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Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de Feuer - (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

30 Jahre „Hot Hot Hot“ von The Cure

„Die Gruftis“ wurden sie genannt. The Cure waren alles, nur niemand aus einer Krypta auf dem Friedhof. Wenn man so will, war die Band im Alternative Rock zuhause. Dass sie aber noch viel mehr drauf hatte, bewies die Band im Februar 1988 mit der wüsten Funk-Nummer „Hot Hot Hot“. Das Lied war mehr so mittel-erfolgreich. Aber Robert Smith und seine Band zeigte damit, dass sie durchaus mehr konnten, als einfach irgendwie anders sein.

Hot Hot Hot!!! – Heißer als heiß

Das erste Mal, dass ich sah, dass der Blitz einschlug, sah ich es unter der Erde. Sieben Fuß tief unter der Straße kam der Himmel krachend herunter. Für eine Sekunde war der Ort verloren im Weltraum, dann wurde alles schwarz. Ich verließ den brennenden Keller und kam nie wieder zurück.

Das zweite Mal, als ich es einschlagen sah, sah ich es auf dem Meer. Es zündete wie Regen alle Fische an und ließ sie auf mich hinab regnen. Für eine Sekunde schwamm das Boot noch frei, dann wurde alles schwarz. Ich ließ es unter Wasser zurück und kehrte nie wieder zurück.

Das dritte Mal, dass ich sah, dass der Blitz einschlug, erwischte es mich im Bett. Es warf mich umher und überließ mich dem Tod. Für eine Sekunde war der Raum auf dem Mond, dann wurde alles schwarz. Ich verließ das Haus des Feuers und kehrte nie wieder zurück.

Hey hey hey, aber ich mag es, wenn der Blitz kommt. Ja, ich mag es sehr. Ja, ich hüpfe wie ein Hampelmann. Tanzen, schreien, jucken, quietschen, fiebrig fühlen: Heiß, heiß, heiß!

Was sollte das?

Ich war damals 14 Jahre alt, als uns der DDR-Jugendsender mit dem Lied beglückte. The Cure waren im Osten irgendwie eine feste Größe. Aber die Band war halt eine „Grufti-Band“. Ich dachte mir damals, als ich das Lied hörte, dass das ja komische Gruftis sein müssen, wenn die so Musik von sich geben, die ein wenig nach John Cougar Mellencamp klingt. Naja, ganz so war es dann ja nicht. Aber seltsam kam das schon an.

Dieses „Hey hey hey“ im Refrain klang so, als wären The Cure da auf irgendeiner Party übrig geblieben. Ich wusste nichts mit dem Lied anzufangen. Ich kannte von früherer Zeit „In between Days“ oder „Close to me“. Was da mit „Hot Hot Hot“ kam, war mir irgendwie fremd. So ein richtig durchschlagender Hit war es aber auch für andere nicht.

Jedenfalls wirkt es so, als hätte Robert Smith es immer schon gut gefunden, wenn mit lautem Krachen irgendwas kaputt geht. So war das dann auch beim Album „Disintegration“ und dort vor allem bei dem überragenden „Fascination Street“. Aber „Hot Hot Hot“ bleibt wohl irgendwie in meinen Ohren ein Fremdkörper im Schaffen von The Cure.

Das Lied

 

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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