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Gesetzliches für die schlaue Brille - free picture from morguefile.com Gesetzliches für die schlaue Brille - free picture from morguefile.com

Post für die NSA

Ulf Hundeiker hat mich da auf eine Idee gebracht, die wohl ursprünglich von Mathias Priebe stammt. Man müsste eigentlich mal der National Security Agency, also der NSA, schreiben. Mathias Priebe hat das wohl gemacht, und Ulf Hundeiker will es ihm nachmachen.

Das ist aber fast schon lächerlich, was dabei herauskommen kann. Denn Mathias Priebe ist jetzt ein geheimer Vorgang und steht unter Terrorverdacht. Ob ich behelligt werden will? Von der NSA? Nein, eigentlich nicht. Aber Sie wissen schon: Eigentlich müsste man mal…

Heise wird nicht müde, tagtäglich darüber zu philosophieren, dass die Sache mit der NSA jeden angeht. Man kann nicht einfach mal auf Durchzug schalten und sagen, es beträfe einen nicht. Denn das ist nicht so. Jeder kann ins Visier geraten. Gut, so wie Mathias Priebe natürlich auch, nämlich mutwillig. Aber auch durch Zufall oder weil der Name verdächtig ist oder wie auch immer.

Es spielt ja auch keine Rolle, ob man eine ehrliche Haut ist oder nicht, also ob man etwas zu verbergen hat oder nicht. Klar ist, dass der amerikanische Auslandsgeheimdienst alles abhört, was technisch möglich ist. Die NSA macht nicht mal vor dem Hauptquartier der Vereinten Nationen, der UNO, Halt, wie der SPIEGEL schrieb.

Was man also tun müsste, wäre ein Schreiben an die NSA direkt zu senden. Am besten gleich von vielen Absendern. Und das könnte nach Ulf Hundeiker folgenden Inhalt haben:

Dear Ladies and Gentlemen:
Subject: FOIA-Request on records indexed to my name
In accordance to the Freedom of Information Act, I hereby request disclosure of records indexed to my name.
Thank you for your time.
Sincerely,
Henning Uhle

Man fordert hiermit die NSA dazu auf, sämtliche Datensätze, die mit dem eigenen Namen indiziert sind, offenzulegen. Das Schreiben richtet man dann an:

National Security Agency
ATTN: FOIA Office (DJ4)
9800 Savage Road STE 6248
Ft. George G. Meade, MD 20755-6248

Klar, man beschäftigt den Verein damit eine Weile. Aber im Endeffekt wäre das doch dann so etwas wie: Mögen die doch an Anfragen ersticken.

Sven Eichelberg hat übrigens eine solche Anfrage an die NSA gerichtet. Sie werden lachen, er wird seitdem ebenfalls als des Terrors Verdächtiger geführt. Warum auch immer.

Wie gesagt: Man müsste mal… Und ich höre schon die Stimmen, die da sagen: „Den Brüdern muss man in den … treten.“ – Aber wenn Sie so etwas tun, sind Sie terrorverdächtig. Vielleicht.

Aber wenn unter Umständen gar viele solche Anfragen stellen, dann könnte der Eindruck entstehen: Man kann ja nicht die ganze Welt unter Terrorverdacht stellen. Und genau das könnte das Ziel sein. Oder was meinen Sie?

Bildquelle: Gesetzliches für die schlaue Brille – free picture from morguefile.com

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

5 Gedanken zu „Post für die NSA

  1. Hallo Henning!

    Ich sehe das auch wie du. Auch ich denke, dass es einen Effekt haben könnte, wenn wirklich viele Leute eine solche Anfrage an die NSA stellen würden. Denn einfach jeden als Terroristen einzustufen, führt das System dann irgendwann ad absurdum und es funktioniert einfach nicht mehr.

    Deshalb möchte ich gerne jeden dazu anstiften, selbst eine FOIA-Anfrage zu stellen. Zumindest, wenn man nicht vorhat demnächst in die USA einzureisen. ;)

    Auch halte ich es für wichtig, durch solche Aktionen so viele Menschen wie möglich für dieses Thema zu sensibilisieren. Es darf einfach nicht sein, dass wir alle unter einem Generalverdacht stehen und die breite Mehrheit unseres demokratischen Staates das nicht einmal bemerkt oder begreift.

  2. Eigentlich suche ich eine emailadresse der NSA um die Brüder um Hilfe zu bitten. Mein Smartphone wurde gestohlen und unsere verschissenen Behörden könnten einen Dieb fassen indem sie mein Handy orten. Da keine akute Gefahr besteht und ich kein Topterrorist bin oder superkriminell, ist es uninteressant mir zu helfen. Wenn ich falsch parke, können die mein Auto sofort digital fotografieren ein Knöllchen ausdrucken und mir eine Strafe verpassen, aber helfen können die nicht. Nun dachte ich das die NSA helfen kann und ich würde die auch noch dafür bezahlen.

  3. Hallo Herr Uhle, zufällig stieß ich heute im Internet auf diese Seite. Ich schrieb auch die NSA an und erhielt eine Antwort. Vielleicht interessiert Sie der darüber von Herrn Hönig am 07.09.2013 in der Badischen Zeitung geschriebene Bericht. Gruß Bernd Marterer

    Badische Zeitung 07.09.2013 von André Hönig
    Ausspäh-Affäre
    Post von der NSA: Geheimdienst antwortet einem Schwarzwälder

    Artikel der „Badischen Zeitung“

    1. Hallo Herr Marterer,

      vielen Dank für den Hinweis auf den Artikel in der Badischen Zeitung. Interessant, was dort beschrieben ist.
      Wegen des Urheberrechts habe ich den hier herein kopierten Test durch einen Link auf den Artikel ersetzt.

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