwo seine Abhängigkeiten hat.

Insofern wird vermutlich schon die Politik eine Rolle spielen. Aber ich werde ihr keine eigene Kategorie mehr einrichten, wie derzeit noch mit „Wirtschaft und Soziales“. Und warum ich das mache? Mich interessieren die genannten Themen, und ich möchte darüber aufklären und erzählen und sowas. Es soll auch klar werden, dass ich weiß, wovon ich da erzähle. Ich denke, das kam auch oft genug zu kurz.

Als Blogger wird man auch gern als Experte angesehen. Ich denke, die Zeiten, dass man nur vor sich hin bloggt, sind größtenteils vorbei. Zwar wird dies auch weiterhin hier stattfinden, nehme ich an. Aber es wird dann doch mehr um Hintergründe und so etwas gehen. Denn ich bin ja eigentlich ein tiefsinniger Mensch. Und das sollte auch in Form von Wissen, Beobachtung und Meinung hier klar werden. Genau deshalb gibt es diesen Reboot.

Aber jetzt erstmal Sommerpause

Spätsommer in Stünz
Spätsommer in Stünz

Jetzt mache ich erstmal Pause. Natürlich wird es was zu erleben geben. Und vielleicht erzähle ich auch wieder davon. Ich weiß ja, dass solche Artikel hier ganz gut ankommen. Aber vielleicht schon unter dem Gesichtspunkt, dass es einen Reboot des Blogs gegeben hat. In meiner Pause werde ich mir genau überlegen, wie ich meine Neuausrichtung genau vollführe. Vielleicht finde ich ja auch Hinweise, wie das andere gemacht haben.

Ich denke nicht, dass ich die ganzen alten Artikel rauswerfe. Sie gehören ja zum Blog. Es wäre ein Jammer und würde auch nicht zu meinem Credo passen, dass es schade um jede Geschichte ist, die nicht erzählt wird. Vielleicht mache ich für Artikel, die nicht mehr zu den Kernthemen gehören, eine Gemischtwaren-Kategorie auf. Vielleicht auch etwas anderes. Wir werden sehen.

Ein neues Aussehen wird es vermutlich nicht geben. Einerseits bin ich mit dem aktuellen ganz zufrieden. Und andererseits haben das auch meine Leser ganz gern. Aber alles andere wird mehr oder weniger neu gedacht. Ich denke, gegen Mitte / Ende August zurück zu sein. Und dann werden wir ja sehen.

Bis dahin wünsche ich erstmal einen schönen restlichen Sommer. Artikel schreibe ich erstmal keine, Kommentare schalte ich auch nicht frei. Es sei denn, Sie haben hier schon kommentiert. Und dann bin ich bald wieder da. Und wir schauen mal, was wir mit dem Reboot hier anstellen.

Wie geben andere Blogger ihren Blogs eine neue Ausrichtung, ohne einen neuen Blog zu starten? Wie haben Sie das Kunststück vollbracht?

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