WordPress 5.0: Gutenberg und Co. stehen bevor

Wenn alles klappt, wird am 27. November 2018 WordPress 5.0 erscheinen. Und ganze Scharen von Bloggen sind beunruhigt und haben ziemlich schlaflose Nächte. Ich sehe das verhältnismäßig entspannt. Diesen Artikel schreibe ich mal wieder mit Gutenberg. So ganz überzeugt der Editor mich nicht. Aber was will ich denn machen? Schimpfen? Bloß nicht!


Was ist so schlimm am Gutenberg in WordPress 5.0?

Bloggen im Gutenberg-Edior

Ich hatte mir ja vorgenommen, immer wieder den Gutenberg auszuprobieren. Ich meine, mit WordPress 5.0 wird das ja der Standard-Editor. Also sollte man schon gewappnet sein, oder? Es gibt sicherlich viel Für und Wider, was den Editor betrifft. Aber nur darüber zu schimpfen, hilft doch niemandem weiter. Darum muss ich mal ganz ketzerisch sagen: Was ist eigentlich so schlimm an Gutenberg?

Und genau das ist es: An Gutenberg ist viel weniger schlimm, als man denkt. Es ist hauptsächlich eine Gewöhnungssache. Und es ist so, dass diverse Plugins einfach (noch) nicht mit dem neuen Editor klar kommen. Und wer weiß, vielleicht muss man bei einigen älteren Artikeln Hand anlegen. Gerade letzteres dürfte die eigentlich spannende Angelegenheit sein.

Macht Gutenberg meine Artikel kaputt?

Ich sehe momentan, dass mein ausgewähltes Artikelbild in der Vorschau des Artikels nicht angezeigt wird. Rufe ich mir einen bereits veröffentlichten Artikel auf, ist aber alles gut. Und dann fällt mir ein, dass es den Block namens „Cover“ oder auch „Titelbild“ gibt. Und ich füge das von mir präferierte Titelbild ein. Die Beschriftung ist dann so eine Sache, da ich ja eine Bildquelle angeben muss.

Für die Quellenangabe des Bildes habe ich ganz unten den Block „Vers“ eingebaut und die Quelle eingefügt. Und im Bild kann nun der Artikel-Titel stehen. Das ist eigentlich gar keine so doofe Idee. Aber das ist eben erstmal nur ein Experiment. Wer weiß, vielleicht gibt es ja mal ein Update für eine Funktion, die ich nutze.

Soweit ich gesehen habe, werden erstmal keine bisherigen Artikel zerschossen. Das kann sich aber durchaus ändern. Sicher bin ich mir da keineswegs. Und das ist eben eins der Hauptprobleme. Soweit ich das verstanden habe, müsste man seine Artikel zu Gutenberg „migrieren“. Und das sollte man dann doch besser nicht ohne ein gut gehendes Backup machen. Aber das muss ich ja niemandem erzählen, oder?

Viel Lärm um nichts?

Jetzt kann man bezüglich WordPress 5.0 einiges an Diskussion finden, wenn man denn will. Wichtig ist, dass man sich mit dieser doch ziemlich einschneidenden Änderung eingehend beschäftigt. Dazu helfen Artikel wie dieser schon einmal weiter. Am Ende ist es so, dass WordPress 5.0 auf jeden Fall den neuen Editor mitbringen wird. Mit dem hat man große Möglichkeiten.

Man kann aber auch immer wieder zurück auf die herkömmliche Art und Weise, Artikel zu schreiben. Insofern kann man schon die Frage stellen: „Viel Lärm um nichts?“ – Nichts ist vielleicht zu wenig. Aber ich glaube, es ist nicht ganz so schlimm, wie man denkt. Vieles wird einfacher, manches wird umständlicher. Und es gibt Plugins von WordPress, die mit Gutenberg einfach nicht klar kommen.

Aber im Großen und Ganzen ist es wohl schon eine Bereicherung. Das muss man sich halt alles mal anschauen. Manches wird nicht gleich funktionieren, vielleicht sogar erst implementiert werden müssen. Aber es spricht nichts dagegen, Gutenberg und Co. in WordPress 5.0 einzusetzen. Und man kann alles jetzt schon testen.

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6 Kommentare

  1. Hallo
    ich hab das Gutenberg Dings noch immer nicht getestet, finde es aber aufgrund aller Meinungen weiterhin unnötig.
    Meinen Autoren eigener Sites und Webbetreibern externer Sites, denen ich mal WP „aufgeschwatzt“ und installiert, eingerichtet habe, brauch ich das auch nicht zumuten – die wollen auch beim alten Editor bleiben. Ich auch.

    Quellenangabe des Bildes:
    Obacht: Trotz das „unsere“ bekannten Anwälte (wie zB. Dr. Schwenke) die Platzierung von Credits entspannt sehen – die Abmahnanwälte sind gegenteiliger Meinung!
    sa.: https://drschwenke.de/copyright-hinweis-bedeutung-notwendigkeit-tipps-muster/#Wo_kann_ein_Urheberrechtshinweis_auf_einer_Website_platziert_werden

    Also: Bitte Credits so nah als möglich ans Bild rücken, wenn (lt. Nutzung erlaubt), auch Wasserzeichen rein. Entfernte Platzierungen sind zwar oft üblich, manchmal sogar im Impressum oä. versteckt – aber das ist gefährlich.
    (Nur bei PIXABAY ist das alles eh wurscht. Da bräuchte man eigentlich eh nix hinschreiben: https://pixabay.com/de/blog/posts/public-domain-bilder-und-bildrechte-was-ist-erla-33/)

    Den Block „Vers“ finde ich doch doof – Sorry, aber du weist, ich sage immer meine Meinung offen und ich finde das unpassend. Nicht nur zu weit weg, sondern einfach … hmmm bäh. Sorry …

    1. Hallo,

      ja, das ist wirklich eine Schwachstelle. Eigentlich habe ich ein Plugin, das genau diese Bildunterschrift direkt unter das Featured Image pappt. Alles gut, alles super. Nur funktioniert das gerade noch nicht mit Gutenberg. Ich finde die Lösung mit dem „Vers“ auch bloß „bäääh“. Aber im Moment ist es erstmal die Möglichkeit.

      1. Ein Plugin? Eigentlich sollte das Theme (unabhängig vom Editor) sowas genau dorthin „pappen“.
        Beim ersten Bild oben schaut das eh ok aus, der FI „wp-caption-text“ wird gezeigt. Für was also nochmals so einen „Vers“ reimen?

  2. Hallo
    Nun ist es mit Gutenberg wie mit dem Wintereinbruch: Wir wussten alle, er kommt und sind dann doch vom Schnee, äh. Gutenberg „überrascht“.
    Nun steht auch noch ganz unvermutet der 27.11 vor der Tür und ich habs verabsäumt, das Update, bzw. die automatische Installation von dem Editor zu verhindern.

    Ich muss es ja nicht nur für unsere Sites machen, wo ich das Ding keinem der Autoren zumuten darf, sondern auch die vielen anderen externen Sites sind zu beachten. Ich will nicht morgen von einer Mail-Lawine überrollt werden, einer Flut an Protesten der Betreiber was ich da angestellt hätte.

    Also wie sollen wir uns vor dem unnötigen Kram schützen?
    1.) Alle Updates deaktivieren?
    2.) Nur diese Hauptversionen (idF. die 5) abschalten?
    3.) Einfach nur den Gutenberg Editor deaktivieren: add_filter(‚use_block_editor_for_post‘, ‚__return_false‘);
    4.) Reicht es, das Classic Editor Plugin installieren?
    5.) Was gäbe es noch?

    Die Auswahl ist ja gemäß https://codex.wordpress.org/de:Automatische_Hintergrund_Updates_einstellen groß, nur was ist sinnvoll?

  3. Hallo!
    Ich habe diesen Gutenberg Editor mittlerweile getestet und muss sagen, der posthume Pate würde im Grab rotieren, wüsste er für was man seinen guten Namen da missbraucht.

    1.) Gutenberg schockt:
    Eine Oberfläche wie Paint. Als ob das dümmlichste „Grafiktool“ von MS über WP gestülpt wäre.
    2.) Gutenberg bremst:
    Hatte noch nie die FF Meldung: „Eine Webseite verlangsamt ihren Browser …“ – seit Gutenberg schon!
    3.) Gutenberg ist eigensinnig:
    Man kämpft mit den Bau-Klötzchen, hat dann endlich alles an der gewünschten Stelle fixiert – und beim neuerlichen Öffnen ist alles anders …
    4.) Gutenberg sponsert Abmahner:
    Denn zeitweise frisst er Bildbeschreibungen, also Copyright, Bildnachweise, usw.

    Bevor ich Gutenberg produktiv einsetze, bastle ich wieder alle Sites selbst – mit dem genialen TinyMCE als CMS-Herzstück. Damit bin ich 10 Jahre gut gefahren (aber die Core-Wartung wurde irgendwann zu viel, also Umstieg auf WP)

    Leider gibt es nicht wenige Nachrichten, die besagen, dass es mit den im vorigen Kommentar beschriebenen Alternativen (3 uo. 4) nicht für immer klappt. Man munkelt, dass WP eines Tages dieses Plugin nicht mehr unterstützt.

    Naja, eine alternative Sache hätte ich da noch:
    https://www.classicpress.net/ Wenn ich das richtig verstehe, könnte sich dort das Lager der Gutenberg-Rebellen treffen?
    Soweit ich es kapiere, zweigen die ab WP v 4.9.8 einen Fork ab und machen ohne Gutenberg weiter.

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