20 Jahre Google – Die Eins mit 100 Nullen

10.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 – Das ist die Vorlage. Googol heißt diese Zahl. Und sie soll Vorlage für den Namen der Suchmaschine Google sein. Diese wurde am 15. September 1997 von Larry Page und Sergej Brin gegründet. Der Name soll die Fülle an Informationen implizieren, die mit der Suchmaschine gefunden werden können. Die Eins mit den 100 Nullen wird heute 20 Jahre alt.

Das Ziel der Sexdezilliarden

1996 hatten Page und Brin bereits eine Suchmaschine gegründet. Die hieß BackRub. Aber was sie alles konnte, wurde natürlich durch den Namen nicht klar. Und dann soll es zu dem Wortspiel oder gar Rechtschreibfehler gekommen sein, und der Name Google war in der Welt. Von Anfang an hatte Google diese schlichte Oberfläche, und sie hat sich seitdem nicht so großartig verändert. Und sie hatten sich von Anfang an in den Kopf gesetzt, die Unmengen an Informationen zu finden, zu katalogisieren und anzuzeigen.

Sexdezilliarden Suchergebnisse sollten es wahrscheinlich werden, die Google finden sollte. Und irgendwann reichte es eben nicht mehr aus, dass Page und Brin selbstlose Pioniere waren. Irgendwann musste hochwertige und leistungsfähige Technik eingesetzt werden, und das kostete nun einmal Geld. Deshalb wurde Werbung eingeführt, die AdWords und AdSense. Und insgesamt wurde Google dann zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Wirtschaftsgeschichte.

Problematisches Google

Nein, Google ist nicht der heilige Samariter, der auf dem weißen Schimmel angeritten kommt. Google ist ein knallhart kalkulierendes Unternehmen. Sie sind sicherlich großartige Innovatoren. Aber Google ist zum Geldverdienen da. Und deshalb sind sie auch immer wieder ins Gerede gekommen. Ob es die Werbebanner von Google sind, die sich Webseiten-Betreiber einbinden können, das große Geld macht der Riese mit den bunten Buchstaben.

Und Google will dabei so genau wie möglich sein und dazu immer mehr von seinen Nutzern wissen. Und damit erregen sie immer wieder Aufsehen. Die Nachverfolgung der Nutzer, die passgenaue Anzeige von Werbung, die gefilterten Suchergebnisse usw., all das besorgt immer wieder Datenschützer. Das ist nun einmal so und auch völlig richtig. Und es ist eben auch nicht von der Hand zu weisen, dass es Kritik gibt und diese auch berechtigt ist.

Ebenso ist es richtig und wichtig, dass man immer wieder auf die Marktmacht von Google hinweist. Schließlich hat Google rund 90% Verbreitung im Suchmaschinenmarkt und auch eine riesige Macht mit Android. Nicht zuletzt ist Google auch der größte Player im Anzeigenmarkt. All das kann man kritisieren. Aber andererseits ist es eben auch so, dass Google nicht so groß und einflussreich geworden wäre, wenn sie nicht das Eine oder Andere richtig gemacht hätten.

Zum Wohle der Nutzer?

Google hat auch eine große Verbreitung mit seinem Browser Chrome erreicht. In den will der Konzern einen eigenen Werbeblocker einbauen, um es zu erreichen, dass Nutzer nicht ständig mit nervtötenter Werbung behelligt werden. Sagt der Konzern. Dieser Werbeblocker heißt AdFilter und soll 2018 kommen. Allerdings gibt es wenig Gegenliebe. Man traut dem Konzern nicht. Schließlich will die größte Anzeigenbude Anzeigen unterbinden. Ob das Alles zum Wohl der Nutzer ist, wage ich anzuzweifeln.

Im Prinzip ist es allen Nutzern und allen Partnern klar, dass man sich breiter aufstellen müsste. Es gibt andere Suchmaschinen, andere Smartphone-Betriebssysteme, andere Browser etc. Als Firma kann man auch über andere Netzwerke werben als über die Google-Netzwerke. Aber die Konkurrenten stehen in dem Verdacht, es halt nicht so gut zu können wie der Riese. Und so begibt man sich freiwillig in eine gewisse Abhängigkeit. Und das hat Google innerhalb von 20 Jahren geschafft.

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