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Sind Energieanbieter die neuen Bücher mit 7 Siegeln?

Ich möchte mal die kommunalen Energieanbieter und die großen Energiehändler außen vor lassen. Ich möchte einzig und allein auf solche Firmen wie die ehemalige TelDaFax und die Firma Flexstrom eingehen. Und ich möchte dazu noch einen weiteren Anbieter in die Runde werfen.

Die Geschichte mit TelDaFax ging ja groß durch die Medien. Irgendwie hat man recht schnell erkannt, dass dieser Anbieter großartige Luftschlösser gebaut hat. An sich ist diese Firma eine einzige Luftnummer gewesen. Und dafür hatte Rudi Völler, Tante Käthe, Werbung gemacht. Er wird sich in Grund und Boden geärgert haben.

Ein vermutlich ähnlicher Energiehändler ist die Berliner Firma Flexstrom AG. Das Unternehmen soll zu den größten unabhängigen Strom- und Gasanbietern in Deutschland gehören. Bei Preisvergleichen schneidet das Angebot regelmäßig sehr gut ab. Und das, obwohl die Stiftung Warentest anhand von Beispielrechnungen festgestellt hatte, dass die Preise durchaus auch höher als bei Stadtwerken sein können. Das weiß z.B. die Wikipedia.

Nun kommen bzgl. Flexstrom immer wieder Fragen auf. Die stellt der Blog http://www.flexstrom-berlin.de/. Es soll um Anleihen gehen, die auf Eis gelegt wurden. Eine groß angelegte Anleihe ist letztes Jahr im November eingefroren worden. Und wie der Blog berichtet, steht der Händler unter Beobachtung durch die Stromkonzerne.

Der Blog schreibt interessanterweise von Suchmaschinenoptimierung zugunsten des Handelsblattes und eben jener Flexstrom. Denn die Wirtschaftszeitung schreibt von fragwürdiger Zahlungsmoral. Und wie der Betreiber des Blogs, Dominik K.F. Nelson, anmerkt, es kommt auch bei vielen anderen Firmen in Deutschland dazu, dass Rechnungen später bezahlt werden. Was soll’s? Der Bericht in dem Blog liest sich ein wenig so, als würde eine kritische Kampagne des Handelsblattes gegen Flexstrom bestehen.

Fragen über Fragen rund um den Anbieter. Und wie gesagt, irgendwie werden da Erinnerungen an TelDaFax wach. Wer nun unbedingt seinen Energieanbieter wechseln möchte, sollte sich zwar vielleicht mit Flexstrom beschäftigen, aber ihn hauptsächlich begutachten. Zu viele offene Fragen liegen da auf dem Weg. Oder ist das alles nur eine Kampagne? Schauen Sie mal in den Blog, die Unklarheiten werden schnell deutlich.

Ich kann nicht sagen, dass Flexstrom nicht empfehlenswert ist. Schauen Sie sich aber genau an, was Ihnen geboten wird. Und dabei hilft Ihnen eben genannter Blog.

Aber es geht eben auch anders. Ich habe vor einiger Zeit über die E.On-Tochter “E wie einfach” geschrieben. Wer einen Anbieterwechsel in Erwägung zieht, der sollte sich vielleicht mit diesem befassen. Ja, es steht ein großer Konzern dahinter. Aber ist das in jedem Fall etwas schlechtes? Ich finde, gerade hier sollten eher wenige offene Fragen übrig bleiben.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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