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Roboterrochen - (C) Screenshot Roboterrochen - (C) Screenshot

Frankensteins Roboter-Rochen – eine beeindruckende Kreatur

Irgendwie ist es grandios, was da Wissenschaftler gebaut haben. Aber es flößt auch etwas beängstigendes ein, weil man irgendwie an Frankenstein erinnert wird. Aus Labormaterialien wurde etwas gebaut, was aussieht wie ein winzig kleiner Rochen. Deshalb nennen es Beobachter auch „Roboter-Rochen“. Mal schauen, was Sie am Ende dazu sagen, was dieses Ding für Sie darstellt.

This is an artificial creature

„Das ist eine künstliche Kreatur“, heißt es in dem Bild. Das Bild ist ein Screenshot aus einem Video, welches ich unten noch einbauen werde. Erschaffen aus Gold, Kunststoff und angetrieben mit Rattenherz-Zellen bewegt es sich von ganz allein. Es braucht nur Lichtreize, und schon bewegt es sich auf diese zu. Die Herzmuskelzellen sind dabei lebendig, und der Rochen bewegt sich wie das echte, lebende Tier in wellenförmigen Bewegungen. Diese künstliche Kreatur ist kein Lebewesen, sondern ein Roboter.

Das Skelett der Kreatur ist aus Gold, die Körperhülle aus elastischem Kunststoff. Und die Herzmuskel-Zellen – davon befinden sich im Roboter um die 200000 Stück – befinden sich an der Oberseite. Diese stammen von Ratten. Sie wurden gentechnisch so verändert, dass sie sich bei Lichtreizen zusammenziehen und dadurch diese wellenförmige Bewegung fabrizieren können. Es passiert eine Abwärtsbewegung der Zellen. Aufwärts geht es dann passiv.

Das Ding ist etwa 16 Millimeter lang und wiegt ca. 10 Milligramm. Es bewegt sich in einer Nährstofflösung. Klar, das muss sein, damit die Zellen am Leben bleiben. Noch ist nicht so richtig klar, wohin das führen wird. Wofür soll die Forschung gut sein, die solche künstlichen Kreaturen schafft? Ich würde nun nicht so weit gehen und sagen, dass wir in einem Science Fiction Film gelandet sind. Aber was könnte man damit irgendwann mal schaffen?

Ganze Armeen, bei denen es keine Toten mehr gibt? Künstliche Forscher, die in unbekanntes Gebiet vorstoßen? Irgendwie sind wir hier recht nah bei solchen Sachen wie Star Trek und Star Wars. Es ist sehr beeindruckend, wozu die Wissenschaft so alles fähig ist. Aber es hinterlässt auch ein mulmiges Gefühl, dass diese Technologie namens „Soft Robotic“ in die falschen Hände geraten könnte. Andernfalls könnten damit die Teilhabe-Möglichkeiten von behinderten Menschen kolossale gesteigert werden.

Querschnittsgelähmte Menschen wären so vielleicht nicht mehr dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen. Menschen mit amputierten Gliedmaßen könnten mit dieser Technologie wieder voll funktionsfähige Arme oder Beine erhalten. Dafür wäre das Alles ein Segen. Aber man muss aufpassen, dass kein durchgedrehter Kriegsherr diese Technologie für seine Zwecke nutzen kann. Es ist beeindruckend und beängstigend zugleich. Am Ende ist es faszinierend, wie weit die Wissenschaft ist, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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