Wie bekomme ich WordPress sauber zum Laufen?

Nein, ich möchte ganz sicher kein WordPress installieren. Das habe ich ja schon getan. Und ich sehe keinen Grund, warum ich das nun unbedingt machen muss. Aber ich erhalte immer mal wieder die Frage, wie man denn am besten vorgeht, um WordPress sauber installieren zu können. Eigentlich ist gar nicht viel dabei. Aber trotzdem muss man es einfach wissen. Und deshalb schreibe ich das einfach mal auf.

Erstmal muss man sich darüber im Klaren sein, ob man einen freien Blog machen will oder ob man völlig der eigene Herr im Hause sein will. Bei ersterem hat man den Vorteil, dass man keine Kosten hat. Man erkauft sich das aber mit dem Umstand, dass man keine absolute Gewalt über den Blog hat. Eine eigene Webseite bietet aber den Vorteil, dass man der Herr im eigenen Haus ist. Allerdings kostet dieser Vorteil Geld.

Wenn ich nun also einen Blog selbst hosten will – mit eigener Domain und all dem – und mir der Vorteile bewusst bin, dann muss ich darauf achten, dass ich technische Voraussetzungen erfülle. Prinzipiell sind es diese Punkte:

  • Speicherplatz / Webspace
  • Die Scriptsprache PHP in der Version 5.2.4 oder höher
  • Eine MySQL-Datenbank in der Version 5.0 oder höher

Wenn man dann bei Anbietern unterwegs ist, muss man sehen, dass mindestens diese Dinge vorhanden sind. Außerdem ist FTP nützlich, und man sollte dort auch schreiben dürfen. Hat man dann einen Anbieter gefunden und eine Domain, dann kann man grob gesagt so vorgehen:

  • WordPress von der richtigen Quelle herunterladen
  • Die Datei muss man dann entpacken
  • Im Ordner findet man eine Datei namens wp-config-sample.php, in der man die Datenbank, den Datenbank-Server und die Anmeldedaten eintragen muss
  • Die Datei speichert man dann als wp-config.php ab
  • Den Ordner lädt man dann per FTP hoch
  • Und dann öffnet man im Browser die Adresse www.ihre-domain.de/ordner/wp-admin/install.php
  • Die Installation von WordPress startet
  • Man wird nach dem Benutzer gefragt, der angelegt werden soll, und nach dessen Passwort

Tja, und dann ist man prinzipiell schon fertig. Man kann dann noch diverse weitere Einstellungen vornehmen und zum Beispiel das Aussehen über „Design“ so anpassen, wie man möchte. Und man sollte auch nicht vergessen, WordPress nach eigenem Belieben zu erweitern. Ich hatte hierzu mal eine Liste von Plugins erstellt, die man durchaus benutzen kann. Und sinnvolle Gesichtspunkte – auch was das Hosting von WordPress an sich betrifft – finde ich ziemlich gut erklärt beim Webhostingvergleich. Dort ist dann auch ein Vergleich von Anbietern aufgeführt, die WordPress-freundliche Webhosting-Angebote haben.

Stellt sich jetzt noch die Frage, ob man sich denn wirklich die ganze Arbeit machen soll und selbst einen Blog hosten soll. Meine Antwort lautet ja. Das ist auch ganz einfach erklärt. Wenn ich meinetwegen bei meinblog.wordpress.org meinen Blog betreibe, dann werden Plugins (Erweiterungen) eingestellt, die Daten in amerikanische Clouds verschicken, was datenschutzrechtlich fragwürdig ist. Dann betreibe ich doch lieber meinen Kram selbst und habe relativ gesehen mehr Kontrolle, welche Daten wohin gehen. Statistiken werden nur hier verarbeitet, Spam-Analysen finden in Deutschland statt usw. Ich halte solche Ansichten für wichtig. Aber das muss man selbst wissen.

Würden Sie über einen Blog nachdenken, wofür würden Sie sich entscheiden? Eine selbst gehostete Installation, die zwar Geld kostet, aber volle Entfaltung beschert? Oder ein Blog in der Cloud, der nichts kostet und für den ich kaum Administrationsaufwand habe, der mich aber eigentlich auch beschneidet?

 

Was Sie auch interessieren könnte:

Schreibe einen Kommentar

Mit dem Nutzen des Kommentarbereiches erklären Sie sich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.