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Kampf dem Kommentar-Spam in WordPress-Blogs

Das weltweite Spam-Aufkommen liegt bei derart vielen Gigabyte pro Tag, dass man die Umwelt schützen kann, wenn man versucht, Spam im Blog zu vermeiden. Man kann natürlich hergehen und jeden Kommentar untersuchen, gegenprüfen und manuell löschen. Man kann es auch anders machen, indem automatisiert der meiste Spam schon einmal ausgefiltert wird. Das hilft zwar immernoch nicht der Umwelt, aber wenigstens schon mal dem Nervenkostüm des Webmasters und der Leser. Ich nutze seit Jahren Antispam Bee. Und ich bin damit zufrieden.

Eigentlich müsste es eine Routine geben, die beim Erkennen von Spam den Absender auf eine irgendwie geartete Liste setzt, auf der alle Spam-Versender gelistet sind. So etwas in der Art gibt es bei Emails. Aber wenn man mal weltverbesserisch denken will, dann müsste so eine Liste gleich mal den Versand von Spam blockieren. Also nicht nur den Empfang. Denn das Spam-Aufkommen belastet tatsächlich die Umwelt. Das sauge ich mir nicht aus den Fingern.

Aber nachdem das eher schwierig ist, müssen wir uns wenigstens damit beschäftigen, dass das Anzeigen von Spam-Kommentaren möglichst weitgehend vermieden wird. Wie ich oben schrieb, nutze ich dafür seit Jahren Antispam Bee. Das ist ein Plugin, was hier zu finden ist. Das Plugin ist völlig kostenfrei, ressourcenschonend, handelt nach festen Regeln und ist sehr treffsicher. Gut, man kann auch die lästige Fahndung von irgendwelchen Zahlen und Buchstaben in Bildern – so-called „Captcha“ – nutzen, aber das ist alles mühselig. Antispam Bee funktioniert einfach.

Entwickelt hat das Ganze Sergej Müller. Der hat sich aber zurückgezogen und das Plugin in liebevolle Hände abgeben wollen. Gelandet ist es beim „Plugin Kollektiv“. Ich habe das Ganze dann erstmal beobachtet, wie denn das Plugin weiter betreut wird. Aber ich muss ehrlich sagen: Es funktioniert weiter alles wie gehabt. Ist es erstmal installiert, kann es eigentlich eingerichtet werden und muss dann nicht alle paar Tage wieder angefasst werden. So mag ich Plugins. Und deshalb habe ich meine Installation wie im folgenden Screenshot eingestellt.

Als Spamgrund für das sofortige Löschen habe ich ausgewählt:

  • CSS Hack
  • Empty Data
  • Fake IP
  • Local DB Spam
  • BBCode
  • RegExp

Warum ich all diese ausgewählt habe, weiß ich nicht mehr. Ich nehme an, dass ich das „damals“ mal irgendwo gelesen habe. Einzig die Uhrzeit, wann der Kommentar abgegeben wurde, habe ich nicht als Spamgrund hinterlegt, weil ich das für Unsinn halte. Und so fummelt Antispam Bee seit langer Zeit im Hintergrund zuverlässig den Spam heraus. Und wenn ich dann selbst einen Kommentar finde, der eindeutig als Spam klassifiziert werden kann, markiere ich den als solchen, und Antispam Bee wird sich dann daran halten. Und das auch unter Einhaltung des Datenschutzes.

Ich hatte vor Antispam Bee eine Zeit, in der ich manchmal pro Tag hunderte Spam-Kommentare löschen durfte. Dann hatte ich so eine Captcha-Abfrage eingebaut, die dann aber zur Folge hatte, dass niemand mehr kommentiert hatte. Seit ich mich mal ernsthaft mit Captchas beschäftigt habe, weiß ich auch warum, denn man kann den Mist in den Bildchen einfach mal sehr schlecht erkennen. Nach vielen Probieren bin ich dann zu Antispam Bee gekommen. Und nachdem ich von nichts besserem weiß, ist es dabei geblieben. Und hier steht nochmals, dass das eine gute Idee damals war.

Bleibt das Problem der Umweltbelastung, die durch das Spam-Aufkommen geschieht. Das muss doch in den Griff zu bekommen sein. Wir können uns noch so sehr hinstellen und die Umwelt schützen wollen. Wenn wir alle weiterhin Spam per Email und als Kommentar zu unseren Artikeln bekommen, können wir uns das schenken. Spam muss wie alle anderen Daten auch verarbeitet werden. Dabei wird Strom verbraucht. Und genau das belastet die Umwelt. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal eine intelligente Handhabe gegen Spam, die dann eben auch die Umwelt schützt. Aber das wird wohl noch dauern, oder?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 Gedanken zu „Kampf dem Kommentar-Spam in WordPress-Blogs

  1. Hallo Henning,
    dieses Mal auf meiner neuen Kommentare-Runde bin ich hier und sichtete sofort etwas Interessantes für mich :) Ich setze AntiSpam Bee seit vielen Jahren ein und bis heute hat sich das Plugin gut bewährt. Manuellen Spam auf Internetblogger.de habe ich aber noch ein bisschen. Da heisst die Devise beobachten, analysieren und als Spam markieren.

    Was ich sehr oft machen muss, ist es das Entfernen der Links in den Kommentaren selbst. Da fast alle auf die eigene Webseite dadurch aufmerksam machen, akzeptiere ich das so nicht. Es gibt das Webseitenfeld, dort hinein gehört eure URL und nirgends sonst. Solche Hausregeln sind nicht nur bei mir so, sondern bei allen Bloggern.

    Ich bin noch extremst human und biete sogar doFollow an und Google weiss es seit Jahren. Daher muss ich auf jede kleinste Änderung in den Kommentaren achten. Auch viele reine Backlinkjäger sind auf dem Hauptblog zugange. Da sehe ich, dass sie nur ein einziges Mal kommentieren und schon war’s das. Wenn der Comment sinnvoll und passend war, alles gut, aber weh nicht. Wird alles gelöscht.

    Alles in allem gehören AntiSpam Bee und keine Captchas auf ein jedes deutsche Blog. Das sollte man als Blogger eines Tages mitbekommen haben. Ich stolperte darüber wohl auf meinen Entdeckungsgreisen auf den Blogs im Laufe der Jahre.

  2. Ja, Antispam Bee ist schon klasse, ich benutze das auch seit Jahren. So wird einem wenigstens das Blog nicht mit Müllkommentaren zugeballert.

    Über die unnütze Umweltbelastung ärgere ich mich allerdings auch, und wie du richtig erkannt hast, entsteht der Traffic ja so oder so, egal ob man Spam nun ausfiltert oder nicht. Und selbst wenn man es schaffte, per .htacess-Datei die Spambots schon abzuwehren, bevor sie überhaupt bis in den Kommentarbereich gelangen, entstände ja trotzdem der Datenverkehr. Davon abgesehen, kommen zu den Bots auch noch manuelle Spammer dazu, die wohl für SEO-Agenturen tätig sind. Da ist der Text dann immerhin deutsch, was die Angelegenheit allerdings auch nicht weniger ärgerlich macht.

    Ähnlich wie meinem Vorkommentator Alexander sind auch mir diese furchtbaren Captchas ein Dorn im Auge. Blöde Buchstaben und Ziffern abzutippen war schon immer extrem nervend, doch Bilder anklicken zu müssen, die bestimmte Merkmale aufweisen (klicke auf alle Bilder, auf denen ein Ladengeschäft von außen zu sehen ist) , ist auch nicht viel besser. Was ist eigentlich mit sehbehinderten Menschen, die einen Screenreader benutzen? Ein Captcha kann ja wohl kaum barrierefrei sein.

    Auf eine spamfreie Welt ist jedenfalls zumindest in naher Zukunft nicht zu hoffen, denke ich.

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