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Google Inbox – Email neu erfunden?

Google hat die Email neu erfunden. Sagt man so. Mit Google Inbox soll der Umgang mit Emails revolutioniert werden. Alles soll schön und toll und all das werden. Nur fehlt ein wenig der Nachweis dazu. Der Grund: Zu Google Inbox muss man – wie schon bei dem Netzwerk „Ello“ – eingeladen werden. Ob ich das mitmachen muss? Ich bin unentschlossen.

Also: Google Inbox ist der verzweifelte Versuch, alle möglichen Email-Dienste unter einem Dach zu bündeln. So schreibt es „Android Ice Cream Sandwich“. Also so etwas, was ich mit Outlook.com schon lang machen kann? Email-Verwaltung über eine Konsole? Das wäre ja langweilig, weil eben nicht neu. Nach dazu lässt man neue Benutzer nur per Einladung zu. Komischer Gedanke.

Die Emails sollen dann wie in Kategorien sortiert werden. Das wäre anders als beim Microsoft-Dienst. Die Kategorien muss ich eigenhändig anlegen, aber dann funktioniert das automatisch. Außerdem lassen sich wohl Emails auf einen späteren Zeitpunkt vertagen, sie lassen sich anpinnen oder als „erledigt“ markieren. Dass sind alles Dinge, die es bereits bei anderen Email-Anbietern gibt. Auch bei den 1&1-Diensten GMX oder Web.de kann ich das alles machen, wie auch bei Outlook.com. Was soll ich dann also mit Google Inbox?

Dennis Vitt erzählt, dass man mit Google Inbox eine Mischung aus GMail, Google Now und persönlichem Berater haben soll. Es sollen die passenden Informationen zum passenden Zeitpunkt gegeben werden. Der „gewöhnliche“ Benutzer, so mein Eindruck, bleibt erstmal außen vor und soll bei Google um eine Einladung betteln. Muss ich das haben?

Mir erschließt sich nicht, wozu ich das brauche. Mir werden zu irgendwelchen Informationen, die ich per Email erhalte, zusätzliche Dinge angezeigt. Quasi: Die Flugbuchung wird per Email bestätigt, und ich erhalte von „Inbox“ Zusatzinformationen über meinetwegen die Airline oder den Zielort oder so etwas. Man muss sich um nichts mehr kümmern. Dem Nutzer wird das Denken abgenommen. So ist eben mein Eindruck, der natürlich täuschen kann.

Jetzt habe ich auch verschiedentlich gelesen, dass „Google Inbox“ nicht einmal mit solchen profanen Dingen wie einer Email-Signatur klar kommt. Da frage ich mich ernsthaft, was ich damit soll. Ich meine, man hätte das Ganze auch gut und gern in GMail integrieren können.  Wozu dann ein neues System? Zumal es laut Mobilenote noch einige Ecken und Kanten gibt.

Darum lautet mein erstes Fazit: Nein, ich werde nicht um eine Einladung zu „Google Inbox“ betteln. Ich weiß nicht, was ich damit soll, da ich auch ohne den Kram ganz gut mit meinen Emails klar komme und eh GMail so gut wie nicht nutze. Und mir erscheint es fragwürdig, dass man sich zu einem Email-Dienst einladen lassen muss. Mein Fazit mag irgendwann ein anderes sein. Aber im Moment brauche ich so etwas nicht. Wie sieht es mit Ihnen aus?

Bildquelle: Google Inbox – (C) Android Ice Cream Sandwich

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Google Inbox – Email neu erfunden?

  1. Ich würde mir das ganze mal ansehen und drüber berichten aber dazu brauch ich erstmal ein Invite. Bin gespannt wer da dann mal eins in die Runde schmeist? ;-)

    Früher oder später bekommen das sowieso alle! Nur eben manche früher andere später! :-)

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