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In eigener Sache: Danke, ich lehne ab!

Es ist derzeit zu warm, um sich mit einer ewig langen Recherche über jeden zu befassen, der mir so etwas wie ein Kooperationsangebot zukommen lässt. Oft ist es so, dass man nur solche Nachrichten bekommt, die wenig besser als Spam sind. Jedenfalls ist nicht viel brauchbares dabei.

Natürlich gehe ich gern mal eine Kooperation ein. Wer möchte nicht, dass Stärken besser ausgeschöpft werden? Aber veralbern lasse ich mich nicht. Daher muss ich einfach mal etwas dazu schreiben.

Wie gesagt, mich erreichen immer wieder Emails, in denen mir irgendetwas angeboten wird. Aber gefühlt 99% der Angebote muss ich ablehnen. Und das hat immer mit einem der folgenden Punkte zu tun. Wie gesagt, ich lehne Kooperationen nicht komplett ab, aber seriös sollten sie sein. Und das sind meine Ablehnungspunkte:

  • Anonymität ist Unsinn: Viele Anbieter (oder was auch immer) denken sich, dass man einfach mal die ganze “Blogosphäre” abscannt und dort die Kontakt-Email-Adressen abfischt, um dorthin dann Massen-Emails zu schicken, die den Inhalt haben: Ich bin von einer bekannten Firma und möchte Kooperation anbieten. – Tja, wenn die Firma so bekannt ist, warum nennt ihr sie nicht?
  • Einseitiger Linktausch: Ja, ich habe mal mit dem einen oder anderen Blogger Links getauscht. Da wurde ich erwähnt und habe dann im Gegenzug den anderen erwähnt. Aber oft passten irgendwelche Links nicht. Darum habe ich das dann gelassen. Schlimmer ist es dann nur, wenn Linktausch angeboten wird und man dann keinen Link zurück bekommt. Das macht mal allein. Ich möchte dann lieber verlinken, wo es tatsächlich passt.
  • Schönschreiberei: Klar, auch ich schreibe mal über die einen oder anderen Produkte. Aber viel ist es dann so, dass ich mir das Mäkeln nicht nehmen lasse. Mir hat mal jemand eine hoch bezahlte Produkt-Bewertung angegeben, die ich “möglichst positiv” schreiben sollte. Und das liegt mir so gar nicht. Meine Meinung lasse ich mir da nun einmal nicht verbieten. Dann behaltet doch euer Geld.
  • Missbrauch und ungefragte Referenzierung: Ich habe mal gesehen, dass ein Anbieter, dessen Angebot ich beschrieben habe, mit mir (Name und Bild) geworben hat. Das ist aller unterste Kanone. Zumal ein Link zu meinem Artikel gefehlt hat. Wenn man sich wenigstens abgesprochen hätte… Aber so hat man mein Recht auf das eigene Bild gebrochen. Und dann heißt es auch noch: Wir dachten, Sie wollten das so. – Nein, wollte ich nicht.
  • Fehlender Respekt: Ein Blogger ist auch jemand. Ich werde immer Kooperationen ablehnen, bei denen der angebliche Partner durchblicken lässt, man sei doch “nur ein Blogger”. Auch werden Artikel zu irgendwelchen Dingen, bei denen der Anbieter dann im Nachhinein Blogger abwertend betitelt, um eine entsprechende Note ergänzt. Es gibt spezialisierte Blogger mit Expertenwissen und es gibt Blogger mit vielen Themen, die zu allem etwas sagen können. In jedem Fall gilt es aber, die Meinung eines jeden zu respektieren.
  • Fehlende Klarheit: Ich möchte gern wissen, mit wem ich es zu tun habe, worüber ich schreiben soll oder warum das alles passiert. Ich werde nicht zur Linksau und weiß dann nicht einmal, wofür ich das machen soll. Wer offen ist, bekommt auch Offenheit zurück. So ist der Plan, einen anderen gibt es nicht.

Warum habe ich das alles jetzt hier so dargelegt? Nun ja, einerseits denken immernoch irgendwelche Anbieter, man könne einen Blogger wie Vieh behandeln. Andererseits möchte ich gern die Ausführungen von Christian Mueller in der Karrierebibel unterstützen, weil sie den Nagel auf den Kopf treffen. Und dann bin ich heute auf eine Email von einem gewissen Alex Gladkov gestoßen, der mir folgendes von einer privaten Email-Adresse schrieb:

Guten Tag :)
ich hoffe es geht Ihnen gut!
Während der Suche nach qualitativen Blogs/Seiten für einen unserer Kunden,
bin ich auf Ihrer Seite gestoßen.
Unser Kunde, ein Mobilfunk Anbieter, vor allem für Auslands Gespräche, ist
gerade dabei, seine Online-Präsenz auszubauen – deshalb wären wir sehr
daran interessiert, mit Ihnen zu kooperieren (zum Beispiel in Form eines
Artikels auf Ihrer Website).
Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Möglichkeit besteht und Sie uns
nähere Informationen hierzu senden könnten.
Besten Dank und freundliche Grüße,
Alex

Nein danke, Alex, das muss ich ablehnen. Mir kommt das alles irgendwie spanisch vor. Ich habe nach dem Namen gesucht, denn die Email-Adresse ist eine Allerwelts-Adresse eines großen Anbieters. Und der Name, lieber Alex Gladkov, kann auch alles und nichts bedeuten. Und der Inhalt der Email ist Larifari, wie ich es tagtäglich erhalte, bei dem nichts dahinter ist, außer vielleicht Spam zu verbreiten.

Mir ist das zu heiß und zu seltsam, deshalb lehne ich dankend ab.

Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “In eigener Sache: Danke, ich lehne ab!”

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