Pingdom-Tools: Warum ist Speed so wichtig?

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Ich denke, es ist weit verbreitet, hin und wieder die Geschwindigkeit der eigenen Webseite zu überprüfen. Dafür nutzen viele die allseits bekanten Pingdom-Tools. Nun kann man sehr tief einsteigen und jeden einzelnen Aspekt prüfen, nur um das letzte Quentchen auszupressen. Die Frage ist, ob das überhaupt notwendig ist. Darüber müssen wir uns unterhalten. Denkt ihr nicht?

Wozu denn die Pingdom-Tools?

Jetzt kann man ja behaupten, was man will. Die einen mögen die PageSpeed Insights von Google, die ich neulich mal wieder in Augenschein genommen habe. Mittlerweile habe ich da auch eine spürbare Verbesserung eingeführt, wie ihr hier sehen könnt. Klar, besser geht immer. Aber am Ende ist das nur eine Klassifizierung und kein echter Speedtest für eine Webseite.

So etwas liefern die schwedischen Pingdom-Tools, die seit 2015 zum amerikanischen Anbieter für Netzwerk-Monitoring SolarWinds gehören. Die sind meiner Meinung nach aussagekräftiger. Und man muss sich einmal anschauen, was so ausgesagt wird. Die Pingdom-Tools sind seit eh und je über diesen Link erreichbar. Es kann nichts schaden, sich das mal anzuschauen.

Nutzung der Ergebnisse

Testdurchlauf

Pingdom-Tools: Warum ist Speed so wichtig?
Den Test in den Pingdom-Tools auslösen

Es ist erst einmal sinnvoll, auf der Seite einen Testserver zu wählen, der möglichst nah zum eigenen Webserver steht. Mein Hosting-Anbieter Alfahosting hat seine Server in Deutschland stehen, weshalb es sinnig ist, hier Frankfurt auszusuchen.

Server, die weiter weg sind (Tokio, Sydney, San Francisco) werden euch immer schlechtere Werte liefern, da die einzelnen Datenpakete einer Webseite über mehr Knotenpunkte geleitet werden. Die Pingdom-Tools könnten eine Meldung ausspucken, dass man sich gedulden soll. Und dann ist auch schon das Ergebnis da.

Testergebnis: Gut, aber…

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Das Resultat in den Pingdom-Tools

Ich weiß, es gab mal eine Zeit, in der diese Übersicht mehr auslieferte. Aber für einen ersten Eindruck hilft das schon mal. Meine Seite hat einen Leistungsgrad von 90 und damit eine Güte von “B”. Das ist wie eine Zensur, mehr nicht. Die Seite ist 837 KB groß, was ziemlich klein für eine Blog-Startseite ist. Sie lädt in 1,22 Sekunden. So lang das unter 2 Sekunden bleibt, ist das Alles gut. Und während des Ladens werden 45 einzelne Teile geladen.

Was läuft schlecht?

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Die Pingdom-Tools haben etwas zu bemängeln

Die Pingdom-Tools hinterlassen mich hier mit Fragen. Das Resultat zeigt mir, dass ich die so genannten Expires-Headers einfügen soll. Das habe ich ja sogar gemacht. Und zwar schon ewig. Was ich aber in diesem lesenswerten, aber älteren Artikel übersehen hatte: Der Block mit den Expires-Informationen soll ans Ende der Datei “.htaccess”. Also habe ich ihn verschoben.

Und nicht ganz zufrieden sind die Pingdom-Tools mit der Anzahl an HTTP-Requests. Die soll ich reduzieren. Aber ehrlich: Würde dort “100” stehen, wäre es optimal. Dort steht aber “96”. Soll ich da wirklich etwas tun? Ich denke, ein bisschen Schwund ist immer.

Inhalte und Anforderungen

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Die Pingdom-Tools liefern eine gute Übersicht

Welche Inhaltstypen setze ich ein, wie viele sind es, und welche Größe haben Sie? Zudem: Welche Inhaltstypen setzen wie viele Anforderungen ab und fordern Inhalte woher ab? Wie ihr seht, handelt es sich bei mir darum, dass fast ausschließlich aus meinem eigenen Datenbestand geladen wird. Lediglich “ChimpStatic” von MailChimp wird von extern geladen.

Es ist sinnvoll hierher nachzuschauen, wo die Bremsen liegen. Und wenn es sich um externe Daten handelt, sollte man reagieren und sich überlegen, ob man die nicht aus den eigenen Daten laden kann. Das können externe Scripte – wie bei Google Analytics oder bei Werbung – sein. Es können aber auch externe Inhalte – eingebettete Social Media Posts, Bilder aus einem CDN etc. – sein.

Bei mir ist das nicht so tragisch, wenn ich da die Pingdom-Tools sehe. Und was Social Media Posts betrifft, so muss man das immer mit Vorsicht genießen. In jedem Fall gilt hier, einen guten Kompromiss zu finden, wenn man schon auf externe Dinge nicht verzichten kann.

Der Wasserfall

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Die Wasserfall-Grafik meiner Startseite in den Pingdom-Tools

Oben in der Wasserfall-Grafik sehr ihr einen langen Balken bei der Domain an sich. Das ist die Wartezeit, bis Inhalte geladen werden. Ich habe noch eine gewisse Wartezeit, bis ChimpStatic sich bequemt. Aber sonst geht es eigentlich. Gerade wenn externe Daten die Seite ausbremsen und Ladezeit kosten, sollte man sich bei hohen Werten damit beschäftigen, diese zu ersetzen.

Da ich meinen Blog bei MailChimp verifiziert habe, ist es gar nicht so ohne weiteres möglich, auf ChimpStatic zu verzichten. Und dass es eine Wartezeit beim Anfragen des Servers gibt, werde ich auch nicht so ohne weiteres vermeiden können. Also werde ich mal beobachten, wie sich die ganze Sache mit der Zeit entwickelt.

Gibt es denn Alternativen zu Pingdom?

Jetzt habe ich – wie oben beschrieben – den Block mit den Expires-Headers ans Ende der Datei “.htaccess” gesetzt. Das soll ja laut den Pingdom-Tools einen gewaltigen Schub geben. Ich habe also nochmal einen Durchlauf durchgeführt. Und was soll ich sagen? Die Daten sind in etwa die gleichen. Es wurden wieder keine Expires-Headers erkannt. Na, dann halt nicht.

Und dann schaut man sich um und landet bei einem ähnlichen Tool wie die Pingdom-Tools. Das nennt sich dann GTmetrix. Natürlich habe ich gleich mal einen Test dort durchgeführt. Und irgendwie sieht das Ganze anders aus, mal vom Layout abgesehen. Denn die Werte sehen dort so aus:

Pingdom-Tools: Warum ist Speed so wichtig?
GTmetrix zeigt andere Werte als die Pingdom-Tools

Wer sich den Test komplett anschauen will, kann das gern tun. Dort habe ich ein perfektes Resultat beim Page Speed. Das Ergebnis liefert auch einen YSlow Score, der anzeigt, wieso die Seite langsam sein soll. Bei mir ausgerechnet, weil ich kein CDN verwende, also alle Medien hier im Datenbestand habe.

Ach, und es liefert mir die Gründe, wieso kein Expires-Header gefunden wurde. Das liegt nicht an meiner Seite, sondern an MATOMO und an ChimpStatic. Ich bin mir nicht sicher, wie viel ich davon selbst korrigieren kann. Ich habe aber meine Zweifel, dass da recht viel geht.

Was lerne ich daraus, was ich mein Fazit?

Als erstes lerne ich aus der ganzen Nummer, dass mein Blog gar nicht so schleicht. Ich meine, ich habe ja auch viel gemacht, wenn man sich hier in den Artikeln so umschaut. Für irgendwas muss es ja auch gut gewesen sein. Gleichwohl ist es aber so, dass ich kein Experte bin und auch keiner sein will und nicht vorhabe, auch noch das letzte Bit zu korrigieren.

Nichts ist im Internet schlimmer als langsam ladende Webseiten. Das ist bei mir nicht der Fall. Die Seite ist in Ordnung. Potential zur Verbesserung gibt es immer. Aber man soll es dann auch nicht übertreiben. Denn ehrlich gesagt, habe ich dann doch besseres zu tun. Glaubt es mir, bei der Speed-Optimierung geht ein ganzer Haufen Zeit drauf.

Ich kann in diesem Zusammenhang eigentlich nur auf den etwas betagten Artikel von Thomas Jansen verweisen. Dort ist erklärt, was man alles machen kann. Und der Thomas geht noch weiter in die Tiefe. Nachdem ich aber gar nicht so schlecht mit dem Blog unterwegs bin, wie mir sowohl die Pingdom-Tools als auch GTmetrix als auch Google PageSpeed Insights gezeigt haben, lasse ich alles erstmal so, wie es ist.

Wie machen das andere? Kümmert ihr euch intensiv um die Geschwindigkeit eurer Blogs? Nutzt ihr Content Delivery Netzwerke (CDNs)? Oder wie geht ihr vor? Erzählt es mir in den Kommentaren.

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