Regen, Regen, geh vorbei

Man kann es nicht mehr sehen: Regen, immer wieder Regen. Flüsse laufen über, Deiche brechen ein, Bäume verlieren ihren Halt. Und allmählich wird der ständige Regen zu einer Belastung. Nicht nur für die eigene Seele, sondern auch für die Wirtschaft.

Rund um und direkt in Leipzig bangt man, was wohl aufgrund der Wassermassen noch passiert. Seit vielen Tagen sieht man nichts anderes als Regen. Dabei hat Leipzig gar nicht so viel abbekommen. Weiter südlich und östlich war es viel schlimmer: Am und im Erzgebirge, am und im Vogtland, in Grimma und so weiter.

Was aber problematisch ist für Leipzig: Die zwei bestimmenden Flüsse Leipzigs, die Pleiße und die Weiße Elster, stammen beide aus den genannten Mittelgebirgen. Wie die Elbe weiter nördlich und die Saale weiter westlich. Und Leipzigs Flüsse werden es schwer haben, in die beiden großen Flüsse abzufließen.

Schon ruft man Alarmstufen für die beiden im bundesdeutschen Vergleich unbedeutenden Flüsse aus. Schon wird mit Sandsäcken hantiert. Schon sind Feuerwehr und Katastrophenschutz in Alarmbereitschaft. Wozu? Wir haben doch den riesigen Auewald. Wir sind in der glücklichen Lage, ein natürliches Auffangbecken für zu große Wassermassen zu haben.

Aber ich habe irgendwo gehört, dass aufgrund der vielen Regenmengen der letzten Wochen und Monate der Auewald eben auch vollgelaufen ist. Schließlich war ja auch die Frühjahrsflutung über die Paußnitz. Also scheidet der Auewald als Polder wohl allmählich aus. Und was passiert dann?

Ein Schreckensszenario wäre, dass der tiefste Punkt Leipzigs, nämlich das Klärwerk, überflutet wird, und dann die Abwässer der 504000 Einwohner in die Stadt schwappen. Damit einhergehen würde ein Überschwappen der miefigen Suppe in den Auewald als Schutzgebiet und in die Flüsse. Das wäre schon eine fatale Vorstellung.

Und aus diesem Grund singen wir einfach mal den Regen weg:

Rain, rain, go away
I can’t stand this one more day
I’ll close my eyes, I’ll shut my brain
I can’t stand this fucking rain

Regen, Regen, geh vorbei
Ich kann das nicht noch einen Tag aushalten
Ich werde meine Augen schließen, ich werde meinen Kopf zumachen.
Ich kann diesen gottverdammten Regen nicht mehr ertragen

(Originaltext: OMD / Übersetzung: Henning Uhle)

Und diese Zeilen, die überaus passend sind für die Wetterlage, stammen von meiner Lieblingsband OMD. Es gab 1985 das interessante Album Crush. Und dieser Text stammt aus dem Titelstück „Crush“. Und falls das alles nichts hilft, dann rüsten wir eben alle Autos auf Wasserantrieb um, wie aus den schönen bayrischen Orten Petting und Pups berichtet wird.

Bildquelle: Regentropfen am Fenster – (C) DGlodowska CC0 via Pixabay

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