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Schreiben - (C) bykst CC0 via Pixabay.de Schreiben - (C) bykst CC0 via Pixabay.de

Blogs sind nur rausgeschmissene Zeit

Schreiben kostet Zeit und Nerven. Doof nur, wenn es zu nichts führt. Doof nur, wenn es von niemandem gelesen wird. Es ist dann für die Katz. Kommt, lassen wir das ganze Aneinanderreihen von Worthülsen einfach mal sein. Wen interessiert denn schon der ganze Mist, den wir als Text-Ungetüme auf die Leser loslassen? Es ist doch eh alles dummes Zeug. Wie schön, dass es immer noch andere Betätigungsfelder gibt. Fenster putzen soll ganz nett sein. Machen wir uns nichts vor. Blogs sind nur rausgeschmissene Zeit.

Keine Zeit verschwenden

Abgelaufene Zeit - free picture by Darnok via morguefile.com
Abgelaufene Zeit – free picture by Darnok via morguefile.com

Man schreibt und schreibt und ist eigentlich mit seinen Artikeln zufrieden. OK, dann muss das Dingen veröffentlicht werden. Blöd nur, wenn der Artikel dann in der Luft zerrissen wird. Da macht man sich ewige Zeiten Gedanken darüber, und die Leser honorieren das nicht. Die müssen mir doch huldigen. Oder so etwas. Nein, müssen sie nicht. Ich bekomme auch immer wieder Kritik zu meinen Artikeln. Aber haut mich das um?

Ich bekomme immer wieder mit, wie Blogger ihre Zeit verschwenden, indem sie darüber nach sinnieren, was schief gegangen ist, weil ihr Artikel nicht so supergeil ankam. Aber ist es nicht auch so, dass man als Blogger auch mal anecken kann? Wer sich nur darin übt, nach Gründen für den angeblichen Misserfolg zu suchen, wird die Zeit, die jedem zur Verfügung steht, mit vollen Händen zum Fenster hinaus werfen.

Das klappt alles von allein

Schreiben im Blog
Schreiben im Blog

Mir hat mal jemand erzählt, dass ein Blog auf WordPress schon allein aufgrund der verwendeten Technik weite Verbreitung findet und ich nichts machen müsse. Ernsthafter Rat: Vergessen Sie das. Nichts, rein gar nichts klappt von allein. Auch heutzutage, knapp 7 Jahre nach Eröffnung dieses Blogs, klappt das noch nicht so. Es sei denn, ich habe ein Thema, mit dem ich den Nerv der Leser treffe. Aber das muss nicht klappen.

Viel sinnvoller ist es doch, wenn man immer wieder schaut, was man verbessern kann. Ich habe hier einen großartigen Artikel dazu gelesen. Ab und an muss man sich schon mal umsehen, wie das mit den persönlich gesteckten Zielen so funktioniert. Aber es einfach so lassen, wie es ist, und darauf hoffen, dass es irgendwann schon aufwärts geht, ist Blödsinn. Mir ist das ja klar. Nur falle ich als Mensch auch immer wieder in typische Verhaltensmuster. Der Weg des geringsten Widerstands. Das hat doch immer funktioniert. Nein, das muss alles nicht gelten.

Irrlichtern

Eine Brücke ins Licht - (C) Larisa_K CC0 via Pixabay.de
Eine Brücke ins Licht – (C) Larisa_K CC0 via Pixabay.de

Bevor man nun immer weitermacht und kein richtiges Fortkommen zu erkennen ist, hält vielleicht der Eine oder Andere inne. Und was passiert dann? Es gibt so entsetzlich viele, die erfinden sich quasi jeden Tag neu. Sie irrlichtern durch die Gegend. Man probiert all die Dinge, die empfohlen werden. Alle. Ausnahmslos. Und man wundert sich, warum pro Empfehlung nicht augenblicklich eine Verbesserung eintritt.

Wer nicht seinen eigentlichen Stiefel findet, wird immer mit Hauslatschen durch die Gegend wandeln. Und der wird Irrlichter senden. Und das merken die Leser. Ja, ich habe mich auch oft genug vergaloppiert. Aber wenigstens habe ich immer meine Meinung transportiert. Das ermächtigt mich nun nicht, mich als sagenumwobenen Experten hinzustellen. Aber das ist wenigstens eine Konstante.

Natürlich, probieren wir uns aus. Machen wir was mit Newslettern, mit Facebook-Gruppen, mit Gastartikeln, mit Kommentaren unter anderen Blog-Artikeln, mit sonstwas. Am Ende des Tages bleibt doch die Erkenntnis, dass man doch eine Konstante haben muss. Dann kann man auch experimentieren. Bei mir ist die Meinung die Konstante. Um die herum mache ich immer mal etwas anders.

Der Weg durch das Labyrinth

Ein Labyrinth - (C) Freesally CC0 via Pixabay.de
Ein Labyrinth – (C) Freesally CC0 via Pixabay.de

Es gibt ja so viele Experten, die einem da etwas erzählen wollen. Nur sie wissen, wie es geht. Ich bin ja keiner. Und deshalb kann und werde ich auch niemandem erzählen, was der einzig richtige Weg durch das Labyrinth ist. Aber Fakt ist, dass man in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder zurückschauen sollte, ob das noch alles so richtig ist bei dem Weg, den man beschreitet. Wenn nicht, hat man sich unter Umständen im Labyrinth verlaufen.

Unter Umständen bedarf es einer Kurskorrektur. An vielen Stellen ist die sogar dringend notwendig. Vor allem, wenn man etwas neues machen will. Die Wege durchs Labyrinth, auf denen andere schon lang gelatscht sind, müssen nicht unbedingt zu dem Ausgang führen, zu dem man selbst hin will. Hier muss man schon selbst einen Weg finden. Das ist eh das Beste. Vorher muss man aber wissen, wohin man will.

Sonst ist das Alles am Ende heraus geschmissene Zeit. Denn wenn man nur die Zeit seiner Leser verschwendet, weil man das schreibt, was alle anderen auch schon geschrieben haben, ist man ein Dieb. Ein Zeitdieb. Ja, auch ich sehe hier ein Problem bei mir. Hier sollte jeder mal ein paar Momente nachdenken. Jeder kann versuchen, die fest gelatschten Wege zu verlassen, um an seinen eigenen Ausgang im Labyrinth zu kommen. Denn man will ja nicht, dass der eigene Blog vergeudete Zeit produziert.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

4 Gedanken zu „Blogs sind nur rausgeschmissene Zeit

  1. „schön geschrieben aber totaler Unsinn „…

    Muss ich auch gerade zu einem meiner Artikel lesen. Ja das ist nun mal so, weil das leistungs Merkmal eines Blogs nun mal die eigene Meinung ist. Und Meinungen zu einem Thema gibt es immer mehr als eine.

  2. Hallo Henning,
    na, was mich angeht, so weiss ich, wohin ich mit meinen Blogs möchte und so verfolge ich das alles Tag ein Tag aus. Auch das Kommentieren woanders werde ich immer machen und das ist keinesfalls vergeudete Zeit.

    Es ist schon sehr wichtig, dass man sich Ziele mit dem Blog steckt, die man dann verfolgen kann. Man kann auch nicht jedem Leser recht machen, muss es auch gar nicht. Wenn jemand ein Blog nicht interessant genug findet, zieht lieber von dannen und gut ist.

    Zum Glück gibt es im deutschen Internet extrem viele potentielle Leser und nur bekannter muss das eigene Blog werden. Du hast schon Recht, von alleine passiert schon mal gar nichts und hört man für einen Monat auf zu bloggen, schon sieht man das irgendwo an den internen Stats.

    Also lautet meine Devise, weiterzumachen wie bisher und den eigenen Themen treu bleiben.

    1. Hallo Alex,

      das ist alles richtig. Aber ich denke, ab und an würde dem einen oder anderen Blogger mal eine Kurskorrektur gut tun. Und wenn es nur Nuancen sind. Ich muss mich da auch immer wieder zur Ordnung rufen. Ja, das wichtigste ist, dass jeder Blogger irgendein Ziel hat. Das ist der Ausgang aus dem beschriebenen Labyrinth. Wenn das Ziel erreicht wird, ist es am Ende völlig irrelevant, auf welche Art und Weise das passiert ist. Und wenn das Ziel eben heißt, dass man sich selbst und den eigenen Themen treu bleiben will, dann ist das doch in Ordnung. Also mach weiter wie bisher, das passt schon so.

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