Facebook: Neue und bedenkliche Nutzungsbedingungen

Ich glaube, langsam wird es wirklich Zeit, sich von Facebook abzuwenden. Irgendwie wird das Ganze immer peinlicher und immer datenschutzrechtlich bedenklicher. Da aber so viele Leute ein Internet ohne Facebook gar nicht kennen, wird man mich wohl fragend anstarren. Nein, ich höre nicht auf, das Internet zu nutzen, sondern denke darüber nach, das Internet ohne Facebook zu nutzen. Das geht fantastisch, Sie werden lachen.

Wenn selbst die Datenschützer der USA unruhig werden und sich beschweren, muss etwas schlimmes dabei vorkommen. Denn Facebook hat neue Nutzungsbedingungen vorgestellt. Unter anderem will der Konzern nun Minderjährige das Netzwerk nutzen lassen und dafür mit deren Fotos werben. Da das Ganze ungefragt geschehen soll, würde wohl Facebook gegen eine Vereinbarung aus dem Jahr 2011 verstoßen, in der geschrieben stand, dass Namen und Bilder von Nutzern nicht ohne Einverständnis für die Werbung verwendet werden dürfen.

Durch die bloße Nutzung von Facebook gibt wohl nun jedes Mitglied das Einverständnis, dass der Name und das Profilbild des Benutzers nun für die Werbung für Facebook verwendet werden darf. Außerdem muss künftig die Werbung nicht generell als solche bezeichnet werden. Und das Stärkste dabei ist: Sie wurschteln sich wieder mit fadenscheinigen Ausführungen so durch.

Ich halte mich ja sowieso zurück, irgendetwas über Facebook herum zu plärren. Kaum etwas außer meinen Links zu meinen Blogartikeln ist bei Facebook gelistet. Ich habe dort ein paar Fotos, das ist richtig. Aber alles andere reiche ich dort nicht herum. Und ich überlege mir gerade, alles außer den Links zu meinen Blogartikeln bei Facebook zu entfernen. Vielleicht verschwinde ich auch komplett aus Facebook.

Wissen Sie, Facebook war mal ein notwendiges Übel, um meinen Blog bekannter zu machen. Mit der Zeit hat man auch den einen oder anderen Kontakt bei Facebook geschlossen oder wiedergefunden. Wenn es dabei bleiben würde, wäre Facebook auch eine großartige Sache. Meinetwegen hätten Zuckerberg und Co. dafür auch Eintrittsgeld verlangen können, wenn es im Rahmen geblieben wäre. Aber der millionenfache Datenmissbrauch, der immer wieder zu Tage gefördert wird, wirft bei mir die Frage auf, ob mir das Ganze so viel wert ist.

Ich werde also meine Aktivitäten bei Facebook auf das absolute Minimum beschränken. Denn dieser Umgang mit Nutzerdaten, wie ihn Facebook praktiziert, ist nicht gut. Da können jetzt die Leute kommen und „Na und?“ plärren, aber jeder Anbieter eines sozialen Netzwerks sollte verdammt nochmal mit den Nutzerdaten verantwortungsbewusst umgehen. Und da habe ich so meine Zweifel bei Facebook.

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2 Kommentare

  1. Hey Henning,

    gibt es eigentlich alternative soziale Netzwerke? Ich meine es gibt einige die auch damit werben keine Daten zu Horten oder gar Fotos zu analysieren. Vlt liegt dort der neue Trend?
    Wechseln wir gemeinsam alle in andere Netze, bis auch diese korrupt werden :D
    Ich denke das wäre der erste Schritt um sich aus den Klauen des Zuckerbergs zu lösen. FB ist ganz klar im negativ Trend. Cool ist es schon lange nicht mehr. Nur noch, wie du bereits sagtest, ein notweniges Übel.

    Grüße
    rewe

    1. Hallo,

      naja, Alternativen gibt es schon. Mich würde es nicht wundern, wenn die deutschen Nutzer sich jetzt die VZ-Netzwerke wieder näher ansehen. Aus den Klauen kann man sich auf jeden Fall lösen, weil man ja nicht bei Facebook alles herumtragen muss. Dafür gibt es sowas, was du grad liest. Ich meine Blogs. Und wer will schon ständig Katzenbilder geteilt haben?

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