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Willkommen im Labor – Ich habe Liquid selbst gemischt

This entry is part 8 of 9 in the series Mein Weg zum Dampfen

Man kommt sich vor wie im Chemie-Unterricht, wenn man das so sieht, was ich da so vor kurzem getrieben habe. Als Dampfer mischt man sich Liquid selbst. Das darfst du eigentlich niemandem erzählen. Wie im Labor kann das aussehen. Aber es geht, und also wird man das wohl weiter so machen. Warum auch nicht? Es ist ja doch eine Preisersparnis. Und wer sparen kann, nur weil man selbst Hand anlegt, wird das auch tun. Habe ich Recht?

Ich bin ehrlich, ich war höchst skeptisch. Da fummelt man mit chemisch erzeugten Flüssigkeiten herum. Und es wirkt wie ein Chemie-Labor. Besser noch, es wirkt wie in der Drogenhölle. Das ist sicherlich übertrieben. Aber ich will einfach mal davon erzählen, wie sich das für mich angefühlt hat, mir selbst mein Liquid herzustellen. Unterm Strich ist es keine große Kunst. Wenn man weiß, wie es geht.

Ich habe mir beim  Händler meines Vertrauens, bei dem ich Dampfer, Verdampferköpfe und Liquid kaufe, die ganzen Dinge gekauft, die es braucht, um sich Liquid anzurühren. Im Prinzip ist es das da:

  • Ein Spritzenset zum Dosieren
  • Basis-Liquid mit der richtigen Nikotin-Stärke
  • Aroma
  • Flaschen zum Abfüllen

Ja, Sie haben richtig gelesen: Ein Spritzenset. Man muss ja irgendwie Dosieren und die Flüssigkeiten aus ihren Behältern bekommen. Flaschen muss man nicht unbedingt kaufen, wenn man auf die kleinen Fläschchen mit dem Fertig-Liquid zurückgreifen möchte. Naja, und das Basis-Liquid ist halt völlig gechmacksfrei. Deshalb ist Aroma vielleicht nicht die dümmste Idee. Es geht auch ohne. Aber mit Geschmack ist es besser, denke ich.

Jedenfalls habe ich dann angefangen, die Flüssigkeiten zusammen zu mischen. Jetzt fängt man ja an und kennt sich noch nicht aus. Ich habe erst mal gelesen, was auf der Aroma-Flasche steht. Da stand irgendwas von 7 – 10% oder so. Und ich habe gelernt, dass man quasi diesen Prozentsatz von der Größe der Flasche, in der es gemischt werden soll, abzieht. Da ich mir 30-ml-Flaschen geholt habe, war die Rechnung: 30 ml * 7% = 2,1 ml. Diese Aroma-Menge musste in die Flasche. Dann kommt das Basis-Liquid drauf, und dann wird die Flasche  verschlossen und geschüttelt.

Lachen Sie nicht, das sah wirklich komisch aus. Wie eine Krankenschwester furwerkte ich mit dem Zeug herum. Und dann habe ich geschüttelt. Und nochmal geschüttelt. Und später nochmal geschüttelt. Naja, Sie können sich das vorstellen. Und dann habe ich gelesen, dass diese gemischten Flaschen „reifen“ müssen. Also wie guter Wein oder so. Ich habe meine zusammen gestellten Flaschen also erstmal beiseite getan und ein paar Tage gewartet.

Das Ergebnis ist erstaunlich gut. Es gibt quasi kaum einen Unterschied zwischen fertigem und selbst gemischtem Liquid. Und wenn ich mir anschaue, dass das Selbstmischen dann pro 10 ml nur noch einen Bruchteil von dem kostet, was man für fertiges Liquid bezahlt, dann glaube ich schon, dass ich dabei bleibe. Und he, nebenbei macht es auch Spaß, so ein bisschen Chemie zu praktizieren, denken Sie nicht?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Willkommen im Labor – Ich habe Liquid selbst gemischt

  1. Um so kleine zu Mengen dosieren (2-3 ml) bieten sich auch Einmal- Pipetten aus dem Apothekenbedarf an.
    Könnten sicher viel günstiger sein als Spritzen.
    z.B.
    eBay-Artikelnummer:
    141825420737

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