Canonical: Ubuntu Edge – Smartphone mit Massenfinanzierung

Sie wollen es auf den Markt bringen: Das erste Smartphone mit Ubuntu4Phone als Betriebssystem. Canonical hat dabei eine sehr interessante Idee zur Finanzierung der Produktion gefunden: Die Menge soll es finanzieren. Crowdfunding nennt man das.

Es wäre schade, wenn eins der ambitioniertesten Projekte im mobilen Sektor nicht verwirklicht werden würde. Natürlich gibt es genügend skeptische Beobachter. Aber insgesamt wird die Idee als positiv eingeschätzt.

Es soll sich vielleicht um das ultimative Smartphone handeln. Das würde ja bedeuten, dass es all die Galaxys, iPhones und Nexusses in den Schatten stellen würde. Wie auch immer, Mark Shuttleworth, Macher von Canonical, der Ubuntu-Firma, der hat jedenfalls großes vor. Aber ohne tat- und finanzkräftige Unterstützung wird es sich dabei nur um einen Traum handeln.

32 Millionen Dollar braucht Canonical, um “Ubuntu Edge” – ein waghalsiges Konzept von einem Smartphone – in die Realität zu bringen. Das Problem dabei ist: Shuttleworth hat eine Crowdfunding-Initiative bei Indigogo gestartet und hat zur Erfüllung 32 Tage Zeit. Also jeden Tag 1 Million Dollar. Wenn das nicht ehrgeizig ist!

Das Smartphone selbst soll elegant und schlicht daher kommen. Also nicht mit so viel Brimborium wie das Plastespielzeug aus Fernost. Unter der Haube sollen die neuesten Prozessoren verbaut werden, mindestens 4GB RAM und 128GB Speicher, ein HD Display mit dem Fokus auf Brillanz und Perfektion. Dazu soll noch eine Hochleistungskamera eingebaut werden, sowie die üblichen Kommunikationsstandards wie WLAN, NFC, LTE.

Es gibt noch viel, viel mehr über das Konzept zu erzählen, wie z.B. ein Dual-Boot mit Android oder eine komplette Desktop-Erfahrung oder, oder, oder. Aber wenn das Geld nicht zusammenkommt, wird es nichts mit dem Gerät. Der Zielpreis für das Gerät wird dann bei um die 830 $ liegen, wie das Magazin “Gulli” zu berichten weiß.

Nur wenn genügend Sponsoren sich zusammenfinden, wird das Gerät gebaut werden können, da das Wagnis doch recht hoch ist. Desktop und Mobilgerät in einem könnte dann eine heiße und spannende Geschichte für das nächste Jahr werden. Das große Problem wird wohl a) der hohe Kaufpreis für das Gerät und b) das Risiko der Neuartigkeit sein. Nur wenn das Ubuntu Edge ein einzigartiges Gerät ist, wird das Vorhaben ein Erfolg.

Was sagen Sie? Könnte das Edge Realität werden? Wird es Shuttleworth gelingen, die 32 Millionen zusammen zu bekommen? Können die dann angepeilten 40000 Geräte abgesetzt werden?

Bildquelle: Ubuntu-Logo – By Canonical Ltd. [Public domain], via Wikimedia Commons

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