Statify: Reicht das denn nicht für den Blog? - Bild von janjf93 auf Pixabay

Statify: Reicht das denn nicht für den Blog? - Bild von janjf93 auf Pixabay

Statify: Reicht das denn nicht für den Blog?

Ich habe euch dieser Tage erzählt, dass mir Matomo einfach viel zu fett vorkommt. Irgendwie habe ich auch nicht mehr wirklich viel Lust darauf. Deshalb Statify. Ich habe zwar in dem verlinkten Artikel von WP-Statistics erzählt. Aber schon bei der Installation gab es Probleme, die mit den Permalinks und irgendwas zu tun haben. So richtig doll hat das eben auch nicht funktioniert. Und ehrlich: Es war auch irgendwie zu viel. Deshalb bin ich mal eine Runde „back to the roots“.

Was ist denn nun Statify schon wieder?

Wisst ihr, ich will eure Daten gar nicht. Aber ich will schon wissen, was ihr so interessant findet. Ich habe mir ein paar Sachen angeschaut, die so bei WordPress angeboten werden, um Statistiken zu ermöglichen. Da war einerseits dieses Monstrum namens WP-Statistics, Koko Analytics, JetPack und noch so ein paar andere. Darunter eben auch Statify. Damit hatte ich ja schon Erfahrung. Es ist nicht so das pralle, was man sich so vorstellt, aber ich gebe dem Ganzen nochmal eine Chance.

Das Plugin-Kollektiv hatte irgendwann Statify übernommen und auf neue Füße gestellt. Es funktioniert erstaunlich gut. Und es zeigt an, welche Artikel am meisten aufgerufen wurden und woher am meisten die Besucher kommen. Das Alles ist dann auf die Domain beschränkt. Also kann ich es vergessen, in Zukunft noch mitzubekommen, wie viele Aufrufe aus dem RSS-Feed kommen. Jedenfalls ist das Plugin sauber programmiert und funktioniert auf Anhieb. Der Umfang ist aber sehr begrenzt.

Die Frage ist halt, ob das nicht etwa reicht. Ich meine, ich fasle ja ständig davon, dass ich keine Zeit habe. Das ist ja auch ernsthaft so. Ist es dann nicht so, dass eine einfache Übersicht ausreicht? Das muss ich eben für mich herausfinden. Und das absolut unschlagbare Argument für Statify ist der Datenschutz. Ja, der ist bei Matomo und WP-Statistics auch gegeben, aber bei Statify wird dem alles andere gnadenlos untergeordnet. Da mir der absolut wichtig ist, gebe ich dem Plugin einfach nochmal eine Chance.

Und wenn ich mehr wissen will?

Also: Wir wissen nun, dass Statify zur Ermittlung der stärksten Artikel und der besten Besucherquellen da ist. Aber wenn ich doch mehr machen will? Wenn ich die Daten exportieren will? Oder wenn ich bestimmte Statistiken begutachten will? Dann komme ich doch um Erweiterungen gar nicht herum, oder? Es gibt ein Widget für die Seitenleiste, die mir die besten Artikel auflistet, es gibt Filter und eine erweiterte Auswertung. Alles kleine Dinge, um den Funktionsumfang etwas zu erweitern.

Ob du das brauchst? Das kann ich dir doch nicht sagen. Das muss man in jedem Fall ausprobieren. Ihr seht aber anhand der Daten, dass diese Erweiterungen alles andere als taufrisch sind. Ich habe die „Erweiterte Auswertung“ installiert und kann bei mir keine Probleme feststellen. Statify an sich funktioniert ja eh schon ohne großartige Konfiguration.

Aber ein bisschen wehmütig werde ich schon, weil ich lange Zeit gern beobachtet habe, wie sich der RSS Feed entwickelt und mir beständig Besucher bringt. Dass RSS tot ist, kann ich nämlich überhaupt nicht bestätigen. Es funktioniert nach wie vor einfach. Es wird behauptet, aber ich weiß es besser. Wenn ich nun also RSS-Zugriffe im Auge behalten will, brauche ich ein alternatives Plugin. Vielleicht teste ich das auch mal, wer weiß?

Fazit

Am Ende ist es so, dass grundsätzlich wohl Statify ausreicht, um herauszufinden, was euch am meisten hier im Blog interessiert. Es erfordert ein gewisses Umdenken, wenn man von so einem Monstrum wie Matomo oder WP-Statistics kommt, oder gar von JetPack oder noch schlimmer Google Analytics. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass ich ganz gut damit klarkomme. Und mal ehrlich: Solche Dinge wie Statify sorgen vielleicht auch dafür, dass du weniger versuchst, die Suchmaschinen zu bescheißen.

Am Ende bist du eben mehr damit beschäftigt, dich wieder um deine eigenen Inhalte zu kümmern, als zu gucken, wie du Referrer auswertest und Besucherströme analysierst. Das kann jetzt nicht so etwas schlimmes sein, denke ich mir. Ob ich in ein, zwei Monaten auch noch guter Dinge bin, werden wir sehen. Jetzt gebe ich Statify erstmal die Zeit, die es braucht, um Bierdeckel mit Strichen vollzumalen: Soundso oft wurde Artikel XYZ aufgerufen, damit landet der auf Platz 1. Reicht ja auch, oder?

8 Kommentare zu „Statify: Reicht das denn nicht für den Blog?“

  1. Spannender Einblick! Danke dafür. Für uns vom Pluginkollektiv ist es natürlich spannend zu erfahren, was neben Views und Quellen noch interessant ist. Was fehlt, um die größeren Tools, wie Google Analytics, Matzomo oder WP Statistics abzulösen? Feeds? Mobilnutzung? Exportfunktion?

    Falls du auf Github bist, beteilige dich gerne bei den entsprechenden Issues:
    https://github.com/pluginkollektiv/statify/issues

    Wir überlegen daher auch die Zusatzplugins zu integrieren, um die Lücke zu den anderen Tools mehr zu schließen.
    Aber tatsächlich immer unter dem Datenschutz-Aspekt. Das ist unser wichtigster Punkt und was uns von (fast) allen anderen Tools massiv unterscheidet. Die ist nicht verhandelbar ;)

    1. Hallo Torsten,

      Danke für deinen Kommentar. Nein, Datenschutz ist auch nicht verhandelbar. Wie im Artikel geschildert, steht der für mich auch an erster Stelle.

      Ich schaue mal bei Gelegenheit drüben vorbei. So lang ich nicht mitprogrammieren muss, denn dazu bin ich der falsche.

      Vielleicht ist es ja möglich, all diese Erweiterungen modular aktivieren und deaktivieren zu können. Dann wäre wohl vielen geholfen.

  2. Hi Henning,
    Kommando zurück- hatte mich bei dem kommentiertem Beitrag vertan. Ich hatte bei „Matomo-Analyse: Ist das nicht zu fett?“ kommentiert. Der Beitrag ist da.. jaja… das Alter..
    So kann man natürlich auch Traffic auf dem Blog generieren.. ;-)
    Bleib gesund..
    CU
    P.

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