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Schallplattenspieler - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de Schallplattenspieler - (C) Unsplash CC0 via Pixabay.de

Längst vergessen: „Wishing you were here“ von Alison Moyet

Ein Lied wie Abendrot im Spätsommer, wenn man weiß, dass man etwas vermisst. Alison Moyet kam Anfang der Neunziger aus dem New Wave heraus und machte neues. Da gab es im Jahr 1991 das Album „Hoodoo“, was so gar nichts mehr mit dem Vorgänger „Raindancing“ und den Gassenhauern á la „Is this Love“ oder „Weak in the Presence of Beauty“ zu tun hatte. „Hoodoo“ brachte Alternative Pop zum Vorschein. Und auf dem Album befindet sich das wunderbar melancholische „Wishing you were here“, worüber ich mal eben schreiben möchte.

Zuhause, so einen weiten Weg gegangen

Ich kann dir gar nicht sagen, wie sich das anfühlt. Der Himmel ist klar und blau. Mein Herz fühlt sich an, als würde es zerspringen. Ich zähle die Stunden. Zuhause, so einen weiten Weg gegangen. Wie soll ich dir meinen Tag mitteilen? Dies ist die einzige Möglichkeit: Ich schicke meine Gedanken zu dir. Ich wünschte, du wärst hier.

Ich kann dir gar nicht erzählen, wo ich überall gewesen bin. Die Welt liegt hinter mir. Und wenn wir unseren Himmel hier finden wollen, müssen wir eigentlich nur stärker hinschauen. Jetzt kann ich dich sehen. Ich konnte es vorher nie. Jetzt will ich nichts anderes mehr. Wenn ich meine Augen schließe, wünsche ich mir, du wärst hier.

Ein unterschätztes Juwel

„Wishing you were here“ ist ein wunderbares Lied. Da es aber wie die Vorgänger-Single „It won’t be long“ einen völlig neuen Stil repräsentierte, fiel es in der Gunst durch. Alison Moyet wollte nun mal keine Popmusik mehr machen, was ihre Auslegung von New Wave eben war. Sie schrieb das Lied und nahezu das gesamte Album „Hoodoo“ mit dem Klassik-Gitarristen Pete Glenister, der sie schon auf der „Raindancing Tour“ begleitete. Dennoch ist „Wishing you were here“ ein total unterschätztes Juwel britischer Musik.

Es handelt sich um eine Mischung aus Jazz, Folk und Rock, im leichten 6/8-Takt mit Schlagzeug-Besen, Konzertgitarren, Streichern und einer völlig in sich ruhenden Alison Moyet mit ihrer sonoren, ausdrucksstarken Stimme. Von Kritikern bejubelt als Nummer, die „tiefer ins Herz trifft“, bliebt das Lied weit, weit hinter jeglichen Erfolgen zurück. Das macht aber nichts, ein Juwel bleibt es dennoch.

Das Video

 

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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