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Die Facebook-AGB-Panikmache

Das böse Facebook! Erlauben DIE DA sich ernsthaft, herumzuschnüffeln. Man will ALLES über die Nutzer herausfinden. Und Daten verkaufen, klar. Man verkauft den Nutzer, und der kann ÜBERHAUPT nichts dagegen tun. Liest man da jetzt nicht dazu, dass die von Facebook „Verbrecher“ sind? Sogar diverse Medien machen da einen auf Panik. Aber ernsthaft: Was soll das?

Ich freue mich, dass mein gestriger Artikel über die Facebook AGB so hohen Anklang fand. Heute wurden nun die neuen AGB aktiv. Und was ist jetzt großartig passiert? Ist die Welt untergegangen? Oder ist eher die Geschichte mit dem Reis in China passiert? Ich bin mir da unschlüssig. Aber vielleicht schafft es jemand, mich über die Panikmache aufzuklären, die da fabriziert wird.

Da schreibt der Mitteldeutsche Rundfunk davon, dass Facebook stärker „herumschnüffeln“ würde, mehr über seine Nutzer und deren Surfverhalten herausfinden will und welche erschütternde Konsequenzen das Alles haben kann. „Doch damit nicht genug“ plärrt der Artikel, dessen Verfasser unbekannt bleibt. Der Sender wird seine Gründe dafür haben, warum man keinen Autor nennt.

Dabei ist es doch so, dass es jeder Nutzer selbst in der Hand hat, was Facebook über die Nutzung erfährt. Man muss sich immer vor Augen halten, dass es Facebook in der Form nicht geben würde, wenn keine Werbung angezeigt werden würde. Und der Service, das Netzwerk anzubieten, wird immer weiter verfeinert, was mehr Geld kostet. Deshalb wird die Werbung auch immer besser zugeschnitten. Würde das Alles nicht erfolgen, würde es Facebook entweder gar nicht geben oder nur in verkümmerter Form, oder es würde Geld kosten. Der Blog Mimikama hat einmal aufgelistet, wie man Einfluss auf die Auswertung des Nutzungsverhalten nehmen kann. Im Groben ist es das:

  • Wenn man Facebook am Ende des Tages verlässt, sollte man sich abmelden und den Browser schließen. Der müsste aber so eingestellt sein, dass beim Schließen die Cookies gelöscht werden.
  • Wer Facebook auf dem Smartphone nutzt, sollte dort GPS deaktivieren und die Facebook-App nicht nutzen.
  • Am Computer kann man durchaus für Facebook einen eigenen Browser verwenden.

Zudem kann man selbst noch in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook herum fummeln. Nun ja, es kann dann sein, wenn die Einstellungen zu restriktiv sind, dass niemand mehr etwas davon erfährt, wenn man etwas bei Facebook hinein schreibt. Aber man ist sicher. Ziel erreicht, nicht wahr? Aber ich glaube, das ist nicht der richtige Blick. Im oben verlinkten Artikel bei Mimikama steht folgende Aussage, die eigentlich alles auf einen Nenner bringt:

Facebook ist eine Fußgängerzone. Profile sind Cafehäuser und jeder, der vorbeikommt, hört mit!

Wenn ich mir überlege, wie mancher Facebook-Nutzer das soziale Netzwerk ansieht. Da gibt es irgendwelche Gruppen, die sich damit beschäftigen, dass das soziale Netzwerk sozusagen deren Wohnzimmer ist. Nein, ist es nicht. Facebook ist eine Dienstleistung, die erbracht wird. Jede Dienstleistung kostet Geld. Will Facebook kein Geld für diese Dienstleistung verlangen, dann müssen sie Werbung einblenden. Und da ist es mir unterm Strich lieber, die Werbung zeigt mir keine pinken Damenschuhe, sondern etwas für mich interessanteres.

Ich habe irgendwo gelesen, dass die Aussage falsch wäre, dass man aufpassen soll, was man bei Facebook hinein schreibt. Nein, die Aussage ist richtig. Facebook ist der Hausherr des sozialen Netzwerks gleichen Namens. Facebook bestimmt die Spielregeln. Und so lang sich der Betreiber an geltendes Recht hält (was sie ja offensichtlich tun, da sie sonst verboten wären), muss man als Nutzer diese Spielregeln akzeptieren. Möchte man das nicht, muss man sich dringend dazu überreden, diese Dienstleistung unter den gegebenen Spielregeln nicht mehr zu nutzen. Dann gehört das Profil gelöscht.

Will man sich denn dennoch im Internet produzieren, gibt es jede Menge andere Alternativen. Eine davon ist, eine eigene Webseite zu betreiben. Ich habe mich schon vor 2 Jahren dazu geäußert. Dann ist der Verfasser nicht mehr der Hausordnung von Facebook unterworfen. Ach, Sie wissen nicht, was Sie da so rein schreiben sollen? Bei Facebook wissen Sie das aber, oder? Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Dann müssen Sie sich aber auch mit AGB anfreunden. Und so schlimm sind sie wirklich nicht.

Bildquelle: Facebook – (C) Geralt Altmann CC0 via Pixabay.de

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

2 Gedanken zu „Die Facebook-AGB-Panikmache

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