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Vertrag - (C) edar CC0 via Pixabay.de Vertrag - (C) edar CC0 via Pixabay.de

Welche Konsequenzen hat das Ende von Safe Harbor?

Safe Harbor ist vorerst am Ende. Das ist ja bekannt. Vornehmlich ging es zwar um Facebook, aber das ganze Abkommen ist am Ende. Wie weiter? Was bedeutet es denn nun, dass die USA nicht als sicherer Hafen für Daten angesehen werden? Personenbezogene Daten dürfen ja nun nicht mehr auf der Grundlage des Safe Harbor Abkommens transferiert werden. Was muss ich denn jetzt als Webseiten-Betreiber beachten?

Unten unter den Artikeln befinden sich solche Buttons, mit denen Sie den jeweiligen Artikel in Ihr bevorzugtes soziale Netzwerk teilen können. Klar, ich könnte irgendwas mit den VZ-Netzwerken machen, aber die sind ja nicht wirklich verbreitet. Also muss man ja Facebook, Twitter und Google+ anbieten. Allesamt US-amerikanische Anbieter. Zudem mache ich mit Statistiken auf Basis von Google Analytics rum. Auch aus den USA.

Die meisten US-Unternehmen sind nicht nach Safe Harbor zertifiziert. Aber die Großen sind es. Und dazu gehören eben Facebook oder Google. Damit wird ausgesagt, dass die zertifizierten Unternehmen die europäischen Datenschutz-Standards einhalten. Aber es handelte sich um eine Selbstverpflichtung, die faktisch das Papier nicht wert war, worauf sie stand. Endgültig das Genick brach sich Safe Harbor an der NSA. Und deshalb wurde das Abkommen für ungültig erklärt.

Wenn ich nun sehe, was da an Reaktionen vorgeschlagen wird, bedeutet das unheimlich viel Arbeit. Man soll europäische Anbieter wählen. Des Weiteren ist die Rechtsunsicherheit gestiegen. Mir stellt sich da jetzt zum Beispiel die Frage, ob ich die Buttons unter den Artikeln noch anbieten kann und ob ich mir meine Statistiken weiterhin anfertigen kann. Es heißt zwar, dass sich eigentlich nichts ändert. Da aber ein Großteil der US-Firmen nicht analog zu Safe Harbor gehandelt haben, stellt sich mir die Frage, ob ich diese beiden Dinge denn überhaupt noch machen kann.

Microsoft jedenfalls arbeitet konform zum europäischen Datenschutz. Das gilt auch und insbesondere für die Cloud-Dienste, basierend auf Office 365. Also auch OneDrive und Outlook.com. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich meine Analysen nicht eventuell auf Bing umstellen sollte oder so. Aber wie ist das mit Ihnen, wenn Ihnen ein Artikel gefällt und Sie den in die sozialen Netzwerke kippen wollen? Klar, man kann die Adresse aus der Adresszeile kopieren, so wie man es immer gemacht hat. Aber würde das denn jemand machen? Ich bin mir da nicht sicher.

Obwohl es nicht relevant ist, weil das Abkommen eh auf Eis liegt, muss ich mir wohl keine großen Gedanken um Facebook machen. Die haben nämlich mit der letzten Überarbeitung vom 30.01.2015 folgendes in der Datenschutzrichtlinie stehen:

Facebook, Inc. hält sich an die vom US-Handelsministerium veröffentlichten Safe-Harbor-Bestimmungen für den Datenverkehr zwischen den USA und der EU bzw. den USA und der Schweiz bezüglich der Sammlung, Nutzung und Einbehaltung von Informationen aus der Europäischen Union.

Twitter und Google sind ebenfalls für dieses Abkommen zertifiziert. Aber ich bin mir eben unsicher, ob das etwas aussagt. Ich beobachte das mal. Aber was sagen Sie denn dazu?

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Henning Uhle

Henning Uhle ist gelernter Fachinformatiker für System Integration und zertifizierter System Engineer. Meine Sachgebiete sind Messaging & Collaboration sowie High Availability und Domain-Verwaltung. Ich schreibe über verschiedenste Dinge, die mich bewegen. Und es handelt sich immer um meine Sicht.

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