Messenger: Sie sind alle ziemlich kaputt - Bild von Pexels auf Pixabay

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Messenger: Sie sind alle ziemlich kaputt

Wenn ich mir so anschaue, was die Messenger, die man kennt, so zusammen tanzen, würde ich mich nicht wundern, wenn wir uns mal wieder mit Brieftauben befassen. Ja, wir wissen eigentlich alle, dass alles, was zu Facebook gehört, nicht vertrauenswürdig ist. Aber wie die Junkies, die zwar von der Gefahr der Nadel wissen und trotzdem weitermachen, hängen wir am Tropf der ganzen Läden. Ist das nicht eigenartig? Wir müssen uns da mal wieder kurz darüber unterhalten. Und glaubt mir, ich bin nicht anders als ihr.

Was haben denn die Messenger wieder getan?

Wenn wir uns im Großen und Ganzen die Kommunikationswelt heutzutage anschauen, dann stellen wir fest, dass alles durch irgendwelche Messenger getrieben ist. Eigentlich können wir alle möglichen Plattformen so nennen. Also ob es Facebook mit seinen Töchtern WhatsApp und Instagram ist, Twitter, LinkedIn oder was auch immer: Grundsätzlich verhalten sich viele Plattformen wie die eigentlichen Messenger wie Telegram, Signal oder Threema.

Ja, das hinkt alles ein wenig. Mir geht es aber ums Prinzip. Denn all diesen Plattformen ist – bis auf wenige Ausnahmen – gemein, dass da irgendwas mit dem Datenschutz schief läuft. Das ist uns allen grundsätzlich in Sachen Facebook klar. Auch LinkedIn glänzt immer wieder mit solchen Auswüchsen. Das ist ja alles nicht neu. Problematisch dabei ist, dass wir das Alles mehr oder weniger unbeeindruckt hinnehmen und uns einen Dreck darum kümmern, was mit unseren Daten ist.

Bei WhatsApp werden demnächst die Daten direkt zu Facebook weiter transportiert. Egal, ob das der nicht-Facebook-nutzende WhatsApp-Nutzer will oder nicht. Bei Telegram vermutet man immer wieder dunkle Machenschaften. Signal will jetzt eine Art Bezahlfunktion integrieren. Allerdings ist über Threema nicht so sehr viel negatives bekannt, seitdem das Unternehmen den Quellcode offengelegt hat.

Nebenher saugen Fremde immer wieder Daten ab. LinkedIn und Facebook stehen hier derzeit im Fokus. Auch der neuen Trend-App Clubhouse sind schon Daten abhanden gekommen. Es wirkt irgendwie so, als seien den Plattformen die Daten der Nutzer vollkommen scheißegal. Hauptsache, sie können sie auch mitnutzen, zum Beispiel mit einer ID, der dann passend unpassende Werbung angezeigt wird. Hier kann man es schon ziemlich satt haben.

Wie kann man sich denn schützen?

Wenn die Messenger es allesamt nicht so richtig im Griff haben, die Daten der Nutzer zu schützen, ist doch eigentlich die einzige Möglichkeit, keinen Messenger mehr zu nutzen. Deshalb schrieb ich oben, dass es mich nicht wundern würde, wenn wir bald wieder was mit Brieftauben machen. Alternativ wäre doch eigentlich der einzige Weg, um sich zu schützen:

  • So viele Daten wie nötig, aber so wenige Daten wie möglich
  • Die Geräte und Accounts – wo es möglich ist – mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und / oder biometrischen Möglichkeiten schützen
  • Auf das Notwendigste beschränken: Ich muss weder alles umher schicken noch überall dabei sein
  • Gelassenheit kann eine Tugend sein

Letzteres halte ich für eminent wichtig. Wenn wir zum Beispiel Signal hernehmen, die schon derbe Kritik einstecken mussten, weil sie sich wagten, eine Bezahlfunktion einzuführen, muss man schon mal darüber nachdenken. Online Geld zu senden, ist jetzt nichts neues. Wir denken an PayPal, was jetzt nicht weiter kritisiert wird. Über Facebook kann ich auch Geld senden, wenn mir danach ist. Und nun Signal. Vielleicht begrüßen das die Nutzer ja auch.

Und was macht der Uhle so falsch?

So viele Daten wie nötig, so wenige wie möglich halte ich wahrscheinlich ganz gut ein. Aber ich beschränke mich halt nicht auf das Notwendigste. Trotz all der Skandale und Datenschutz-Probleme habe ich nach wie vor Facebook, WhatsApp und Instagram am Laufen. Und Telegram funktioniert für mich eben einfach mal störungsfrei. Dabei ist mir klar, dass die Messenger Signal und Threema besser sind, weil ihnen der Datenschutz auch noch nicht ganz am Allerwertesten vorbei geht.

Zwei-Faktor-Authentifizierung habe ich überall dort hinterlegt, wo es denkbar ist. Ich hatte hier ja eine Liste hinterlegt, wo man das findet. Da bieten ja auch diverse Messenger Hilfsmittel. Die sind meistens mit einer SMS verbunden. Aber man zieht das Ganze dann vielleicht doch nicht so konsequent bis zum Ende durch. Besser geht immer, keine Frage. Der entscheidende Gedanke ist ja, ob man es tatsächlich so macht. Ich bin da skeptisch.

Ja, mir ist klar, dass mich da mancher vielleicht als etwas paranoid einschätzt. Das ist mir aber egal. Unsere Daten sollten uns stets und ständig lieb und teuer sein. Sie dürfen unter keinen Umständen denen in die Hände fallen, denen sie nichts angehen. Und nachdem alle Messenger – innerhalb einer Plattform oder auch nicht – hier versagen, sind sie für meine Begriffe einfach mal kaputt. Und dann sollten wir sie allesamt nicht mehr nutzen. Zumindest viele davon. Oder was meint ihr?

Messenger: Sie sind alle ziemlich kaputt - Bild von Pexels auf Pixabay
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