Keyboard-Träume: Es geht wohl wieder los - Bild von congerdesign auf Pixabay

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Keyboard-Träume: Es geht wohl wieder los

Ich träume wieder Keyboard-Träume. Leute, das wird gut. Warum? Ich kann mir keine bessere Möglichkeit denken, um von dem Irrsinn der Welt verschont zu werden. Ich hatte euch ja mal erzählt, was ich früher mal in Sachen Musik so getrieben hatte. Und irgendwie war ich dann schon einigermaßen wehmütig. Irgendwie hatte ich wieder Blut geleckt. Man kann halt auch nicht einfach so aus seiner Haut. Und so habe ich mir ein Keyboard gekauft und klimpere darauf wieder herum. So wie vor einer halben Ewigkeit.

Meine Güte, wie war das doch gleich?

Ich habe mir rund um Ostern ein neues Keyboard bestellt. Ein Yamaha, so wie früher. Ihr habt ja alle den oben verlinkten Artikel gelesen, oder? ODER? Wie ein kleines Kind habe ich das Gerät ausgepackt. Es handelt sich dabei um ein Yamaha PSR-E373. Und das war nicht mal ein Werbelink. Jedenfalls bin ich gerade dabei, mich mit dem “Klimperkasten” vertraut zu machen. Und irgendwie fragt man sich dann ganz schnell: Scheiße, wie war das doch gleich?

Ein C-Dur-Akkord ist natürlich C-E-G. Die Tasten finde ich auch noch auf dem Keyboard. Ich weiß auch was ein Maj7-Akkord und sowas ist. Aber du lieber Himmel! Ich muss da wohl ganz von vorn anfangen. Meine Keyboard-Träume verwirkliche ich mir zwar. Aber dass ich gleich wieder dort anfange, wo ich etwa 2003 oder 2004 aufgehört hatte, als der alte Ramsch kaputt gegangen war, ist doch eher illusorisch. Das wird alles seine gehörige Zeit dauern.

Ich hatte ja nie gelernt, Noten zu lesen. Dennoch finde ich mich mit Liedern zurecht und kann sie dann irgendwie nachspielen. So war das früher. Natürlich hat man damals “Pour Elise” oder “Yesterday” oder solche Stücke gespielt, das hat doch jeder. Aber ich war damals so voller großartiger musikalischer Ideen, dass ich rasch meine eigenen Sachen vertont hatte. Dieses ganze Von-der-Pieke-auf habe ich größtenteils ausgelassen. Hier will ich diesmal besser sein, damit die Keyboard-Träume nicht gleich zerplatzen.

Was meine ich überhaupt mit “Keyboard-Träume”?

Klar, wer Musik macht, hat schnell so spinnerte Ideen von der großen Karriere. Als ich vor der halben Ewigkeit Pause Musik gemacht hatte, muss ich nicht ganz schlecht gewesen sein, wie ich immer mal höre. Also auch von Leuten, die nichts davon hätten, wenn sie mir Honig ums Maul schmieren. Ich dachte damals nicht, dass das Zeug hörbar ist. Deshalb hatte ich auch nie irgendwie professionell gedacht. Das mache ich jetzt auch nicht, vor allem nicht nach ein paar Stunden Klimpern.

Aber ich war immer schon großer Fan von Musik und wollte immer irgendwas in die Richtung machen. Und wenn ich da das eine oder andere Lied zustande bekomme und dabei auch ein bisschen dabei helfen kann, die Musik lebendig zu erhalten, dann sind meine Keyboard-Träume erfüllt. Ich werde ganz bestimmt nicht an irgendwelche Charts oder sowas denken. Mir geht es darum, mit Musik meine Ideen umzusetzen und sowas. Und he, ein Hobby zu haben, kann nichts schlechtes sein, oder?

Fazit

Ich werde also herum klimpern, mich verspielen und dabei das Gesicht verziehen. Vielleicht werde ich auch meine Frau oder gar die Nachbarn nerven, wenn ich mal ohne Kopfhörer spiele. Aber ich werde spielen. Das hatte mir damals schon riesigen Spaß gemacht, bis das Zeug kaputt ging und ich keine Chance zum Ersetzen hatte. Das ist es, was ich als meine Keyboard-Träume bezeichne. Wie würdet ihr sowas nennen?

Nein, ich werde dabei kein Vangelis. Und Dieter Bohlen werde ich auch nicht das Wasser reichen können. Aber das ist auch nicht mein Anspruch. Wer baut denn auch solche Luftschlösser? Ein Stück weit ist der Marcel schuld, der mit Linux Musik macht. Ich bleibe dann doch lieber bei Windows. Damit kenne ich mich halbwegs aus. Und wer weiß, vielleicht gibt es dann demnächst was neues zu hören. Vielleicht drüben bei Soundcloud. Oder woanders. Mal sehen. Ich freue mich drauf.

Keyboard-Träume: Es geht wohl wieder los - Bild von congerdesign auf Pixabay
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3 Kommentare zu „Keyboard-Träume: Es geht wohl wieder los“

  1. Finde ich gut.
    Ich habe ja selbst vor ein paar Jahren nach über zehn Jahren Pause wieder mit der Gitarre angefangen. Die Technik leidet zwar erheblich- aber man kann aufholen.

  2. Hi Henning,
    Das mit der Musik ist eine tolle Idee um sich vom Corona und anderem Wahnsinn dieses Planeten abzulenken. Vielleicht mache ich das auch – und dann machen wir so in knapp 5 Jahren wenn wir ausreichend berühmt sind mit Greta ein “Save the Planet” Konzert. Eine 18jährige Karriere wie Daft Punk werden wir wohl nicht mehr hinkriegen – außer die erfinden eine Barrierefreie Bühne wenn wir alten Knacker mit dem Rollator auf die Bühne geschubst werden.. :-)
    Ich habe damals die Bände von “Shakespeare” gelesen. Vieles was er damals geschrieben hat ist heute noch aktuell.
    Ich gestehe aber – ich lese nicht mehr so gern wie früher. Ich bin mehr so der Zappel-Phillip: ich kann mich nicht mehr lange an einem Text festhalten – dann schweift mein Geist ab und ist schon wieder mit ganz anderen Sachen beschäftigt..
    Okay, ich werde dann mal Akkorde üben – was ist das überhaupt?.. ;-)

    CU
    Peter

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