Warum den Themen hinterher hetzen?

Kein Hetzen - (C) Geralt Altmann via Pixabay.de Kein Hetzen - (C) Geralt Altmann via Pixabay.de

Thema um Thema, Artikel um Artikel, immer weiter, immer den Themen hinterher hetzen. Stop, so geht das doch nicht wirklich für immer weiter. Ich sehe es nicht ein, mich von irgendwas abhängig zu machen. Und ich werde ganz sicher nicht hergehen und alle Kanäle im Auge behalten, die sich mir so ergeben. Ja, das ist schon nicht unwichtig. Aber es wird mein Leben nicht bestimmen. Hat es ja auch so nicht in jedem Fall. Aber ich werde nicht umher hetzen und auf die Jagd nach Themen gehen.

Ich habe es schon des öfteren geschrieben. Es ist einfach Unsinn, jeden Magenwind, der irgendwo veröffentlicht wird, mit einem Artikel zu bedenken. Es gab in den letzten Jahren genügend Blogger, die aber genau das gemacht haben. Ich erinnere mich da an gruselige Dinge, als Blogger einen Artikel nur aus einem Satz gebaut haben und diesem dann 20 am Tag folgen ließen, die auch nicht wesentlich länger waren. Die behandelten auch immer wieder das gleiche Thema, nur wurden dann alle neuen Entwicklungen mit einem eigenen Artikel bedacht. Ein Satz lang und so etwas.

Das habe ich ja nie gemacht. Obwohl: Einen Artikel habe ich, der nur 200 Zeichen hat. Also Buchstaben, Leerzeichen, Satzzeichen zusammen. Nee, das muss ich alles nicht haben. Genauso, wie ich es nicht haben muss, pausenlos die sozialen Netzwerke im Blick zu haben. Facebook und Google+ ja eh nicht. Die habe ich oftmals nur im Auge, wenn ich darüber irgendwelche Benachrichtigungen erhalte. Bei Twitter ist das etwas anders. Das habe ich den ganzen Tag über offen. Aber ich starre da nicht pausenlos drauf. Wenn ich mal alle Stunde die neuesten Dinge abrufe, ist das eben so.

Aber ich muss nicht jedem Trend hinterher hechten. Soziale Netzwerke stellen nun einmal nicht das wahre Leben dar. Das mag für manche eine harte Erkenntnis sein. Aber sie ist nun einmal die einzig richtige. Man kann das mit der Entschleunigung lernen. Irgendwann merkt man, dass – abgesehen von der Erkenntnis, dass das Privatleben das Wichtigste ist, was jeder Mensch haben kann – einem niemand die Zeit zurückgibt, die man mit dem Hinterherjagen von irgendwelchen Magenwinden verschwendet hat.

Es hilft nichts, man muss schon mal auf die Bremse treten. Gerade an Wochenenden merke ich, dass ich auch Pausen machen muss. Sie wissen es ja als Stammleser, dass ich an Wochenenden weniger schreibe. Das hatte ich auch irgendwann angekündigt. Und dabei wird es auch bleiben. Und ich kann jedem, der sowas macht wie ich, aus eigener Erfahrung nur empfehlen, selbst auch mal den Fuß vom Gas zu nehmen. Ja, es gibt wahnsinnig viel zu erzählen. Aber das machen andere auch. Und wenn die es nicht so gut machen, dann kann man die dann später auch immernoch korrigieren, oder?

Nein, als Einzelkämpfer macht man sich nur kaputt. Was gewinnt man denn dadurch? Und wie gesagt, man bekommt keine Minute zurück, wenn man sie verplempert hat. Ich habe meine Aktivitäten an Wochenenden heruntergefahren, und ich mache Urlaub und auch sonst Pausen. Das darf sich auch sonst niemand nehmen lassen. Und deshalb sollte niemand mehr irgendeinem wilden Thema hinterher hetzen. Es gibt keinen sinnvollen Grund dafür. Niemand hat einem Blogger gesagt, dass man das so machen muss. Also lassen wir auch mal alle Fünfe grade sein.

Über Henning Uhle
Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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