Facebook-Klage: Verbraucherschützer laufen Sturm

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Es gibt eine Facebook-Klage. Die Verbraucherzentrale Sachsen tritt gegen den Internet-Riesen aus Kalifornien an. Grund ist die Datenschutz-Grundverordnung. Die gilt seit Ende Mai diesen Jahres. Aber irgendwie tut Facebook so, als ginge diese den Giganten nichts an. Um das soziale Netzwerk einzufangen, laufen die sächsischen Verbraucherschützer nun Sturm. Und wie finden wir das?

Was ist das Ziel der Facebook-Klage?

Ich habe im Frühsommer meine Facebook-Seite abgeschaltet. Also die Fanpage, die mal zu diesem Blog gehört hatte. Der Grund war die Unvereinbarkeit zwischen dem europäischen Datenschutz und dem Gebahren von Facebook. Denn das soziale Netzwerk tat so, als wäre es egal, was die DSGVO bedeutet. Nach wie vor tappen die Nutzer im Dunkeln, was die Datenverarbeitung betrifft.

Nun gibt es also diese ominöse Facebook-Klage. Auslöser ist, dass die Verbraucher hierzulande keine eindeutige Rechtsklarheit haben. Wer hat denn zum Beispiel die Verantwortung dafür, dass der Datenschutz, wie er in Europa gilt, eingehalten wird? Was passiert mit den Daten? Hier sieht die Verbraucherzentrale Sachsen das Problem, dass sich Facebook aus dem Scheinwerferlicht stiehlt.

Der Riese hat zwar irgendwas angepasst. Aber das war dann doch eher kosmetischer Natur und dann doch mehr oder weniger ein Placebo. Denn nach wie vor ist es einfacher, Facebook die Nutzung von Daten zu erlauben, statt es ihnen zu verbieten. Und nach dem Verständnis der Verbraucherschützer müsste es eigentlich umgekehrt sein. Und deshalb gibt es die Facebook-Klage.

Facebook ist bei der Jugend auf dem Weg in die Irrelevanz

Facebook verliert in der eigentlich ursprünglichen Zielgruppe der Teenager immer weiter an Akzeptanz. Innerhalb von zwei Jahren hat sich der Zuspruch bei Teenagern in den USA fast halbiert. Die nutzen andere Plattformen. Allerdings ist das nur halb so schlimm für Facebook, denn die Jugend weicht unter anderem auf die Tochter Instagram aus.

Bei der Jugend ist der Gigant also auf dem Weg in die Irrelevanz. Und bei den „Erwachsenen“ steigt wohl auch der Anteil derer, die Facebook nicht mehr wirklich als Plattform ansehen. Wenn das mit der Facebook-Klage Schule macht, könnte es wohl dazu kommen, dass dann vielleicht noch mehr Nutzer dem Netzwerk den Rücken zukehren. Das würde dann so gehen, wie es hier beschrieben ist.

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