Rasante Trojaner-Verbreitung über den Facebook-Chat

Immer wieder wird das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook dazu missbraucht, Schadsoftware zu verbreiten. Und oft genug wird hierzu der Chat benutzt. Ist dieser deaktiviert, wird der Weg über die privaten Nachrichten genommen.

Fatal an der Geschichte ist, dass die jeweiligen Nachrichten ohne Zutun des jeweiligen Benutzers verschickt werden. Im Blog Mimikama habe ich diesbezüglich eine neue Warnung gesehen, die ich meinen Lesern ungern vorenthalten möchte.

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten von einem Facebook-Kontakt eine Nachricht, in der sich ein Link zu irgendeiner Webseite befindet. Natürlich klickt man darauf. Man hat ja keine Bedenken zu dem, was man von den eigenen Kontakten an Links bekommt. Und hier schnappt derzeit eine Falle zu.

Mit dem Klicken auf den Link wird eine Datei aufgerufen, die man speichern soll. Wird sie dann aufgerufen, wird ein Trojaner aktiv, der sich in die Dateien des Benutzers einnistet und sich über die Facebook-Kontaktliste weiter verschickt.

Der Trojaner wird ausschließlich nur dann aktiviert, wenn man die heruntergeladene Datei aufruft. Aber wie der Mensch eben so ist, er muss alles erst einmal öffnen, was er so heruntergeladen hat. Es gibt Leute, die da behaupten, es wäre der so genannte Bundestrojaner, aber wirkliche Nachweise dafür gibt es derzeit eben nicht.

Dem Trojaner an sich kommt man derzeit noch nicht wirklich auf die Spur, da sich die Adresse des Links immer wieder ändert. Das Einzige, was wohl sicher scheint, ist der Anfang mit „mediafire . com / download„. Mimikama stellt daher die Vermutung auf, dass es sich unter Umständen um mehrere Versionen der Schadsoftware handeln könnte.

Was lehrt uns das? A) Sprechende Links sind Gold wert. Ein Link namens www.domain.com/web/eine-seite sagt nun einmal viel mehr aus als www.domain.com/web/18567358fjksfg3254. Und B) Es beweist immer wieder, dass man nicht auf alles klicken soll, was einem unter den Mauspfeil gerät.

Mimikama hat angekündigt, bei der Geschichte weiter am Ball zu bleiben. Ich gehe davon aus, dass hierzu bald wieder etwas veröffentlicht wird. Aber in erster Linie gilt, dass man das Gehirn einschalten sollte, bevor man auf irgendeinen Link klickt.

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