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Logo des Konzerns Samsung - By Samsung (http://www.samsung.com) [Public domain], via Wikimedia Commons Logo des Konzerns Samsung - By Samsung (http://www.samsung.com) [Public domain], via Wikimedia Commons

Der nächste logische Schritt im Smartphone-Gefecht

Die Weltherrschaft an sich reißen. Das ist das große Ziel des Elektronik-Giganten Samsung. Der erste Schritt ist gemacht: Samsung ist im Smartphone-Markt eine Macht. Man hat mit Handys mit Wow-Effekt den Weltmarkt gründlich umgekrempelt und dominiert ihn nun. Aber nun ist es an der Zeit, aus der komfortablen Situation herauszukommen, dass man nach Belieben den Marktanteil vergrößern kann.

Wenn man nach Handy-Marken fragt, fällt vielen „Galaxy“ ein. Mehr noch: Bei Umfragen wurde statt Android eben jene Marke „Galaxy“ als Handy-Betriebssystem genannt. Aber den Markt einfach nur mit Android-Geräten namens „Galaxy“ zu überschwemmen, ist nicht gut genug. Die Welt erwartet etwas mehr und etwas innovatives.

Ja, Samsung hat ein gigantisches Jahr 2012 hinter sich. Der Gewinn stieg im Vergleich zu 2011 um sagenhafte 76%. Und das hauptsächlich wegen der starken Galaxy-Verkäufe. Insgesamt sollen weltweit 213 Millionen Smartphones im letzten Jahr verkauft worden sein. Und das ist unglaublicherweise die größte Menge an Handys, die jemals ein Hersteller innerhalb eines Jahres verkauft hat. Damit beherrscht Samsung den Smartphone-Markt mit satten 30%. Weit vor dem Erzrivalen Apple mit 19%.

Sollen sich die Koreaner nun auf dem Erfolg ausruhen? Michal Lev-Ram, Autorin bei CNN Fortune, meint: Nein, Samsung muss sich bewegen, um den Titel der Nummer 1 zu behalten. Nicht nur Hardware am Fließband bauen. Es müssen neben den Hardware-Innovationen auch mehr Software-Dienstleistungen gebracht werden, um die Kundschaft weiter an sich zu binden.

Das Wachstum der Verkäufe in hochentwickelten Ländern hat sich schon einmal verlangsamt. Und in anderen Märkten hat der Einfluss von günstigeren Geräten mit Android stark zugenommen, sodass dieser Samsung bedrohen könnte. Android überall, und deshalb schreibt Lev-Ram folgendes:

Samsung wird einiges tun müssen, um sich von dem ganzen Wust etwas abzugrenzen. Sie haben ja gezeigt, dass sie Hardware für den Massenmarkt produzieren und Innovationen in beispiellosem Umfang einführen können. Und sie haben mit geschickten Kampagnen Apple in den Heimatmarkt USA zurückgedrängt. Aber sie können eben nicht an der Front der Software-Ökosysteme mithalten. Das hat sich mit Bada gezeigt.

Und also ist der nächste logische Schritt im Smartphone-Gefecht, dass man ein innovatives und konkurrenzfähiges Betriebssystem auf den Markt bringt. Und das kann ja eigentlich nur Tizen sein. CNN Fortune – also Lev-Ram – spricht es nicht direkt an, aber man merkt, worauf es hinausläuft: Apple hat sich mit seinen iPhones und iPads mit iOS unsterblich gemacht. Um die Weltspitze zu verteidigen, muss Samsung auch erfolgreich ein eigenes Ökosystem platzieren.

Es gibt Beobachter, die von Samsung erwarten, dass High End Geräte mit innovativer Hardware um die Ecke kommen werden, die Tizen an Bord haben werden. Insofern könnte „The next big thing“ in Form eines sehr gut ausgestatteten Smartphones (vielleicht gar mit dem neuen Display YOUM, das auf der CES vorgestellt wurde) sein. Und das wird das Gemeinschaftsprojekt von Intel, Samsung, Huawei, HTC und Co. an Bord haben. Damit könnten die Informationen von Tizen Indonesia, dass ein Handy mit Tizen für den High End Markt kommen wird,  tatsächlich der Wahrheit entsprechen.

Ist das System dann einmal erfolgreich am Markt platziert, könnte eigentlich das Gefecht entschieden sein. Denn die Koreaner können es ja: Smartphones erfolgreich und in großer Masse im Markt unterbringen.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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