Leipzig-Ecken: Der Arthur-Bretschneider-Park

This entry is part 22 of 22 in the series Leipzig-Ecken

Letzte Aktualisierung am

Zwischen den Leipziger Stadtteilen Gohlis und Eutritzsch befindet sich der kleine, aber feine Arthur-Bretschneider-Park. Über den möchte ich kurz erzählen. Der ist nämlich vergleichbar mit dem Volkshain Stünz, nur dass er sich mitten im Wohngebiet befindet. Ich war dort, weil ich in unmittelbarer Nähe wohne und ein bisschen Grün haben wollte. Und es hat sich gelohnt, finde ich.

Der Arthur-Bretschneider-Park als langes Grünzeug

Die Parkanlage liegt an der Coppistraße und erstreckt sich für um die 600 Meter nach Norden. Der Arthur-Bretschneider-Park wird durch den Grünen Weg im Norden, der Geibelstraße im Osten und der Kleiststraße im Westen begrenzt. Er ist ein Kleinod mitten im Wohngebiet und wird von der Gottschallstraße durchschnitten. Zum Park gehört das Geyserhaus mit seiner Bühne und den vielen Sommerkonzerten.

Das Wahrzeichen im Arthur-Bretschneider-Park ist der 6460 m² große Teich nahe der Coppistraße. Ich habe gelernt, dass dieser immer wieder zu verschlammen droht und auch schon ausgebaggert wurde. Kein Wunder, denn der Teich wird von dem kleinen Flüsschen Nördliche Rietzschke (rěčka ist sorbisch und heißt Bach) gespeist, die in der Nähe in die Kanalisation fließt.

der Park wurde als “Eutritzscher Park” 1898 durch den Ratsgärtner Otto Wittenberg angelegt und dient bis heute zur Naherholung. Mit der Zeit entstanden Wiesen, Spielplätze, Bänke usw. 1949 erhielt der Park seinen heutigen Namen vom kurz zuvor verstorbenen liberalen Landtagsabgeordneten Arthur Bretschneider.

Der Teich ist etwas besonderes

Der Teich im Arthur-Bretschneider-Park ist zum Teil mit Seerosen bedeckt. In ihm kommen Aale, Barsche, Bleie, Giebel, Hechte, Plötzen, Schleien oder Zander vor. Das Wasser ist gefährdet, da immer mehr Nährstoffe darin vorkommen. Das liegt nicht nur an den fütternden Menschen, sondern auch am Laubfall und vor allem an den Ausspülungen der Umgebung und den Exkrementen der vielen Wasservögel.

Dadurch ist das Wasser leicht trübe, es bilden sich Grünalgen, und die Schlammschicht nimmt zu. Angler kümmern sich um de Fischbestand und entnehmen auch Fische, um die Bestände zu sichern. Die Natur muss im Arthur-Bretschneider-Park im Gleichgewicht bleiben, und dazu gehört auch der Lebensraum im Teich. Das ist ein nachhaltiger Gedanke, der im Stadtbezirk Nord durchaus mit einiger Energie verfolgt wird.

Das oben genannte Geyerhaus mit seiner Parkbühne profitierte allerdings von der Verschlammung im Teich. Der Aushub aus dem Teich wurde für die Freilichtbühne des Kulturhauses verwendet. Das war in den Sechzigern. Schon damals hatte man also einen gewissen nachhaltigen Gedanken. Und so bildet der Arthur-Bretschneider-Park eine grüne Lunge, einen Rückzugsort und ein Erholungsgebiet inmitten von Wohnhäusern.

Galerie

Die Fotos in der folgenden Galerie sind anklickbar und werden dann größer dargestellt. Sie wurden allerdings reduziert hochgeladen.

Series Navigation<< Leipzig-Ecken: Erster Frühlingstag am Zwenkauer See

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.