Windows 10 und Internet Explorer: Wichtiges Update KB3081441

Mittlerweile häufen sich die Update-Meldungen für Windows 10. Aber das zuletzt von Microsoft veröffentlichte Update hat einen echten Grund. Microsoft hat speziell beim Internet Explorer eine ziemlich derbe Lücke festgestellt, die umgehend geschlossen werden muss. Es handelt sich also nicht um eins der Update-Pakete, die in letzter Zeit ausgerollt wurden, sondern um ein dringendes Update außer der Reihe. Jedem sollte klar sein, dass das Update dringend installiert werden sollte.

Unter KB3081441 werden einige Verbesserungen eingeführt. So lapidar drückt sich da Microsoft aus. Aber es ist nicht so ein geplantes Update wie die bisherigen. Es mag sein, dass einige Anpassungen vorgenommen wurden, um Windows 10 zu verbessern. Genau weiß man das nicht, da sich Microsoft darüber im Moment noch ausschweigt. Aber ich denke, das wird sich bald geklärt haben. Man könnte jetzt daher orakeln „Wer weiß, was denen da wieder passiert ist„, aber ich denke, so eine Debatte führt am Ende zu nichts.

Wir müssen uns also einfach mal dazu überraschen lassen. Ein entsprechender Microsoft Support Artikel enthält keine weiterführende Informationen. Mag sein, dass das ausgebaut wird. Ich würde aber nicht in jedem Fall darauf wetten.

Tja, und dann haben wir noch KB3081444. Dieses Update ist klar adressiert und hat eine knallharte Aufgabe: Die Absicherung des Internet Explorers. Denn der ist gefährdet und kann angegriffen werden. Benutzt ein Windows-Nutzer den Internet Explorer und besucht damit ahnungslos eine speziell präparierte Seite, dann kann über den Internet Explorer Code aus der Ferne ausgeführt werden. Der Angreifer kann sich somit die gleichen Rechte anschaffen wie der Benutzer des Internet Explorers.

Jetzt kann man wieder trefflich darüber diskutieren, wie schlimm der Internet Explorer ist und dass der unbedingt abgeschafft gehört. Der ist ja auch bei Windows 10 nicht mehr der bevorzugte Browser. Also alles nicht so schlimm. Trotzdem ist es Microsoft hoch anzurechnen, dass solche Updates auch für den Internet Explorer 7 ausgeliefert werden. Denn der ist schließlich auch schon schlappe 9 Jahre alt. Der kam damals mit Windows Vista / Windows Server 2008. Eigentlich auch schon obsolete Systeme. Aber Sicherheitsupdates gibt es eben noch.

Also reden wir mal nicht immer alles rund um Microsoft schlecht. Sie dichten Windows ab, wo es nur geht. Da machen wir uns mal wenig Sorgen. Und die Nutzer von Windows – egal welche Ausgabe – sollten vielleicht immer erst schimpfen, wenn sie ihr Windows möglichst mit allen verfügbaren Updates ausgestattet haben. Vorher braucht niemand irgendwas zu erzählen. Oder sehe ich da was falsch?

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

×SaveYourInternet

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

vielen Dank für Ihr Interesse. Leider steht unser Service heute nicht zur Verfügung. Wir protestieren gemeinsam mit der Autorenschaft der Wikipedia gegen Teile der geplanten EU-Urheberrechtsreform, die im Parlament der Europäischen Union Ende März verabschiedet werden soll, und schalten unsere Seite für 24 Stunden ab.

Monatelang haben EU-Kommission, EU-Parlament und der EU-Rat im sogenannten Trilog hinter verschlossenen Türen an einem neuen EU-Urheberrecht gearbeitet. Im Kern geht es darum, die finanziellen Interessen der großen Medienkonzerne gegenüber Betreibern von Internetplattformen durchzusetzen.

Ausgetragen wird dieser Konflikt auf den Rücken der Internetnutzer und Kreativen. Diese müssen nach dem aktuellen Entwurf mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Das freie Internet, wie wir es kennen, könnte zu einem „Filternet“ verkommen, in dem Plattformbetreiber darüber entscheiden müssen, was wir schreiben, hochladen und sehen dürfen. Denn das geplante Gesetz schreibt Internetseiten und Apps vor, dass sie hochgeladene Inhalte präventiv auf Urheberrechtsverletzungen prüfen müssen. Selbst kleinere Unternehmen müssten demnach fehleranfällige, teure und technisch unausgereifte Uploadfilter einsetzen (Artikel 13) und für minimale Textausschnitte aus Presseerzeugnissen Lizenzen erwerben, um das sogenannte Leistungsschutzrecht einzuhalten (Artikel 11).

Wenn Sie unsere Kritik an der geplanten Urheberrechtsreform teilen, werden Sie aktiv: