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Weiterschreiben! - Henning Uhle Weiterschreiben! - Henning Uhle

Blogartikel schreiben

Wie Sie sehen, befasse ich mich mal wieder etwas intensiver mit dem Bloggen an sich. Hier soll es nun um das Schreiben gehen. Ein Lernprozess ist das immer wieder, das kann ich Ihnen flüstern. Es gibt ja so viel, was beim Bloggen beachtet werden sollte. Halte ich mich an all das, dann werde ich ja nie fertig mit einem Artikel. Aber vielleicht ist das ja gar nicht so schwer.

Was treibt mich zu einem Blogartikel?

Grob gesagt, ist es ein Thema „X“. Ja, das ist jetzt vielsagend. Aber es dürfte sich herumgesprochen haben, dass das hier ein Bauchladen ist. Ich werde einen Teufel tun und mich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Ja, das ist falsch, das weiß ich selbst. Aber andererseits würde ich mich nicht wohlfühlen, wenn ich einen Blog nur zu einem Thema hätte.

Jedenfalls bekomme ich relativ viel mit. Über Nachrichten, soziale Netzwerke, was auch immer. Und so kommt es oft vor, dass mich irgendein Thema interessiert. Und wenn ich dazu eine Meinung habe, dann schreibe ich die auf. Selten habe ich da wenig zu sagen. Oftmals ist es so, dass ich einfach mehr als 300 Worte zu erzählen habe. Also ist das Grund genug, einen Artikel zu schreiben.

Wie mache ich das nun mit dem Schreiben?

Ich habe da eigentlich keinen bestimmten Plan. Deshalb wirken viele, viele Artikel bei mir so unstrukturiert. Aber ich kann das gar nicht ändern. Ich schreibe einen Artikel einfach mal runter. Meistens ist es ja so, dass ich da einen wilden Gedanken habe und den einfach mal am Stück schreibe. Deshalb gibt es bei mir recht wenige Zwischenüberschriften. Damit kann ich leben. Aber manchem Leser ist das sicherlich zu anstrengend, hab ich Recht?

Was ich mir aber nicht nehmen lasse, ist die Rechtschreib- und Grammatik-Korrektur und überhaupt das Korrektur-Lesen. Wer weiß, manchmal wird ein Wort unterschlagen, manchmal ein falsches Wort geschrieben. Und all das. Also: Wenn ich denke, dass ich mit meinem Artikel durch bin, dann lese ich noch mindestens einmal danach den Artikel durch.

Ist mir der inhaltliche Gehalt wichtig?

Natürlich ist es das. Nichts ist unwichtiger, als inhaltsleeres Blabla. Kommt ihnen das bei mir so vor? Dann erzählen Sie mir das bitte. Es muss niemand mit mir einer Meinung sein – egal bei welchem Thema. Aber wenn ich irgendwas zu einem Thema zu sagen habe, dann möchte ich schon, dass ich da einen Mehrwert biete.

Ich meine, das ist ja hier kein Blog, der einfach nur vor sich hin plappert. Es gibt solche Nonsens-Blogs. Das ist auch völlig in Ordnung. Aber ich will eigentlich schon immer Inhalt hinschreiben. Auch wenn ich zeitweise viele Artikel aufschreibe, sie haben alle irgendwie eine Aussage.

Ein Bild sagt mehr mit tausend Worten

Als ich mich mal ein bisschen damit beschäftigt hatte, die Suchmaschinen nicht ganz außer Acht zu lassen, hieß es immer, dass ein Blogartikel mindestens 300 Worte haben soll. Jetzt habe ich erfahren, dass es doch bitteschön mehr 1000 Worte haben soll. Ich meine, wer meine Texte kennt, weiß, dass das nicht unmöglich ist. Zumindest für mich nicht. Ach ja, und Bilder sollen rein. Das ist schon schwieriger.

Aber manchmal hat ein Schreiberling keine 1000 Worte, um irgendein Thema zu bearbeiten. Dann ist ein Blogartikel eben nach 400 Wörtern fertig. Ist das dann gleich ein schlechter Artikel? Nein, würde ich nicht sagen. Ich würde den dann trotzdem veröffentlichen. Dirk Helbert schreibt bei „Selbständig Bloggen“ aber folgendes:

“Google liebt lange Text” heißt es häufig. Trotzdem sollte natürlich jetzt nicht jeder Unsinn in einen Text reingepresst werden. Und wenn du es nicht schaffst 1000 Wörter zusammen zu kriegen, dann bringt es auch nichts, wenn du dich dazu zwingst.

Dann soll der Schreiberling lieber seinen Text ein bisschen reifen lassen und dann lieber etwas ergänzen. Weil noch weitere Ideen für den Text kommen. Das kann seine Vorteile haben. Auch mit der geplanten Veröffentlichung.

Aber mir ist das nichts. Wenn ich einen Text fertig habe und ihn Korrektur gelesen habe und mit ihm einverstanden bin, dann wird der veröffentlicht. Ohne Wenn und Aber. Was will ich den Wein Text erst noch reifen lassen? Nein, meistens befasse ich mich mit aktuellen Entwicklungen. Und das braucht nicht erst noch ein paar Tage zu reifen, das muss dann raus.

Naja, ist der Artikel was geworden?

Das wiederum ist eine Geschichte, die ich abschließend erst eine Weile nach Veröffentlichung feststellen kann. Ich meine, ich bin mit jedem Artikel einverstanden. Jeder Artikel spiegelt meine Meinung zu dem Zeitpunkt zum Thema „X“ wider. Ich kann unter jeden Artikel meine Unterschrift setzen. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht irren kann oder sich meine Meinung ändert. Aber ich denke schon, dass zu dem Veröffentlichungszeitpunkt jeder Artikel was geworden ist. Auch die sehr kurzen, die gehören ja mit dazu.

Ob ein Artikel gut oder schlecht ist, hängt meiner Meinung nach nicht von der Länge des Textes ab oder wie oft der aufgerufen wird. Ob ein Artikel gut ist, hängt in meinen Augen einzig und allein davon ab, ob ich mich mit dem Artikel einverstanden erkläre und ob der auch etwas aussagt. Ich bin bei diesem Wort bei über 800 Worten und werde nun zum Schluss kommen. 1000 Worte sind schon schwierig. Aber deshalb ist dieser Artikel noch lange kein Mist.

Fazit

Blogartikel schreibe ich also einfach runter. Ich behandle dabei ein aktuelles Thema. Ich schreibe meine Meinung auf und lese Korrektur. Und wenn der Artikel in meinen Augen gut genug ist, wird der veröffentlicht. Das ist grob die Geschichte. Und das werde ich wohl erstmal beibehalten.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

6 Gedanken zu „Blogartikel schreiben

  1. Hallo Henning,

    Danke für die Nennung meines Blog Beitrags :-)

    Grundsätzlich glaube ich, dass auch kurze Beiträge sehr wichtig sind. Gerade für mich als Web-Entwickler ist es ein graus, wenn ich nach Informationen suche und super lange Beiträge finde, die man normalerweise in drei oder vier Zeilen abhandeln könnte.

    Grundsätzlich ist auch nichts verwerfliches daran über viele Themen auf seinem Blog zu schreiben. Das Problem dabei ist nur, dass man dann auch für vieles und nichts steht. Ich habe mit meinem „Technik Blog“ http://blog.dirk-helbert.de auch so was geschaffen. Mir machen die verschiedensten Dinge Spaß und daher schreibe ich da auch gerne drüber.

    Für „normale“ Leser braucht man nicht immer 1000 Wörter. Vielleicht reichen auch 300 oder 100, wenn es das Thema hergibt.

    Was ich allerdings gut finde, ist es Artikel wirklich ein paar Tage „reifen“ zu lassen. Das geht natürlich schlecht bei tagesaktuellen Beiträgen. Ich habe mich schon oft geärgert, dass ich einen Beitrag schnell freigegeben habe und mir dann noch viele weitere Aspekte zu dem Thema eingefallen sind.

    Viele Grüße,
    Dirk

    1. Hallo Dirk,

      ja, so sehe ich das auch. Es muss nicht immer ein gigantischer Artikel sein. Es kommt immer auf das Thema an. Wer alles kurz und knapp schreibt, schreibt dadurch nicht schlechter. Gut, dass wir da der gleichen Meinung sind.
      Tja, ich stehe in meinem Blog für Meinung. Ich will nicht die Welt erklären. Ich will nur darüber schreiben. Und das geht nicht, wenn man sich nur auf eine Sache beschränkt. Und das macht mir Spaß, und ich will das auch gar nicht anders.
      Wenn mir noch etwas zu einem Thema einfällt, dann erweitere ich meinen Artikel nicht unbedingt. Ich schreibe da einen neuen und verweise auf den ursprünglichen. Ich denke, so kann es auch gehen.

  2. Hallo Henning,
    völlig in Ordnung, wie du deine Artikel schreibst. Ich lasse da auch nichts reifen und da ich spontan blogge, blogge ich auch live und muss nicht warten, wenn ich eine Artikelidee bereits habe.

    Korrekturlesen gehört dazu, aber niemand ist perfekt und wenn ich auf den Blogs ein paar Fehlerchen finde, stört es mich keineswegs und das lasse ich so gelten.

    1000 Wörter schaffe ich meistens nicht, wobei es auch themenabhängig ist, aber so meine 400 Wörter sind so gut wie immer drin und danach richte ich mich ein bisschen. Google schmecken auch kurze Artikel, wenn sie etwas aussagen und da kann man locker mit 300 Wörtern arbeiten. Es gibt Themen, die man eben kürzer behandeln kann und das tut man dann einfach. Das ist in Ordnung.

    Fazit: Ja, wenn man sich an alles hält, dann wird man nie fertig, da hast du Recht und daher macht man nur das Nötigste. Ich kann auch nicht mehrere Stunden einen Artikel schreiben. Da würde ich es doch kaum schaffen, mehrere Blogs zu betreiben und meine normalen Artikel sind nach 1 Stunde durch. Wenns länger dauert, dann muss ich vermutlich lange recherchieren oder musste mich unterbrechen, was ja nicht zum Schreiben zählt.

    1. Alex, genau so ist es. Ich denke eben: Wenn mir zu einem Thema später noch etwas einfällt, kann ich ja einen neuen Artikel schreiben. Ein Artikel muss nicht reifen. Es sei denn, ich möchte das so. Aber im Normalfall werden Artikel veröffentlicht, wenn ich mit ihnen einverstanden bin.

      Nein, 1000 Worte halte ich auch für übertrieben. Aber oberhalb von 300 will ich schon landen. Manche Dinge brauchen eben mehr Widmung als andere, aber zu kurz darf ein Thema eben auch nicht kommen.

  3. Sehe ich auch so, zu kurz ist ganz schlecht und wenn es mal zu lang werden soll, dann schreibt man so. Bei mir muss auch nichts reifen, da wird gleich live gebloggt und anschliessend publiziert. So fahre ich schon lange.

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