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Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de Blog - (C) Geralt Altmann CC0 via pixabay.de

Baukasten für garantiert nervige Blogartikel-Überschriften

Vor allem bei Technik-Blogs im deutschsprachigen Raum habe ich nervtötende Überschriften gesehen. Die müssen alle einen Baukasten nehmen. Ich habe dabei auch festgestellt, dass nicht alle Technik-Blogger einen solchen Baukasten verwenden. Das kann ich so nicht hinnehmen. Schließlich müssen alle gleich nervtötend sein.

Nein, Quatsch. Natürlich gefällt es mir besser, wenn ein Blogartikel so individuell wie möglich ist. Aber es ist schon auffällig, wie verschiedene Technik-Blogger immer wieder nach ein und demselben Schema ihre Überschriften zusammen klimpern. Daher muss es einen Baukasten geben. Und der sieht in etwa so aus.

Der typische Technik-Blogger sieht irgendein Bild von irgendeinem technischen Gerät. Nehmen wir mal die Smartphone-Blogger. Bei denen klappt das gut. Jedenfalls haben die da das Bild. Das ist eine Komponente.

Je nachdem, ob der Blogger das Bild von Twitter oder einem anderen sozialen Netzwerk hat oder ob da ein Bild ist, was irgendwie von einem Hersteller bewusst gestreut wurde, benutzt man dann entweder „Sehen wir hier…“ oder „geleakt“.

Und je nachdem, wie deutlich da irgendein Gerät – also im Beispiel ein Smartphone – zu sehen ist, wird noch ganz sicher das Wort „Offenbar“ mit in der Überschrift eingebaut. Das kommt aber immer darauf an, wie unklar das Alles dann ist.

Somit können wir uns ganz schnell eine typische Technik-Blogger-Artikel-Überschrift zusammen klicken. Denn wir können ja ganz schnell irgendwelche Textfelder bauen, die dann per Klick den Text einfügen. Die zwei typischen Überschriften in Technik-Blogs sind dann:

  • Sehen wir hier das neue <hier Gerätenamen einsetzen>
  • Offenbar neues Bild zum <hier Gerätenamen einsetzen> geleakt

Ich denke, ungefähr dreiviertel aller Artikel von deutschen Technik-Bloggern haben eine derartige Überschrift. Und es ist dabei völlig egal, ob es da um irgendein Ding von Samsung, Motorola, Apple, LG, Sony, HTC und wie sie alle heißen im Endeffekt geht. Wichtig ist eben nur, dass wir Überschriften erhalten, in denen das angebliche Gerät enthalten ist und die Worte möglichst reißerisch und vage zugleich sind.

Leute, das nervt. Deshalb werden eure Blogs auch weniger gelesen. Wenn ein Nutzer eines sozialen Netzwerks all diese Technik-Blogs zu seinen Kontakten zählt und 5 mal am Tag eine ähnlich lautende Überschrift liest, denkt der sich doch, dass er das Alles schon mal mitbekommen hat.

Ich habe befreundeten Technik-Bloggern empfohlen, möglichst kreativ bei den Texten zu sein. Mittlerweile sind auch die Überschriften lesbar. Und zwar ohne dass sie so klingen wie Überschriften von 20 Blogartikeln zuvor schon. Aber ich habe den Eindruck, dass es nur wenige Technik-Blogs gibt, die sich wirklich von dem Einheitsbrei absetzen. Und das liegt unter anderem auch an deren Artikel-Überschriften. Oder wie sehen Sie das?

Bildquelle: Blog – by Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

3 Gedanken zu „Baukasten für garantiert nervige Blogartikel-Überschriften

  1. Die Überschriften sind wohl das wichtigste in einem Blog, erstens für Suchmaschinen und zweitens um Leuten zu einem Klick zu überzeugen. Guter Beitrag überigens :)

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