Apokalypse - Sind wir noch zu retten? - Bild von Jan Mallander auf Pixabay

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Apokalypse – Sind wir noch zu retten?

Eine Apokalypse ist eine prophetische Schrift über das Ende der Welt oder eine fürchterliche Katastrophe. Über beides müssen wir uns der Ereignisse unterhalten. Was da in Sachen Wetter zu beobachten ist, geht auf keine Kuhhaut mehr. Und es gibt deutsche Spitzenpolitiker, die seit der Regenkatastrophe im Westen Deutschlands immernoch behaupten, das hätte man ja nicht vorhersehen können. Alles Lüge. Ich bin sackig ohne Ende. Aber wir müssen das ja schon mit dem notwendigen Anstand besprechen.

Apokalypse, Katastrophe? Geht es nicht ein bisschen kleiner?

Wir alle haben schon mal mehr oder weniger irgendwas von der Offenbarung des Johannes gehört, oder? Ich will gar nicht so sehr auf dieses Kapitel im Neuen Testament eingehen. Denn das wäre angesichts der aktuellen Situation auch unpassend. Jedenfalls nennt sich dieses Kapitel auch „Apokalypse“. Das altgriechische Wort bedeutet: Enthüllung. Gemeinhin sagt man heutzutage irgendwas, dass der Abschnitt nach wie vor große Strahlkraft hat und auch Sekten antreibt.

Eine Katastrophe wiederum ist ein großes, schweres Unglück. Das Wort leitet sich auch aus dem Altgriechischen ab und bedeutete dort „völlige Wendung“. Wer eine Nintendo Switch besitzt und darauf „Zelda – Breath of the Wild“ gespielt hat, weiß auch, wie das Ereignis mal bezeichnet wurde: Als Verheerung. Allgemein ist das also ein großes Unglück. Und wenn wir uns auf der Welt umschauen, dann ist genau das eingetreten. Und es wurde vorhergesagt, offenbart. Es gab also die Apokalypse.

Permafrost ist nicht mehr permanent

Es wird immer wärmer auf der Welt. Das wissen wir. In Sibirien brennt der Boden, weshalb der Permafrost auftaut. Das hat gigantische Folgen. Methan und Kohlendioxid werden freigesetzt. Das klingt wie larifari. Aber das sind nun mal Treibhausgase, welche die Atmosphäre aufheizen. Das wurde hier anschaulich beschrieben. Was viele Jahrhunderte für unmöglich gehalten wurde, passiert nun. Das hat ganz fatale Folgen für die gesamte Welt.

Es findet aber nicht nur in Sibirien statt. Auch Kanada beobachtet das Ganze. Dort gab es ja besorgniserregend hohe Temperaturen. So, wie in Sibirien, Nordnorwegen und sonstwo. Und was ist eigentlich mit der Antarktis? Dort schmilzt der Eisschild. Das wurde vor längerer Zeit vorhergesagt. Es gab also auch hier eine Art Apokalypse. Und was passiert dann, wenn das ganze Eis geschmolzen ist? Was geschieht dann auf der Welt?

Aber Klimawandel gab es doch immer…

Es gibt viele Behauptungen derzeit. Es ist schon richtig, dass sich das Klima immer wieder gewandelt hat. Ich meine, es gab auf der Erde immer Warmzeiten und Kaltzeiten / Eiszeiten. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Allerdings geht das ganze Treiben auf unserem Planeten den meisten Wissenschaftlern entschieden zu schnell. Und es gibt zwei globale Ereignisse, bei denen es fatal wäre, wenn sie gleichzeitig auftreten. Aber genau das ist der Fall.

Einerseits ist es der Jetstream, der sich deutlich verlangsamt hat. Das ist quasi die globale Wetter-Autobahn. Er wird zwischen Temperaturregionen oder Tief- und Hochdruckgebieten gebildet. Im Jetstream werden die stärksten globalen Winde gemessen. Und der treibt quasi die Druckgebiete an. Wenn der sich also verlangsamt, werden quasi Unwetterereignisse sich immer mehr regional festsetzen, was dann zu fatalen Folgen führt. Und genau das sehen wir ja immer wieder.

Andererseits ist es der Golfstrom. Immer wieder wird davor gewarnt, dass der versiegen könnte. Er hat sich wohl in den letzten Jahren gewaltig verändert. Und das wiederum hat enorme Folgen für die Meere. Da es immer wärmer wird und das Kontinentaleis schmilzt, wird das Meerwasser immer süßer, was dann den Golfstrom bremst. Derzeit haben wir beides. Wir müssen nicht von einer Apokalypse reden, wenn wir nun sagen, dass das schlimme Folgen hat.

Too much rain over paradise

Über dem Piemont und Südostfrankreich begannen starke Winde und brachten kühle Strömung nach Mitteleuropa. Es bildete sich ein enorm großes, ortsfestes Tiefdruckgebiet mit tagelangem Dauerregen in der Nordwestschweiz. Das setzte sich über Baden-Württemberg, Ostbelgien, Ostfrankreich, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen fort. Die Berichte haben wir alle mehr oder weniger häufig mitbekommen, oder? Es war einfach zu viel Regen.

Wenn wir oben gucken, wofür Apokalypse steht, dann haben wir hier keinen direkten Bezug. Aber in der heutigen Zeit sagt man eben auch, dass eine fürchterliche Katastrophe eine Apokalypse ist. Und die haben die Menschen vor allem im Ahrtal, entlang der Erft und der Maas, praktisch in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Belgien, erlebt. Die Bilder haben wir sicherlich alle irgendwie gesehen. Darüber muss ich nun nicht noch erzählen.

Das Ganze setzt sich nun in Südbayern, Südösterreich und Ostsachsen fort. Überall Regen, der gern auch länger anhält. Wie das weitergeht? Keine Ahnung. Ich bin weder Klimaforscher, noch Meteorologe. Ich habe aber in den vielen Nachrichten mitbekommen, dass das nicht besser werden wird. Viel Wasser fällt auf betonharte Erde, kann dadurch nicht versickern und fließt dann in Kanalisation und Flusssysteme, bis diese überlaufen.

Es gab knochentrockene Jahre, die schlimm waren. Jetzt ist es sehr nass. Oder erinnern wir uns an den Jahresbeginn mit den unfassbaren Schneemengen. Das kommt doch alles nicht von ungefähr. Natürlich ändert sich das Klima. Wer die Warnungen hier in den Wind schlägt, rennt sehenden Auges in die Katastrophe. 1978 schon hatte das ZDF in Person von Hoimar von Ditfurth vor dem Klimawandel gewarnt. Das war wissenschaftlich, aber kann man wohl auch als Apokalypse bezeichnen.

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Apokalypse: Prognose zum Klimawandel von 1978 von Hoimar von Ditfurth

Ob an dem Zustand in jedem Fall der Diesel Schuld hat, weiß ich nicht. Aber eine Auswirkung hat der in jedem Fall. Wie auch jede Plastiktüte, Flugreise und jede in den Fluss geworfene Zigarettenkippe. Jetzt erleben wir, wie der Planet uns zeigt, wer hier nur zu Gast ist. Wir sind nicht mehr zu retten, wenn wir so weitermachen wie bisher. Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten. So als persönlichen Klimaschutz. Ob es was bringt, werden wir sehen. Aber wollen wir es nicht einfach mal versuchen?

Apokalypse - Sind wir noch zu retten? - Bild von Jan Mallander auf Pixabay
Apokalypse – Sind wir noch zu retten? – Bild von Jan Mallander auf Pixabay

4 Kommentare zu „Apokalypse – Sind wir noch zu retten?“

  1. Ökoterrorismus, Panikmache, da muss ich jetzt erstmal ein Fass Diesel im Garten verbrennen! Die wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben haben! Das ist Wetter, kein Klima! Die AFD sagt, das stimmt alles nicht! Eins1111elf!!!!

    …und immer noch liest man solchen unglaublichen Scheiß, wie ich ihn exemplarisch aufgezählt habe.

    Langsam komme ich zu dem Schluss, dass der größte Teil der Menschheit zu dumm ist, um die einfachsten Dinge zu kapieren. Leider reißen sie uns, die wir – wie ich leider mal ganz überheblich sagen muss – den Durchblick haben, mit in den Abgrund.

    Immer noch empfehle ich, mal wieder den Film „The Day After Tomorrow“ anzusehen.

  2. Ende Gelände: „Lasst uns den Brunkohlebagger stürmen“
    Laschet: „Verhaftet sie, prügelt sie!“
    Petrus: „ich hab da was….“
    Laschet: …lacht…..

    Kann man nicht erfinden.

  3. Hi Henning,
    jetzt habe ich doch Zeit mal zu schreiben – ich hatte die letzten Tage etwas um die Ohren (die Gründe hatte ich Dir ja schon geschrieben). Ich musste erst mal ein paar Dinge regeln und den Kopf frei kriegen.
    Nein, zu retten sind wir nicht mehr – den Point of no Return haben wir 2008 passiert (das hatte mal ein Gutachten das von Greenpeace vor etlichen jahren erstellt wurde ausgerechnet – leider finde ich aktuell den Link nicht ). Hätte die Weltgemeinschaft 1995 bei den ersten Klimakonferenzen reagiert, hätte die Klimakatastrophe verhindert werden können – jetzt können wir Sie nur noch verlangsamen – aber selbst darauf haben die nur auf Gewinn ausgelegten Aktionäre und von Lobbys geschmierten Politiker keinen Bock.
    Aber wir wissen ja nicht erst seit Heute, dass die Gier des Menschen stärker ist als sein Verstand und Nächstenliebe, gelle?
    Wie sonst kann es sein, dass Plünderer die Opfer der Flutkatastrophe noch ausrauben, wie gestern im WDR gezeigt?
    Es macht mich wirklich unglaublich wütend, wenn ich sehe mit welchem Hochmut so geistige Tiefflieger wie Herr Laschet sich vor die Kamera stellen und erklären, dass man für so ein Unwetter nicht die Politik ändert.
    Das feixen im Hintergrund als Steinmeier an die Opfer sprach ist da nur ein weiteres Puzzle-Steinchen. Jedes Kind würde in einer Kirche bei einer Andacht sich zusammenreissen – doch selbst damit ist unser MP überfordert. Traurig – und ein Zeichen seiner Empathielosigkeit.
    Deutschland hat doch in den letzten 2 Jahren, wo es auf außergewöhnliche Umstände reagieren musste, gezeigt dass hier aber so gar nichts funktioniert. Dafür zeigte es eindrucksvoll, welch schäbigen Charakter ALLE Politiker haben.
    Dass – wie jetzt publiziert wurde – von der Laschet Regierung (allerdings auch in anderen Bundesländern) im Jahre 2019 die Soforthilfen eingeschränkt wurden – grade weil es zu immer zahlreicheren Unwetterkatastrophen kam, ist der nächste Lapsus. Müsste es nicht eigentlich umgekehrt sein?
    Dass das Klima ein weltweites Problem ist und nicht nur Deutschalnd betrifft ist natürlich klar. China ist der weltweit größte CO2 Erzeuger. Es ist kaum anzunehmen, dass die Chinesen – denen monetärer Gewinn noch wichtiger ist als Menschenleben – ihren Ausstoß herunterfahren – das geht nur, wenn dort nicht mehr so illig produziert wird. Eine Rückverlagerung von der Produktion CO2 kritischer Produkte wäre ein Anfang. Ja, dann kostet ein iPhone eben nicht mehr 1.000.00 $ sondern 2.000.00 $ – na und? Ich muss ja nicht jedes Jahr ein neues Handy haben. Wir müssen mal wesentlich nachhaltiger denken. Und wenn Dinge teuer sind, repariert man die auch eher als Sie wegzuschmeißen – auch ein Punkt für Nachhaltigkeit.
    das waren mal so meine gedanke dazu. Vielleicht etwas krude – wie immer. Naja, aber das kennt man ja von mir…
    CU
    Peter

  4. Und während unsere EU Regierung Plastikbecher und Plastik Strohhalme verbietet, schwimmt der ganze Müll Von Küstenländern am Mittelmeer in die See.
    Von Mülltrennung ist hier schon mal gleich gar nicht reden. Ich komme gerade von einem Roadtrip aus Sizilien und habe diese Bilder immer noch nicht vergessen. Für mich persönlich ist die Konsequenz, dass ich nur noch Länder besuche, die auch ihren Müll im Griff haben. Bilder habe ich auf meiner Seite in Facebook gepostet.
    Liebe Grüße,
    Marion

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