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Eine Geld-Kassette - (C) Alexas_Fotos CC0 via Pixabay.de Eine Geld-Kassette - (C) Alexas_Fotos CC0 via Pixabay.de

Weg von der Werbung – Geht das bei Bloggern?

Ich will seit längerem weg von Werbebannern. Ich habe oft genug dazu geschrieben, dass von ihnen auch Gefahren ausgehen können. Das muss ja nicht sein. Ich habe es schon lange Zeit angekündigt, dass ich mir Alternativen überlege, wie die Finanzierung meines Blogs auch ohne Werbebanner sichergestellt werden kann. Ich bin ehrlich: Wirklich viel habe ich nicht gefunden. Aber das liegt nicht nur an meiner Unfähigkeit. Ich will das mal erklären.

Wie ich mal erzählt habe, bin ich Mitglied in der VG Wort und damit ein „richtiger“ Autor. Als ich meine Zählmarken zur Abrechnung einrechen wollte, war nur einer im Jahr 2015 erfolgreich genug, dass genügend Aufrufe zustande kamen. Das könnte sich für dieses Jahr wohl ändern. Aber ich warte mal ab. Blöd, dass ich erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 etwas dazu erzählen kann. Aber wenn auch dann wieder keine wirkliche Einnahme zustande kommt, muss ich auf die Verwertungsgesellschaft verzichten. Dann muss etwas anderes her. Nur was?

Ich habe es mit dem Amazon-Partner-Netzwerk versucht. Herausgekommen ist unterm Strich: Null-Komma-Null-Nichts. Man rief zwar meine Links auf, die zu Amazon-Angeboten führten. Aber gekauft hatte darüber niemand irgendwas. Also habe ich das irgendwann gelassen. Es war ja auch so, dass die Bedingungen bei Amazon für einfache Publisher immer unsinniger wurden. Jetzt habe ich in der Seitenleiste einen Link zu einem Wunschzettel, auf den ich hier und da etwas schieben werde. Aber ich erwarte nicht, dass da irgendwer irgendwas kauft, was mir zugute kommt.

In der Seitenleiste finden Sie auch Flattr und PayPal. Über beide Dienste kann man mir Spenden zukommen lassen. Einmalig, regelmäßig, wie auch immer. Flattr hat mir bisher gar nichts gebracht, weil das einfach mal nichts bringt für eine Webseite, deren Leser zum größten Teil Laufkundschaft aus den Suchmaschinen ist. Und per PayPal habe ich insgesamt vielleicht 2 oder 3 mal eine Kleinigkeit eingenommen. Seit etwa 2010. Das ist ein bisschen dürftig. Man sagt sich halt: Warum soll ich dafür bezahlen? Das kann ich ja auch verstehen. Flattr hatte ich auch mal entfernt. Aber testweise habe ich es erstmal wieder eingebaut.

Ich will ja nicht ausschließen, dass ich das irgendwie falsch mache. Aber vielleicht ist es vielen einfach nicht bewusst, dass es Alternativen dazu gibt, damit diese Webseite hier wirtschaftlich arbeitet. Ich habe es oft genug erzählt: Ich will nicht den großen Reibach hiermit machen. Die Zeiten sind vorbei. Aber ich will perspektivisch den Bereich entfernen, der hier „REKLAME“ heißt. Und diese vielleicht 30 Euro im Monat müssen anderweitig reinkommen. Und das ist nicht gewährleistet. Hierzu lese ich:

In Deutschland sind wir es nicht gewohnt zu spenden oder zu finanzieren, während in Ländern wie Amerika zusätzliche Bezahldienste für TV und Co. lange etabliert sind und als „normal“ gelten.

Das Zitat stammt aus einem Artikel, in dem es um den Dienst Patreon geht. Das ist auch eine Art Spendendienst, Crowdfunding-Dienst oder so. Im Prinzip funktioniert das Ganze wie Flattr. Man sammelt „Patrone“. Ein Patron ist ein Schirmherr. Und diese Patrone unterstützen eine Webseite. Das läuft hier über eine Art Abonnement. Das Problem ist halt, dass so etwas völlig unüblich in Deutschland ist. Wie eben Flattr und PayPal und der ganze Kram.

Am Ende ist es dann doch die Erkenntnis, dass diese Dinge, die erstmal Geld kosten, in Deutschland nicht der Leserschaft vermittelbar sind. Deshalb will ich mich auch nicht mit noch mehr Diensten beschäftigen, bei denen nichts unterm Strich heraus kommt. Wenn die VG Wort bei der kommenden Abrechnung ebenfalls wieder nichts bringen sollte, bleibt die Werbung eben hier bestehen. Es sei denn, irgendwer überzeugt mich davon, dass ich regelmäßig auch ohne Werbung meine Einnahmen haben würde. Da sehe ich allerdings schwarz. Und das liegt wohl eher nicht an mir.

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

One thought to “Weg von der Werbung – Geht das bei Bloggern?”

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