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In eigener Sache – Leck mich, Flattr!

Flattr – ein angeblich wahnsinnig innovativer Micro-Bezahldienst. Wow, was haben wir gelacht. Flattr ist in jedem Fall für mich unbrauchbar. Man gibt ja hin und wieder Diensten eine zweite Chance. Ehrlich, das habe ich gemacht, aber irgendwann ist auch bei mir die Geduld am Ende. Und darum sage ich: Leck mich, Flattr!

Ich hatte hier irgendwann vor längerer Zeit einen Flattr-Button. Ich dachte mir, dass meine Leser das sicher ziemlich geil finden würden, ein paar Heller dafür springen zu lassen, dass ich mir die Finger wund schreibe. So in etwa hat der schwedische Dienst auch seinen Button beworben. Und ich Trottel dachte, dass das auch in Deutschland klappen würde.

Aber irgendwo habe ich mal gelesen, dass Flattr ja sowieso tot sei. Und ich kann mir das auch vorstellen, wieso das so kam. Da muss ich erst etwas einzahlen. Dann erst kann ich flattrn. „Dinge“, wie das dort heißt. Am Ende werden dann die einzelnen Klicks auf das Geld aufgeteilt, was eingezahlt wurde. Also hat man 5 € eingezahlt und 10 mal auf so einem Flattr-Button herum geklickt, bekommen die – tja – Inhalte-Anbieter jeweils 50 Cents. Die wiederum sollten aber auch flattrn. Und also bewirft man sich gegenseitig mit Cent-Beträgen.

Das ist aber nicht das eigentlich schlimme. Ich weiß nicht, ob es Ihnen auffiel, aber ich hatte man wieder eine Weile lang den Flattr-Button hier eingebaut. Da gibt es ein schickes WordPress-Plugin dafür. Zwar nicht up-to-date, aber laut Flattr soll es funktionieren. Mag sein, nur eben bei mir nicht. Entweder lud sich der Button einen Dummen, oder es wurde ein Fehler und statt des grünen Buttons ein rotes Feld mit Ausrufezeichen angezeigt.

Was hat mir also der Flattr-Button gebracht? Außer Ladeschwierigkeiten und unschöne Ausrufezeichen nichts. Blödsinn ist das Ganze. Und Leute, die nicht bei Flattr angemeldet sind, können da eh nicht mitspielen, wenn sich Leute gegenseitig mit Cents bewerfen. Nein, bleibt mir bloß vom Leib mit sowas.

Ich werde weiterhin meine Werbung eingeblendet lassen. Irgendwann werde ich mal „Laterpay“ testen. Vielleicht ist das ein Weg, um die Webseite zu bezahlen und auf Werbung zu verzichten. Ich meine, da krähen Webseitenbesucher herum, dass Werbung angezeigt wird. Aber einen Deal, sich an den Kosten für die Seite zu beteiligen, wollen sie auch nicht eingehen. Kostenlos ist aber nicht mal der Tod. Also werde ich mal schauen, ob man Werbeeinnahmen durch Laterpay ersetzen kann.

So, Sie werden keinen grünen Button, der eigentlich ein rotes Feld mit Aufrufezeichen ist, mehr hier auf der Seite finden. Der wurde eh nicht benutzt und lud nur unterirdisch. Was soll ich also damit? Und da mich der Dienst auch vom Service her (für den sie sich 1/3 der Cents, mit denen man beworfen wurde, verlangen) eher nur gestört hatte, bleibt nur ein Resümee: Leck mich, Flattr!

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „In eigener Sache – Leck mich, Flattr!

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