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Whatsapp - (C) pedrojperez CC0 via morguefile.com Whatsapp - (C) pedrojperez CC0 via morguefile.com

Warum wir aufhören sollten, WhatsApp zu nutzen

WhatsApp kann eigentlich niemand mehr in Deutschland nutzen, wenn man noch bei Trost ist. Das ist eigentlich klar. Aber wieso nutzt man ihn dann noch? Seit WhatsApp die Nutzungsbedingungen derart abgeändert hat, dass sämtliche Daten der Nutzer an Facebook weitergereicht werden, ist es gefährlich, diesen Messenger überhaupt noch zu nutzen. Für Nutzer, die neben WhatsApp noch Facebook nutzen, und für die ohne Facebook-Account. Man muss gewaltig umdenken. Aber warum macht das niemand?

Wenn wir hergehen und mal schauen, welcher Messenger den besten Datenschutz bietet und am sichersten ist, dann fällt regelmäßig WhatsApp negativ auf. Als Facebook WhatsApp für etliche Milliarden US-Dollar gekauft hatte, hatten nicht wenige die Befürchtung, dass nun die WhatsApp-Daten von Facebook ausgewertet und für eigene Zwecke missbraucht werden. Der Nutzer wird ausspioniert und mit Werbung konfrontiert. Und selbst Nutzer, die gar nichts mit Facebook zu tun haben, werden hier ausgewertet und analysiert.

WhatsApp-Nutzer können ja nicht mal der Weitergabe ihrer Telefonnummer widersprechen. Damit sind sie für die Werbeindustrie auf Facebook eindeutig identifizierbar. Und wer eindeutig zu identifizieren ist, kann bis ans Ende der Welt verfolgt und ausspioniert werden. Das hat Facebook bereits mit dem Facebook-Messenger so getrieben, nun geht das mit WhatsApp weiter.

Da werden die Messenger aufgehübscht und den Nutzern nette Verbesserungen angeboten. Aber am Ende werden sie nur angefüttert und zum Verbleib bei dem Messenger überredet. Aber am Ende will Facebook nur Daten einsammeln, um noch mehr und besser Werbung unterzubringen. Damit wird der Gewinn vergrößert. Und das auf Kosten von Datenschutz und Verbraucherrechten. Das ist den meisten Nutzern eigentlich klar. Aber trotzdem nutzen sie WhatsApp weiter. Ist das nicht schizophren? Warum sind die Nutzer so?

Ich habe WhatsApp lediglich noch aus Nostalgie-Gründen auf dem Smartphone. Ich habe darin drei Chats, die überhaupt noch von mir genutzt werden. Zwei sind privater Natur, und einer ist ein recht neuer Gruppenchat. Ich werde vermutlich keinen der Nutzer davon überzeugen können, einen anderen Messenger zu nutzen, der nicht so missbräuchlich mit den Nutzerdaten umgeht. Und dabei liebäugle ich damit, WhatsApp komplett abzuschaffen. So wie ich auch die Facebook App und den Facebook Messenger ohne Pardon abgeschafft habe.

Das Problem dabei ist, dass man nur ungläubig beäugt wird, wenn man irgendwen von einer Alternative wie Threema, Telegram oder Signal überzeugen will. Was wollen wir denn damit? Das nutzt doch niemand, den wir kennen. Das ist auch so, weil niemand den Anfang macht. Außerdem kostet zum Beispiel Threema Geld. Unverschämte drei Euro! Diese Halsabschneider! WhatsApp ist ja kostenlos. Nein, ist es nicht. WhatsApp kostet Daten und Privatsphäre.

Neben der Tatsache, dass WhatsApp aufgrund der Nutzerdaten sehr teuer ist, weiß man nicht, welche Sicherheitsstandards die Facebook-Tochter nutzt. Wir sollten alle wechseln. Zu einem Messenger, der wirklich den Datenschutz und seine Nutzer ernst nimmt. So, wie sich Facebook verhält, sollten wir vielleicht auch alle aufhören, irgendwas bei Facebook zu machen, und vielleicht sogar unsere Accounts dort gnadenlos löschen. Wir sollten aufhören, unsere Daten einfach so der größten Datenkrake der Welt auszuliefern.

Wir können mit lustigen Bildchen den Nutzungsbedingungen widersprechen, so oft wir wollen. Wenn wir diese Dienste weiter nutzen, machen die weiter bisher und melken ihre Nutzer für den eigenen Profit. Und das dürfen wir ihnen nicht durchgehen lassen. Aber es wird sich nichts ändern. Denn es ist ja so viel bequemer. Aber man kann sich über WhatsApp und Facebook aufregen, wie man will. Es ist deren Hausordnung, der man über die Nutzungsbedingungen zustimmt. Und wem das Haus gehört, bestimmt die Regeln. Verlassen wir das Haus, das ist besser für uns.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Warum wir aufhören sollten, WhatsApp zu nutzen

  1. Hallo!

    Kannst du mir bitte mal erklären, warum man WhatsApp auch dann nicht mehr nutzen sollte, wenn man keinen Facebook-Account hat? Ich verstehe das einfach nicht, was soll denn da groß passieren? Die Datenweitergabe bringt denen doch nichts, wenn man gar nicht bei Facebook ist, oder? Bislang konnte mir das noch niemand erklären, aber alle sagen, dass man auch ohne Facebook-Account WhatsApp nicht mehr nutzen sollte…

    1. Hallo Chris, die Sache ist ganz einfach. Nehmen wir mal an, dass ich keinen Facebook-Account hätte, aber WhatsApp. Durch das Transferieren der Daten zu Facebook weiß der Riese auch von Nutzern, die keinen Account haben. Nur durch WhatsApp und dessen Zugriff aufs Telefonbuch auf dem Smartphone. Deshalb sollte man WhatsApp nicht nutzen.

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