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Webmaster Friday

Webmaster Friday – Benimm dich im Internet

This entry is part 43 of 79 in the series Webmaster Friday

Benimm dich! Wer auch immer irgendwas im Internet vom Stapel lässt, der sollte darauf achten, dass man einen gewissen Ton bewahrt. Sie kennen sicherlich von den Prinzen das Lied „Du musst ein Schwein sein…“. Das erzählt ja von der Ellenbogen-Gesellschaft. Das gilt im Prinzip auch im Internet. Man muss sich schon durchsetzen und seine Meinung vertreten. Aber da man sein Gegenüber meistens weder sieht noch hört, gilt hier um so mehr der Ton, der an den Tag gelegt wird. Ja, auch im Internet sollte man ein wenig auf das gute Benehmen an. Und darum geht es in dieser Woche beim Webmaster Friday.

Ach, da kommt ja wieder der nette Idiot, der sich so gern veralbern lässt, weil der immer so nett, höflich und zuvorkommend ist – Manchmal denke ich, dass manche Leute wirklich so über mich denken. Sicher, ich habe oftmals einfach nur „Ja“ gesagt und ein eigentlich besseres „Nein“ herunter geschluckt. Damit ist ja an sich Schluss. Davon habe ich ja auch schon geschrieben. Trotzdem kann man ja einen gewissen Ton bewahren, denke ich. Ich versuche zum Beispiel, weitestgehend auf Kraftausdrücke zu verzichten, was ich auch schon mal aufgeschrieben hatte.

Und ich weigere mich vehement dagegen, irgendwo herumzutrollen. Und bei mir im Blog werden Trolle einfach nicht beachtet. Die meisten können es ja auch nicht richtig, weshalb man das schon richtig erlernen muss. Aber im Großen und Ganzen kann man die schon ignorieren.

Nein, der Ton macht’s. Ich hatte auch erst eine Auseinandersetzung. Es ging um ein Bild, das ich geteilt hatte, was bei dem einen oder anderen Verwunderung oder gar Wut hervorrief und man mich unvermittelt in eine bestimmte Ecke stellte. Jedenfalls ist da auch ein Stück Etikette, dass man in sozialen Netzwerken da noch was dazu schreibt. Wie gesagt, mancher kann sich sein Gegenüber dann nicht Auge in Auge vorstellen. Darum muss man da schon ein paar Worte mehr verlieren. Aber wie mir da begegnet wurde, hat auch etwas mit Benehmen zu tun. Aber das Thema ist durch, da reite ich nicht weiter darauf herum.

Kann man denn gutes Benehmen eigentlich lernen? Ich bin der Meinung: Ja. Stellen Sie sich da einfach mal vor, was Sie lesen wollen, ohne dass Sie stinksauer werden. Das ist Ihre Grenze. Soweit dürfen Sie dann auch maximal gehen. Wenn Sie eben keine Kraftausdrücke lesen wollen, gebrauchen Sie auch keine. Wenn Sie nicht beschimpft werden wollen, beschimpfen Sie eben auch niemanden. So in etwa.

Man kann das Benehmen im Internet nicht 1:1 mit dem Benehmen beim Bäcker vergleichen. Dem Bäcker kann man bei der Reklamation von Backwaren ins Gesicht gucken. Dem Verfasser eines schlimmen Textes meistens nicht. Man denkt oft, dass einem doch nichts passieren kann, weil man doch hinter dem Monitor steckt. Aber gerade im Internet muss man sich schon überlegen, was man wie formuliert. Und manchmal ist es wahrscheinlich besser, wenn man sich das Eine oder Andere verkneift.

Der Hans schreibt bei den Tages-Gedanken, dass die Wahrscheinlichkeit höher ist, sich im Internet zu benehmen, wenn man das auch im „echten Leben“ kann. Und er hat Recht, dass das geschriebene Wort einem tatsächlich mal zum Verhängnis werden. Deshalb sollte man sich das auch mal überlegen, was man da schreibt.

Benehmen wird oft belächelt. Man sagt, dass man die Ellenbogen auspacken muss, um in dieser Welt und eben im Internet zu irgendwas zu kommen. Das mag auch zum Teil stimmen. Trotzdem kann man einen gewissen Anstand wahren. Oder was meinen Sie?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Webmaster Friday – Benimm dich im Internet

  1. Hallo, natürlich gehe ich konform, dass auch im Internet ein gutes Benehmen sein muss/sollte. Und wenn mich deswegen jemand belächeln sollte. Na denn. Ich finde auch, dass man sich stilvoll und höflich streiten kann, ohne Kraftausdrücke und Untere-Schublade-Benehmen. Erst denken, dann posten. Ein scheinbar „einfacher“ Satz, der aber viel in sich birgt. Gerade in Foren habe auch ich die Erfahrung, dass man besser erst mal sacken lässt, bevor man auf einen Beitrag antwortet, der nicht netiquett war. Herzlichen Dank übrigens für die Erwähnung. Ein schönes Wochenende und einen herzlichen Gruß Hans

  2. Hallo Henning,
    den Vergleich mit dem Bäcker finde ich gut. Vielmehr: Jeder sollte wissen, wie er sich beschwert, oder Dinge reklamiert, ohne dass der andere dabei angegriffen wird. Da kennen viele nur ein „hau drauf“, ohne sich zu überlegen, dass da hinter dem Monitor ein Mensch sitzt.
    viele Grüße
    Sylvia

  3. Hallo Henning,
    ja, man sagt immer, dass wir uns in der Ellenbogengesellschaft befinden und das man im Offlineleben sich durchsetzen muss. Im Internet ist es eben auch etwas so, aber wenn man ehrlich, eigene Meinung vertritt und trotzdem höflich bleibt, dann kann es klappen.

    Ich halte vom guten Benehmen im Internet auch viel, glaube zwar nicht immer alles, was ich lese, aber ich denke, dass die meisten Blogger-Kollegen glaubwürdig rüberkommen und sich auch vernetzen und miteinander nett netzwerken möchten.

    Beim Netzwerken muss man besonders darauf achten, dass man freundlich ist und auch bleibt und so wird es schon etwas werden, wie ich finde.l

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