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Microsoft: Lync ist bald nicht mehr

Nein, den Lync wird es bald nicht mehr geben. Aus die Maus. Im ganzen Cloud-Wahn zerstört Microsoft eine feste Marke im Office-Portfolio. Statt man die Office-Produkte, die ja einen starken, eingeführten Namen haben, noch weiter stärkt und deren Namen nutzt, wird nun das Produkt Lync, das eh den schwächsten Namen hat, eingedampft. So macht Microsoft die Reputation eines Produktes einfach kaputt.

Irgendwie gab es lange Zeit keinen Unified Messenger im Business-Umfeld von Microsoft. Für die Privatleute gab es dafür aber den Hotmail-Messenger. Microsoft hatte die Notwendigkeit für einen professionellen Messenger nicht gesehen. Im Firmenumfeld hatte man ja eh mit Skype kooperiert. Was sollte man da ändern? Auf einmal hatte sich das aber geändert.

Mit dem ominösen Sammelsurium „2007 Microsoft Office System“ gab es auf einmal einen Microsoft Office Communication Server und einen Microsoft Office Communicator. Mit dem kompletten Facelift der Office-Suite wurde auf einmal ein Messenger aus dem Hut gezaubert. Und wie der beliebt war. Er wurde im Firmenumfeld wahrscheinlich gern genutzt. Wann immer Leute aus meinem beruflichen Umfeld Telefonkonferenzen durchgeführt hatten und etwas präsentieren wollten, spielte der „OCS“ eine Rolle.

Mit der Office-Generation von 2010 wurde auf einmal alles anders. Auf einmal hieß der Communicator „Lync“. Ich muss sagen, mit dem Namen habe ich mich nie abgefunden. Es soll ein Koffer-Wort aus „Live“ und „Sync“ sein. Chats werden im Outlook-Postfach gespeichert, alles funktioniert ziemlich gut und professionell. Microsoft sagte 2012, als ich dort vor Ort war, über Lync: Das ist ein Glücksgriff; wenn überhaupt Anfragen kommen, dann nur wegen der Sprachqualität, die dann nur mit den Netzwerken zu tun hat.

Aber Microsoft muss ja mal wieder fummeln. So wird nun also „Lync“ abgelegt. Es dürfte niemandem entgangen sein, dass Microsoft vor längerer Zeit Skype gekauft hatte. Mittlerweile ist Skype im Konzern integriert. Und so heißt der Business Unified Messenger künftig „Skype for Business“. Skype für Privatnutzer ist ja schon ewig das Angebot statt des Hotmail-Messengers.

Nun müssen also Berater, Techniker und all die Leute im Support wieder lernen, damit sie sich nicht ständig versprechen. Es trägt nicht unbedingt dazu bei, Vertrauen in ein Produkt aufzubauen, wenn es ständig umbenannt wird. Aber ich kann mir denken, dass Skype ähnlich gut laufen wird wie Lync. Ich weiß, dass es bei unseren Kunden sehr häufig im Einsatz ist. Trotzdem erhalten wir so gut wie keine Anfrage zu dem Thema. Ruf hin oder her, der Kram funktioniert einfach. Und das verspreche ich mir auch von „Skype for Business“.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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