Datendiebstahl leicht gemacht mit Facebook – oder so

Phishing – das Abfischen von Daten – ist mal wieder populär. Auch mittels Facebook. Derzeit gibt es da eine ganz neue Welle, die ziemlich tückisch ist. Es wurden unzählige Facebook-Konten auf eine ziemlich blöde Weise geknackt. Nämlich über den Facebook Messenger, in dem eine Nachricht mit „Bis du in dem Video…?“ durch die Gegend geschickt wird. Öffnet man den Link, soll man sich anmelden. Und das ist das Abfischen der Daten. Also Vorsicht.

Bei der aufgerufenen Website besteht Phishing-Verdacht!

Angreifer auf yss000001.flescobnewss.info versuchen unter Umständen auf betrügerische Weise, Sie zur Installation von Software zu bewegen oder Ihnen personenbezogene Daten zu entlocken, zum Beispiel Passwörter, Telefonnummern oder Kreditkartendaten.

Diese Warnung erhält man, wenn man die Webseite am Computer öffnet. Google warnt im Chrome mittlerweile vor dieser nachgebauten Seite. Unmittelbar vor der Meldung sieht man das Anmeldefenster, das so aussieht, als wäre es tatsächlich Facebook. Na klar, die Anmeldeseite wurde nachgebaut. Einzig, um Daten einzusammeln. Und mittlerweile häufen sich die Berichte von Facebook-Nutzern, die die Kontrolle über ihr Nutzerkonto verloren haben.

Aber ernsthaft: Funktioniert so etwas tatsächlich noch? Solche Tricks sind doch eigentlich aus der Mode gekommen. Wenn man sich aber so umschaut, dann scheint das wirklich noch zu funktionieren. Das liegt meiner Meinung nach daran, weil Internetnutzer – und vor allem die in den sozialen Netzwerken – viel zu sorglos mit dem Klicken auf ihnen zugeschickte Inhalte umgehen. Es wird also dringend Zeit, mal wieder darauf hinzuweisen, beim kleinsten Hinweis sofort das Passwort zu wechseln und niemals das gleich für mehrere Dienste zu verwenden.

Um es Ihnen vorweg zu nehmen: Wer sich dann tatsächlich angemeldet hat, bekommt selbstverständlich kein Video zu sehen. Man wird von Online-Datingseite zu Gewinnspielseite zu sonstwas geführt. Es ist davon auszugehen, dass über diese Seiten dann „im Vorbeigehen“ weitere Schadsoftware eingeschleust werden könnte. Also können Sie es sich sparen, überhaupt nach dem Video zu schauen. Aber wirklich noch mal zum Abschluss die Frage: Wer fällt denn noch darauf herein, nachdem so viele in den letzten Jahren davor gewarnt haben?

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