Blogger-Entscheidung: Blog oder soziale Netzwerke?

Was erzähle ich denn hier von einer Blogger-Entscheidung? Und wieso fange ich jetzt an, den Blog und die sozialen Netzwerke gegeneinander auszuspielen? Jahrelang war ich ja darauf aus, beides möglichst gut miteinander zu verknüpfen. Und eigentlich nutze ich ja beides. Aber ist es wirklich so, dass man beides unbedingt als Blogger haben muss? Ich erzähle mal meine Gedanken dazu.

Wozu eine Blogger-Entscheidung?

Ich weiß nicht, wie lange es diesen Blog noch geben wird. Denn die Autorin Anna hatte angekündigt, den Blog zu schließen. In dem verlinkten Artikel erzählt sie davon, dass sie schon länger an ihrem Blog zweifelte. Soweit ich sehen kann, liegt das auch an den sozialen Netzwerken. Und es liegt an den unsinnigen rechtlichen Monstern, die Brüssel geschaffen hat. Und sie fühlt sich eingeengt.

Ich werde mir Gedanken zu meinem weiteren Internet-Tummeln machen. Denn ich will nicht irgendwann mal vor der Frage stehen, wann ich den Blog schließen werde. Nicht ob, denn die Frage ist da schon beantwortet. Ich will mich einfach nicht aufreiben. Und wenn ich mir so überlege, was zum Teil in de sozialen Netzwerken los ist, muss ich mir wirklich die Frage stellen, ob ich da überhaupt noch teilnehmen will.

Deshalb die Blogger-Entscheidung. Und ganz ehrlich: Mir wäre da mein Blog lieber als jeder Account in den sozialen Netzwerken. Denn man befindet sich dort halt nur im geborgten Internet. Herr im Haus ist man da eh nicht. Warum also braucht man als Blogger Kanäle in allen möglichen Netzwerken? Als Blogger hat man eigentlich seinen Blog. Alles andere sollte wesentlich weniger wichtig sein. Und deshalb muss man sich entscheiden.

Wieso hast du denn überhaupt einen Blog?

Ich wurde ja lange Zeit ausgelacht, was meinen Blog betrifft. Und noch heute können viele Leute nicht zwischen den Begriffen „Blog“ und „Blog-Artikel“ unterscheiden. Es gibt immernoch zu viele Menschen, denen Blogger irgendwie suspekt sind. Und oft genug habe ich da an mir gezweifelt. Aber ich habe immer weitergemacht. Und wenn ich halt wirklich eine Blogger-Entscheidung treffen müsste, würde diese immer pro-Blog ausfallen.

Ich nutze meinen Blog ja als Kommunikationsplattform, Tagebuch und all sowas. Mir geht es eigentlich um den Austausch. Und Geldverdienen stand nie im Vordergrund. Deshalb habe ich auch keinen Sinn dafür, in irgendeine Nische zu verschwinden. Ich will alle Themen, die mich beschäftigen, behandeln. Damit ist ein monetärer Aspekt sowieso eher nur gering.

Mein Blog ist quasi „mein Baby“. Und er kommt immer vor den sozialen Netzwerken. Bei aller Wichtigkeit sollte aber dennoch „das echte Leben“ nie zu kurz kommen. Dennoch wird es – so lang es geht – meine Spielwiese geben. Und hier entscheide ich, ob und wann hier Schluss sein wird. Und da mir das eine gewisse Freiheit lässt, wird es besser diesen Blog geben statt irgendeines Profils in sozialen Netzwerken. Und deshalb habe ich am Ende meinen Blog.

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8 Kommentare

    1. Hallo Daniel,

      zweifelsohne geht es auch ohne. Ich hab schon mitbekommen, dass du nicht mehr bei G+ zu finden bist. Ich nehme mir dafür lieber meine Pausen. Und ehrlich: Wenn ich dann schon mal Zeit habe, dann lieber für einen Artikel im Blog, als dass ich einem sozialen Netzwerk meinen Inhalt in den Rachen werfe.

  1. Hi Henning,

    da muss ich keine Sekunde nachdenken. Eindeutig würde der Blog bleiben. Damit bin ich frei, unabhängig von irgendwelchen Algorithmen oder Anbieter, die morgen keine Lust mehr haben.

    Dort kann ich tun und lassen was ich will, kann kreativ sein, meine Zielgruppe ansteuern und was weiß ich noch alles.

    Und ich setze es teilweise schon um. Instagram Account ist gelöscht, Google+, nutze ich nicht mehr (Account löschen geht da nicht, wenn man noch andere Dienste nutzt), Youtube habe ich das letzte Video vor über einem Jahr hochgeladen, Twitter nutze ich eigentlich nur noch als Nachrichtenkanal, Pinterest sehe ich nicht als SM, sondern als bilderbasierte Suchmaschine.

    Am Ende bleibt also nur noch Facebook. Da mache ich noch ein wenig weiter, so lange da noch Leser auf den Blog kommen. Sollte die Reichweite da aber weiter eingeschränkt werden oder nur noch gegen Cash zu erreichen sein, dann mache ich da auch die Lichter aus.

    LG Thomas

    1. Hallo Thomas,

      genau das ist meine Meinung: Lieber der Blog als irgendein soziales Netzwerk. Am Ende mache ich genau das, was du auch machst. Ich denke auch daran, Instagram zu verlassen, da ich nicht wirklich Verwendung dafür habe. G+ ist auch nur auf das Nötigste beschränkt. Bei Facebook treibe ich mich auch nicht so richtig herum. Nur Twitter nutze ich einigermaßen intensiv. Aber eben als Nachrichtenquelle. Pinterest kann ich immernoch nicht einordnen, ob das was für mich ist.

  2. Es tut mir leid, aber welche echte Alternative zu einem Blog soll es denn geben? Blogs sind die einzige Plattform die etwas taugt. Ich zb komme von YouTube (treibe mich da seit 2009 herum) und kann dir sagen da ist kein Gold auf der anderen Seite. Das gleiche gilt für Facebook, Twitter und Instagram. Ok ich gebe zu, diese Plattformen waren wirklich 2014 eine bessere Alternative zu einem Blog, aber das ist nun Vergangenheit. Man merkt diesen Webseiten leider an das sie recht verlebt sind. Daher habe ich auch umgesattelt auf Blogger und bin gerade dabei zwei Blogs ins Leben zu rufen. :)

    Meiner Meinung nach ist es sinnvoll einen Blog als Zentrale Plattform zu betreiben und weiteres Zeug wie Twitter, Facebook und Co als Erweiterung dazu zu nehmen, abhängig was man braucht. bzw finde ich die Sozialen-Netzwerke sind total überschätzt und überlaufen ;D

    1. Hallo Daniel,

      du schreibst: „Meiner Meinung nach ist es sinnvoll einen Blog als Zentrale Plattform zu betreiben und weiteres Zeug wie Twitter, Facebook und Co als Erweiterung dazu zu nehmen, abhängig was man braucht“. So in etwa ist meine Strategie. Blogs sind im Laufe der Zeit wirklich zu Kommunikationsplattformen geworden. Nur kann man sich als Betreiber auf ihnen tummeln, was ja bei sozialen Netzwerken nicht mehr unbedingt immer möglich ist.

  3. Hallo Henning,( darf ich so sagen?)
    Angeregt von Jaron Laniers „10 Gründe, warum Sie Ihren SocoalMedia Account sofort kündigen sollten“ kommt das Bloggen bei mir vorbei und damit trusted Blogs und hier wiederum gleich dieser Artikel.
    Mein FB und Instagram befülle ich recht regelmässig, echter Austausch findet dort aber eher selten statt. Das ist für mich dann gar nicht so Social.
    Da ich in der Thematik noch jung bin – aber leider nur da- weiß ich nicht genau, wie alles so wird. Aber alle haben mich hier überzeugt, sozusagen offenen Türen eingerannt. Vlt. werd ich als erstes mal die im Artikel aufgeworfenen Fragen beantworten.
    Ich hoffe dass mein Kommentar nicht völlig neben der Spur ist und gelobe Besserung.

    1. Hallo Klaus,

      warum soll der Kommentar neben der Spur sein? Trusted Blogs ist eine gute Anlaufstelle für „an Blogs interessierte Leser“. Und Blogger können darüber neue Erfahrungen sammeln und all das. Also irgendwie alles, was man „früher“ in den sozialen Netzwerken tat. Bevor die von den Selbstdarstellern bevölkert wurden.

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