Skip to main content
Leipzig, Neue Propsteikirche St. Trinitatis - Bauzustand 8. November 2014 - By SchiDD (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons Leipzig, Neue Propsteikirche St. Trinitatis - Bauzustand 8. November 2014 - By SchiDD (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig – Glockenfrage durch

Die Propsteikirche, dieser gigantische Neubau am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig, hat ja ein Glockenproblem. Das ist aber nun gelöst. Ein anderes Gebäude in Leipzig ist das Vorbild für die Lösung, die man da nun gefunden hat. Damit kann wohl nun der bauliche Zankapfel Leipzigs fertiggestellt und geweiht werden. Und irgendwie sind die ganzen Leute, die damit beschäftigt waren, ziemlich erleichtert. Aber sicherlich finden sich wieder einige Beobachter, die die Lösung müde belächeln. Und ich schreibe auch mal auf, wieso das so ist.

Kurz zusammengefasst, ist es wohl so: Eigentlich sollten in den Glockenturm 5 Glocken eingebaut werden. Die kleinste davon stammt von der ersten Trinitatiskirche, die ein Weltkriegsopfer wurde und später dann gesprengt wurde. Und diese kleinste Glocke hätte wohl die Statik des Turms aus dem Gleichgewicht bringen können und hätte eine Gefahr darstellen können. Das musste gelöst werden. Die Lösung steht nur ein paar Minuten Fußmarsch entfernt:

Das Krochhochhaus am Leipziger Augustusplatz - By Xxlfussel (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Das Krochhochhaus am Leipziger Augustusplatz – By Xxlfussel (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Man hängt die Glocke nun nicht mehr auf, sondern stellt sie hin. Die Vorlage dafür bietet das Krochhochhaus am Augustusplatz. Wie Sie sehen, gibt es auf dem Dach eine Glocke und die weit über die Leipziger Stadtgrenzen hinaus bekannten Glockenmänner. Die schlagen seit dem Bau, der 1928 fertig gestellt wurde, diese Glocke an. Und das finden wohl die Leute, die für den Bau der Propsteikirche verantwortlich sind, ziemlich cool.

Einen Monat vor der Kirchweihe hat man sich nun offenbar darauf geeinigt, die vermaledeite Glocke aufzustellen, statt aufzuhängen. Und zwar wird die Glocke in der so genannten Glockenstube aufgestellt. Die befindet sich auch im Glockenturm. Und so hat man dann scheinbar alle Sorgen vom Tisch. Mal ungeachtet dessen, dass man das durchaus hätte eher feststellen können, wie ich finde.

An dem Kirchenbau entzünden sich ja seit mindestens der Grundsteinlegung die Diskussionen. Man schlägt sogar vor, die Kirche nicht fertig zu bauen und den Platz für „sinnvolle Dinge“ frei zu geben. Es ist ja nicht zu kritisieren, dass die katholische Gemeinde eine richtige Kirche braucht. Aber ein Gebäude muss doch irgendwie ins Stadtbild passen. Und da sind sich viele nicht sicher, ob das wirklich bei der Kirche auch so ist.

Nun wird jedenfalls diese Posse beendet. Was meinen Sie denn zu der Lösung? Ist das eine bessere Lösung als die Verstärkung des Turms oder das Aufhängen der Glocke im Pfarrhof? Wie ist Ihre Meinung zum Gebäude?

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 4 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.