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Eine Zeitung vom "Leeuwarder Courant" - (C) Andrys CC0 via Pixabay.de Eine Zeitung vom "Leeuwarder Courant" - (C) Andrys CC0 via Pixabay.de

Aktive Sterbehilfe für deutsche Medien?

Jetzt haben sie das Leistungsschutzrecht ermordet. Es war gemeiner Meuchelmord. Niemand wird dieses unsinnige Anhängsel des Urheberrechts mehr betrachten. Axel Springer und Google haben sich geeinigt. Und alle anderen Verlage werden auch mit der Zeit einsehen, dass das Leistungsschutzrecht eine selten blöde Idee war. Ich polemisiere mal.

Der Axel Springer Verlag, verantwortlich für Publikationen wie BILD oder WELT, und Google haben sich nun endgültig darauf geeinigt, dass Google unentgeltlich Snippets und Vorschaubilder nutzen darf, um die Ergüsse der beiden Organe in der Suche aufzuführen. Der Burda-Verlag, der andere große Kämpfer für das Leistungsschutzrecht und u.a. verantwortlich für den FOCUS, ist noch nicht so weit. Es kann aber nicht mehr lang dauern.

Jetzt kommentiert der Betreiber der Suchmaschine Swisscows, dass das nun aktive Sterbehilfe für die deutsche Medienlandschaft sei. Aber nicht, weil nun die Verlage verarmen. Sondern weil sich der Springer-Verlag nun vollends lächerlich gemacht hat. Der alte Gründer Axel Springer hätte das irgendwie anders gemacht. Und man hätte sich um eine sachliche Klärung bemühen können. Aber eben nicht so, wie das die Verlage unter der Ägide der VG Media tun wollten.

Der Springer-Konzern wird aber nicht etwa still. Nein, er wettert weiter drauflos. Der Springer-Presse brechen jetzt irgendwie die Besucher weg. Nun hat man also irgendwie nicht erreicht, was man wollte. Man wollte mit Druck auf Google zusätzlich Geld verdienen – nein, einnehmen. Aber letztendlich sind Besucher weggeblieben. Und damit eben auch Betrachter der vielen Werbung dort. Und das hat sich als ganz tückischer Boomerang für den großen Verlag erwiesen.

Google hat also mal kurz gezeigt, dass denen niemand mit einem lächerlichen Gesetz kommen muss, das aus reinem Lobby-Denken überhaupt entstanden ist. Google hat mal kurz gezeigt, wie sehr die Verlage auf die Anzeige von Snippets und Vorschaubildern angewiesen sind. Nun werden wohl andere Verlage erstmal abwarten, was passiert. Aber Springer ist schon eingeknickt. Wann folgen Burda oder Madsack?

Nun warten wir einfach mal ab, was passiert. Was halten Sie denn von dieser Übereinkunft zwischen Springer und Google? Ich finde ja nach wie vor, dass Google das einzig Richtige gemacht hat. Es war abzusehen, dass die Verlage klein bei geben müssen. Aber hat das Alles nicht irgendwie ein Geschmäckle – sowohl für die Verlage, als auch für die Suchmaschinen?

Bildquelle: Eine Zeitung vom „Leeuwarder Courant“ – (C) Andrys CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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