Skip to main content
Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com Melodie und Noten - (C) bykst CC0 via morguefile.com

Längst vergessen: „Close to me (Closer Mix)“ von The Cure

Mit „Close to me“ waren The Cure schon einmal in den Achtzigern unterwegs, und dann 1990 kamen sie damit noch einmal um die viel besprochene Ecke. Anlässlich eines Remix-Albums namens „Mixed Up“ wurde „Close to me“ von ihrem Album „The Head on the Door“ nach gewaltigem durch-den-Fleischwolf-Drehen als „Closer Mix“ als Single veröffentlicht. Vielmehr eine verkürzte Version namens „Closest Mix“. Auf dem Remix-Album war er vollständig zu hören. Aus Alternativ Rock wurde da ganz plötzlich eine Kreuzung aus Jazz und Hip Hop und war sehr hörenswert.

Er hat stundenlang darauf gewartet und hat sich selbst krank gemacht und hat sich gewünscht, für heute im Bett geblieben zu sein. Er hat nie geglaubt, dass dieser Tag jemals enden würde. Er hat nie geglaubt, dass diese Nacht jemals so nah bei ihm sein konnte. Versuch mal, im Dunkeln sehen zu können. Versuch mal, dass es klappt, diese Angst zu fühlen, bevor du hier bist. Er ließ die Schatten zu nah kommen. Er drückt die Augen heraus und hält die Luft an und wartet, bis er zittert. Aber wenn er ihren Glauben hätte, dann hätte er es sauber und rein machen können. Wäre er nur sicher, dass sein Kopf auf dem Boden wäre nur ein Traum.

Ja, Robert Smith hatte immer schon eine Gabe für eigenartige Texte. Das Titelstück von „The Head on the Door“ erzählt von Einsamkeit und unsicherem Warten und all den Gedanken, die man sich macht. Die schwebende, schnelle Nummer im Ursprung war schon fast Swing, allerdings dafür etwas zu leise. Sparsam instrumentiert war sie. Der „Closer Mix“ kommt mit einem fetten Hip Hop Rhythmus daher und ist von der Geschwindigkeit her heruntergedreht. Charakteristisch hieran sind die fetten Bläser.

Ich kann mir vorstellen, dass „Close to me“ in dieser Version, die von Mark Saunders fabriziert wurde, viele Fans der Band verstört hatte. Aber das Album, zu dem es gehört hatte, war ein kolossaler Erfolg, weil es auf dem phänomenalen Disintegration mitschwebte. Das machte The Cure zu den Göttern der alternativen Rockmusik und war der Höhepunkt des Schaffens.

Verteilen Sie diese Erkenntnis doch einfach wie 3 andere auch

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Längst vergessen: „Close to me (Closer Mix)“ von The Cure

  1. Inside out von Culture Beat ist m.E. ein außergewöhnlicher Eurodance Song. Eurodance war das Genre der 90er, bei der die Leute auf dem „Dancefloor“ nach Lust und Laune abtanzen konnten. Die Songs hatten einfache Texte über Liebe, Musik oder Party machen und einen mitreißenden Beat. Da fällt Inside Out wegen des schon fast poetischen Textes schon auf. Auch im Vergleich zum Partykracher Mr. Vain von Culture Beat.

    Ein weitere Eurodance-Titel von Culture Beat, der aus dem Rahmen fällt, ist „World in your hands“. Da heißt es an einer Stelle im Rap-Part:

    “Troubles got me down, never got a break, just pain and heartache
    Not looking for a reason to go on, no more, I’ve had all I can take
    I’m tired of the same old thing, same old scene, death must now be king…”

    1. Ja, das stimmt. „World in your hands“ ist auch so eine Ausnahme. Der Katzmann und der Jay Supreme hatten schon für Eurodance-Verhältnisse besondere Texte verfasst. Das sieht man irgendwie auch „Mother Earth“ an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.