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Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com Eine Webseite besuchen - free picture by mantasmagorical via morguefile.com

Wie Besucher auf dem Blog bleiben können

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit damit, dass ich erreichen will, dass meine Absprungrate bei Google Analytics sinkt. Heikles Thema. Denn man kann sich ja nicht beim Besucher ans Bein hängen und hinterher schluchzen „Bleib doch noch hier“. Das muss also anders gehen. Wenn ich meine Absprungrate ansehe, dann bin ich mit meinen bisherigen Maßnahmen noch nicht wirklich erfolgreich. Also schaue ich mich mal nach weiteren Tipps um.

Neulich hat mich ein Kontakt in den sozialen Netzwerken auf einen Artikel von André Goldmann aufmerksam gemacht. Und da muss ich einfach mal sehen, ob mich seine Hinweise dann perspektivisch weiterführen. Denn eine Absprungrate von um die 80% finde ich um einiges zu hoch. Als ob ich nichts interessantes zu bieten habe. Aber dem scheint ja nicht der Fall zu sein. Also schauen wir mal.

Fragen und Dialog

Der André ist der Meinung, man soll den Besucher nach etwas fragen. Man soll den Besucher auffordern, eine Meinung zum Inhalt mitzuteilen. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, vor allem, wenn Sie Stammleser sind. Ich frage doch eigentlich immer nach Ihrer Meinung, oder? Ich meine, ich kann nicht alles wissen. Und deshalb ist mir auch der Austausch wichtig.

Und ja, wenn schon Kommentare kommen, muss man die schon beantworten. Klar, das mache ich auch. Manchmal rutscht mir einer durch. Aber im Großen und Ganzen mache ich das schon. Das ist mir ja selbst wichtig. Wo ich aber einhaken kann, ist in diesem Bereich der dritte Hinweis vom André:

Bei mir kann man sich über neue Artikel benachrichtigen lassen. Aber über neue Kommentare? Ich lese da beim André, dass ich da ein Plugin installieren soll. Aber wer weiß, vielleicht ginge das ja auch auf anderen Wegen. Die spannende Frage hierzu ist: Wäre das denn überhaupt erwünscht? Wollen Sie über Kommentare benachrichtigt werden?

Unterstützung bei Problemen

Ja, es stimmt, man schreibt mich immer mal an und hat weiterführende Fragen zu dem einen oder anderen Thema. Das sind die unterschiedlichsten Sachen. Klar, bei meinem Bauchladen von Themen ist das auch kein Wunder. Hier und da ist da ein Thema dabei, das ich für einen neuen Artikel aufgreife.

Und genau dazu rät auch der Artikel von André. Thomas Kujawa (der mich übrigens auf den Artikel aufmerksam gemacht hatte) brachte mich aufgrund meines täglich erscheinenden Newsletter auf die Idee, den doch mal langsam umzubauen. Klar, für Stammleser wirkt das mit der Zeit langweilig, wenn der immer gleich aussieht.

Außerdem habe ich immer wieder eine Anfrage oder eine Information, die jemand nichtöffentlich kundtun möchte. Nun ja, also nimmt man dann Kontakt per Email mit mir auf. Und hier und da kommt dabei ein neuer Artikel dabei heraus. Ich denke, laut André ist das dann schon in Ordnung.

Wow, Top-Inhalte

Ich will mich eigentlich nicht so anbiedern. Aber klar, bei mir gibt es auch Top-Inhalte. Artikel, die besonders häufig aufgerufen werden. Die finden Sie auch. Bisher ganz unten auf der Seite. André ist der Meinung, die sollten unbedingt in den Bereich „Above the fold“. Das ist ein Begriff aus dem Verlagswesen und bedeutet „oberhalb des Falzes“. Im Internet bedeutet es: Der Bereich vor dem ersten Scrollen.

Soll man das wirklich so machen? Soll ich irgendwo ganz oben auf der Seite die beliebtesten Artikel hinpappen? Ich weiß nicht. Ich bin da ehrlich gesagt sehr unschlüssig. Aber ich kann mich täuschen. Was meinen Sie denn?

Die Besucher ansprechen

Ja, ich schreibe öfter „man“ als sonstwas. Hier habe ich unter Umständen Nachholbedarf. Ich sollte Sie vielleicht tatsächlich direkter ansprechen. Aber ich denke, ich bleibe hier trotzdem beim Sie. Oder soll ich das ändern? Hätten Sie es denn gern, wenn ich Sie künftig mit „Du“ in einem Artikel anspreche? Ich bin da ja offen. Ich muss es eben nur wissen. Bislang habe ich das aus Respekt anders gehandhabt.

Email-Adressen sammeln

Genau: Nicht nur Geheimdienste und Werbe-Chargen sammeln die Email-Adressen. Jetzt sollen das auch die Blogger machen. Das ist natürlich Quatsch. Aber warum nicht einen Newsletter anbieten? OK, das mache ich schon eine ganze Weile. Und ich verweigere mich auch dagegen, den abzuschaffen. Und das, obwohl mir so oft erzählt wurde, dass doch in Zeiten von RSS-Feeds und sozialen Netzwerken kein Newsletter mehr nötig ist.

Aber ich werde um Himmels Willen kein Popup einbasteln, das auf den Newsletter hinweist. Das stufe ich dann schon als armselig ein. Ich meine, man kann sich auf vielen Wegen für meinen Newsletter anmelden. Da brauche ich nicht noch durch ein Popup die Sicht versperren. Und in Sachen Whitepaper, was da empfohlen wird, weiß ich nicht, ob Sie so etwas wollen.

Lange Artikel aufteilen

Ja, eine große Baustelle. Hier und da werde ich ja ausschweifend. Manches geht auch wirklich nicht kürzer. Und hier empfiehlt der André, die langen Artikel in mehrere Seiten aufzuteilen. Gut, das kann man machen. Damit werde ich mich mal beschäftigen. Aber die Frage an Sie: Würden Sie denn mehrseitige Blog-Artikel den langen Artikeln vorziehen? Wenn nicht, kann ich mir das ja schenken.

Was ich allerdings spannend finde: „Artikel per Email versenden“. Das ist eine Sache, mit der ich mal herumspielen muss. Wenn ich mal Zeit habe. Das muss ich aber erstmal in die Zukunft verschieben. Ich werde es aber testen. Versprochen.

Keine ähnlichen Artikel?

Da beschäftigt man sich ewige Zeiten damit, den Bereich „Das könnte Sie auch interessieren“ sinnvoll und attraktiv zu gestalten. Und dann soll das alles zum Gähnen sein? Aber es funktioniert. Auch 2015. Denn wenn man unten einen Artikel findet, der interessant klingt, dann besucht man den natürlich. Man verlässt aber nicht die Webseite. Halten Sie das für eine gute Idee mit den ähnlichen Artikeln?

Mehr Kanäle

Ja, ich finde, ich muss hier mal meine sozialen Kanäle nachpflegen. Ich weiß gar nicht, wann die herausgeflogen sind. Aber das ist eine Aufgabe, die ich nochmal nachholen muss. Das sollte sich schnell bewerkstelligen lassen. Und dann wird es so sein:

Fazit

Also einiges mache ich da schon richtig. Nicht alles. Und bei einigem habe ich Nachholbedarf. Aber das ist alles kein Beinbruch und könnte schnell gelöst werden. Die Frage aller Fragen ist aber: Wollen Sie das überhaupt, und lohnt sich das? Was denken Sie denn darüber?

Bildquelle: Eine Webseite besuchen – free picture by mantasmagorical via morguefile.com

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

13 Gedanken zu „Wie Besucher auf dem Blog bleiben können

  1. ah. cool.

    Eventuell noch pro Kategorie umsetzen, also wenn Jemand einen /musik/ Beitrag liest, nur /musik/ Beiträge ?

    Trifft dann (hoffentlich) das Interesse des Nutzers noch besser.

  2. Hallo Henning,

    erst mal prima, dass Du die Meinungen Deiner Leser erfragst. Und noch besser finde ich Deine Einstellung zu den Bettel-Popups. Armselig trifft es und für mich wäre es ein Grund, Deinen Blog nicht mehr täglich zu besuchen.

    Das mit dem Abo von neuen Kommentare finde ich sehr wichtig. Man schaut ja nicht ständig auf den verschiedenen Blogs vorbei um zu kontrollieren ob da eine neue Antwort auf den eigenen Kommentar gegeben wurde. Mit diesem Abo bekommt man das aber mit. Ich nutze das fast immer, wenn ich irgendwo einen Kommentar hinterlasse. Bei mir auf dem Blog abonnieren auch rund 80% der Kommentierer die Benachrichtigungen. Das scheint also sehr beliebt zu sein.

    Die beliebsteste. Artikel habe ich bei mir auch eingebaut, zusätzlich noch die meist geteilten. Wie oft da aber nun drauf geklickt wird, das kann ich nicht sehen. Das gilt auch für die „ähnlichen Artikel“. Ich selber finde da auf verschiedenen Blogs immer mal tolle Beiträge, die mich zum bleiben überreden.

    Nun noch zur Du/Sie Frage. Ich persönlich mag eigentlich das Du im Bereich Blogs besser leiden, viel besser und nutze das selber auch. Irgendwie meine ich, man kann per Du genau so respektvoll seine Leser ansprechen. Sie Ar*** macht es ja auch nicht besser. Aber, das ist natürlich Ansichtssache und ob durch den Wechsel auf Du ein Leser länger auf dem Blog bleibt?

    Deinen Newsletter lässt Du bitte, so wie er ist. :-) Ich nutze auch gerne RSS Reader, wenn ich die Zeit finde, da mal rein zu schauen. Daher habe ich bei den wirklich guten Blogs immer noch den Newsletter im Abo.

    LG Thomas

    1. Hallo Thomas,

      nein, um Himmels Willen, so ein komisches Popup sorgt bei mir dafür, den Blog sofort ohne weiteres Verbleiben wieder zu verlassen. Das werde ich dann also nicht bei mir einbauen.

      Ich habe mal nach dem „Subscribe To Comments Reloaded“ geschaut. Das wurde ja nicht wieder aktualisiert. Ich habe da oftmals gehört, wenn man veraltete Plugins einsetzt, dass der Blog durchaus Schaden nehmen kann. Sobald ich etwas gutes gefunden habe, teste ich das mal. Eventuell kann ich da auch was mit MailChimp bauen.

      OK, also Popular Posts und Related Posts sind ein bewährtes Mittel. Also bin ich da auf dem richtigen Weg. Ich beobachte das mal.

      Ja, ob ein „Du“ nun dazu einlädt, auf dem Blog weiterzulesen, wage ich auch mal anzuzweifeln. Nach fast 6 Jahren bin ich auch skeptisch, ob meine Stammleser nicht eventuell irritiert wären. Ich denke, unterm Strich muss man immer ein gewisses Niveau halten. Und dann ist es fast egal, wie der Leser angesprochen wird.

      Ja, ich lasse den Newsletter so. Ich habe den ja erst vor ein paar Wochen neu gebaut. Auf den Gedanken brachte mich Thomas Kujawa. Und in der Textbox im Newsletter schreibe ich immer mal was kurzes rein, um einfach mal was neues zu haben. Aber der Newsletter bleibt. BTW: Soll ich daraus schließen, dass du meinen Blog gut findest? Oh, my dear Mr. Singing Club!

  3. Och, sagen wir mal – ich bin fast jeden Tag da, wenn mich einer der Beiträge aus dem Newsletter anspricht und das passiert recht oft. Ja, ich glaube, ich finde den Blog recht ansprechend ;-)

    Damit gehöre ich aber wohl auch zu den Leuten, die als Absprung gezählt werden. Google wertet ja alle Besucher, die nur eine Seite anschauen als Absprung. Eine Hohe Absprungrate kann somit auch ein Zeichen für einen hohen Anteil an Stammbesuchern sein, die sich keine anderen Artikel anschauen – da diese diese Beiträge oft schon kennen.

    Ich habe dieses Analyseverhalten auf meinem Blog mal angepasst. Wer 60 Sekunden oder länger auf der einen Seite bleibt, hat diese ja offensichtlich gelesen. Warum soll derjenige dann als Absprung gewertet werden? Wir das geht, in in einem Artikel bei James beschrieben: http://james-star.com/answers/de/google-universal-analytics-absprungrate-bounce-rate-anpassen/

    Noch kurz was zu “Subscribe To Comments Reloaded” – ja, das ist lange nicht aktualisiert worden. Und es ist Richtig, bei Updates mit solch einem Verhalten sollte man vorsichtig sein. Nur, was soll an dem Teil verbessert werden? Es tut was es soll, es hat keine bekannte Sicherheitslücke – warum also Updates. Ich kenne zahlreiche, auch prominente Blogs, die das Tool einsetzen. Das Schöne bei diesem PlugIn ist es, das die komplette Verwaltung der Abos auf Deinem System läuft. Man kann wunderbar sehen, wer wo was abonniert hat.

    Jetpack, falls Du das einsetzt, bietet auch eine Abofunktion für die Kommentare. Leider kann man dort nicht sehen, wer welches Abo hat (oder ich war zu doof das zu finden). Ich setzte das aber auch deshalb nicht ein, weil die Daten dann nicht mehr bei mir liegen.

    Was ich übrigens ganz schlimm finde, sie die Kommentarfunktionen z.B. über Disquss – wenn ich mich erst irgendwo anmelden muss zum Kommentieren, dann habe ich eigentlich schon keine Lust mehr.

    LG Thomas

    1. Ach, so kann das sein. Stammleser werden nicht das lesen, was eh schon bekannt ist. Und deshalb verschwinden sie nach dem einen Aufruf wieder. OK, das kann ich nachvollziehen. Das Analyseverhalten dazu schaue ich mir mal an. Es klingt jedenfalls sehr logisch.
      Das Plugin funktioniert also weiterhin. Dann werde ich das mal ausprobieren. Es kann ja nichts schaden. Ich mache da ein Backup vorher, dann kann recht wenig schief gehen.
      Nein, Jetpack und Disquss lehne ich ab. Ich hab es gern, wenn ich selbst verwalten kann, was bei mir passiert.

  4. Ich schreibe manchmal auch man, aber dann wechsle ich zu „Ihr“ und ich sollte es mir mal verbieten, beides in den Artikeln zu verwenden. Das habe ich mir noch nicht abgewöhnt.

    Ansonsten kannst du deine Besucher ansprechen, wie du möchtest. Ich bin nun ein Stammleser hier und lese trotzdem mit, ob nun mit Sie oder per Ihr.

    Finde ich sehr sehr wichtig, dass man Kommentare abonnieren kann, denn das dachte ich mir immer, wenn ich das Häkchen bei „Dran bleiben“ gemacht hatte. Dann war es also noch kein Kommentar-Abo. Weil heute konnte ich Kommentare abonnieren, da auch eine EMail-Anfrage kam. Das kann so bleiben und die Leser(ausser den Stammlesern) gelangen selten oder nicht bald ein zweites Mal auf das Blog wenn sie kommentiert haben und nicht mehr über weitere Kommentare benachrichtigt werden. So geht es mir zumindest auf anderen Blogs und alle Blogs hat man nicht täglich auf dem Schirm, daher ein Abo ist immer sehr gut.

    Dass du in deinen Artikeln immer Fragen stellst, ist auch sehr gut. Das mache ich nur noch, meistens zumindest. So hat auch der letzte Leser keine Hemmung mehr zu kommentieren :). Vielleicht zögern ja manche Leser mit dem Kommentieren, wenn keine Fragen auftauchen. Das weiss ich nicht. Wenn Fragen da sind, dann kann man schon mal die Fragen beantworten, finde ich.

    1. Tja Alex, das mit „man“ und so ist wirklich schwierig. Ich muss mich im Moment dazu zwingen, das zu vermeiden. Ich weiß noch nicht, ob ich das nicht einfach so weitermache wie bisher: Einsetzen, was wo passt. Ich bin immer gut gefahren, wenn ich mich nicht allzu sehr verrückt gemacht habe.

      Ja, das Kommentar-Abo habe ich mal eingeschaltet. Und – bämm – stelle ich fest, dass das doch tatsächlich genutzt wird. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Das ist ja noch alles sehr frisch, als dass ich da ein Urteil abgeben kann.

  5. Ich kann doch auch nicht ohne „man“ und erst heute bloggte ich wieder mit dieser Anrede. Was solls. Ich kann auch nicht immer mit Ihr oder gar Du schreiben. Per Du spreche ich meine Leser erst gar nicht an, aber mit Ihr bin ich schon einverstanden. Habe es so hand, wie du es brauchst.

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