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Auschwitz-Birkenau - (C) RonPorter CC0 via Pixabay.de Auschwitz-Birkenau - (C) RonPorter CC0 via Pixabay.de

71 Jahre Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz

Auschwitz-Birkenau: Schlichtweg das Synonym für die Gräueltaten, zu denen Menschen in der Lage sind. Heute vor 71 Jahren wurde es befreit. Und heute, 71 Jahre später, verurteilen wir in Deutschland Aussagen, dass Flüchtlinge am besten genau dorthin wieder deportiert werden sollen. Deutschland ist nicht einen Schritt weiter. Glücklicherweise handelt es sich nicht um eine große Menge an – nun ja – Menschen, die so etwas von sich geben. Aber muss so etwas sein?

Der 27. Januar wurde vor 11 Jahren – zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers – zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts erklärt. Der Rassenwahn war dort die bestimmende Größe. Industriell wurden dort Menschen ermordet. Es war das schlimmste Verbrechen innerhalb der langen Reihe an schlimmen Verbrechen der Nazi-Zeit. Man sollte sich immer wieder daran erinnern, was dort passiert ist. Leichtfertige Äußerungen gehören sich in Bezug auf das Vernichtungslager nicht.

Was ich da in Bezug auf die Flüchtlinge und so alles gelesen habe, spottet jeder Beschreibung. Da war von „Vergasung“ die Rede, die Muslime sollen alle in die KZs wandern, und diese sollen „zum Zweck der Beseitigung“ wieder eröffnet werden. Was denken sich solche Leute? Ich sehe mich zwar nicht in der Verantwortung, was die Nazis damals gemacht haben. Aber es darf einfach nicht sein, dass solche Äußerungen von Menschen stammen, die in Deutschland geboren wurden. Eigentlich gehört sich so etwas nirgendwo.

Natürlich ist das Hetze, natürlich kann man hier einen Straftatbestand zusammen konstruieren. Viel wichtiger ist doch aber, dass jeder dafür sorgen kann, dass so etwas nie wieder passiert und dass niemand solche Äußerungen von sich gibt. Am heutigen Tag sollte man daran denken, wie viel Leid der Mensch bringen kann. Und niemand hat das Recht, so etwas zu tun. Deshalb muss man auch daran erinnern, was da während des Zweiten Weltkriegs passierte.

Die Entwicklungen derzeit stimmen mich außerordentlich beunruhigt. Denn so manche politische und gesellschaftliche Strömung taugt dazu, ein Nährboden dafür zu sein, dass so etwas wie Auschwitz wieder passieren kann. Unter dem Deckmantel der freien Meinungsäußerung wird die schlimmste Hetze verbreitet, die man sich vorstellen kann. Weil der 27. Januar zum Denken anregen soll, bin ich dafür, dass das einige, die solche Äußerungen tagein, tagaus von sich geben, auch endlich mal tun. Ich hoffe, Sie sind auch dafür, oder?

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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